Heyne: Fantasy im Frühjahrsprogramm 2018

Heyne setzt derzeit vor allem auf Science-Ficiton, etwa mit Cixin Liu, Tal M. Klein und Michael Grumley. Doch im Frühjahrsprogramm spielt auch die Fantasy noch eine wichtige Rolle. Hier bedient Heyne in der Breite, also auch mit vielen Romantacy-Titeln oder Büchern, die früher einmal unter Mystery liefen. Fortsetzungen bestimmen dabei das Bild.

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Knaur 2018: Fantasy mit Heitz, Husberg und Bardugo

Knaur Fantasy 2018: Das Frühjahrsprogramm      Foto: Jörn Käsebier

Knaur 2018: Das Fantasy-Frühjahrsprogramm. Foto: Jörn Käsebier

Wann kann das Frühjahr beginnen, wann wird es enden? Blickt man auf die Verlagsprogramme, dann können die Termine ziemlich abweichen, oder zumindest überschneiden sich Frühjahr und Herbst recht stark. So auch bei Knaur 2018 in der Fantasy.

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Abstimmen beim Buchblog-Award 2017

Blogger und ihre Blogs haben nicht nur die Verlage als nützliche Multiplikatoren für sich entdeckt. Auch bei den Buchmessen sind sie gern gesehene Gäste – und sollen durch Preise Aufmerksamkeit bekommen. NetGalley und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels loben erstmalig den Buchblog-Award 2017 aus. Verliehen wird er auf der Frankfurter Buchmesse. Der Fantasy Weblog ist auf der Longlist. Um es auf die Shortlist zu schaffen, braucht es fleißiges Abstimmen, daher dieser Beitrag in eigener Sache.

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Frühjahrsprogramm Fantasy 2016: Blanvalet, Penhaligon und Heyne

Das Frühjahr beginnt blutig. Diesen Eindruck kann man zumindest aus der Vorschau auf das Frühjahrsprogramm Fantasy von Blanvalet gewinnen. Mitte Mai erscheint „Die Pforte der Schatten“ von Harry Connolly, eigentlich „The Way into Chaos“ (Der Weg ins Chaos). Darin sorgen Bestien für Chaos, die anstelle des Abendvolks den Weg durch die Pforte nehmen und die Führung eines Imperiums beseitigen. Ein Kronprinz überlebt natürlich. Was sich zuerst ziemlich klassisch anhört, soll sich durch Thriller-Elemente von anderen Fantasy-Werken abheben. Harry Connolly erhielt für das im Eigenverlag herausgegebene Original überwiegend positive Resonanz – zwei weitere Bände folgten.

Frühjahrsprogramm 2016 von Blanvalet

Bereits um den fünften Band von „Die Brücke der Gezeiten“ handelt es sich bei „Der Zorn des Propheten“ von David Hair, angekündigt für Mitte Mai. Der Kreuzzug erlebt darin einen Wendepunkt. Und vielleicht findet die High-Fantasy-Reihe doch noch eine breitere Leserschaft. Einen Monat später lässt David Dalglish ein weiteres Mal die Klingen tanzen. Ob von der ursprünglichen Rachegeschichte mehr geblieben ist, als ein Scherbenhaufen, ist in „Der Tänzer der Scherben“ nachzulesen. Die Neuveröffentlichung des Auftaktes der Midkemia-Saga nährt die Hoffnung, dass Blanvalet noch weitere Werke von Raymond Feist ins Programm holt.

Mitte Juli kommt mit „Die Klauen des Feuers“ der zweite Band des Drachenlieds von Daniel Avenson heraus, ehe die Sommerpause beginnt. Die endet Mitte September. Rechtzeitig zu den ersten Herbstnebeln erscheint „Nebelgänger“. Der im Münsterland lebende Bernhard Trechsel erzählt darin die Geschichte seines Assassinen Clach weiter, einem Mörder, der auch die Seelen seiner Opfer tötet. Für die Leser ist zu hoffen, dass die Intrigen – anders als im Marketing behauptet – nicht undurchdringlich sind.

Frühjahrsprogramm 2016 von Penhaligon

Wir bleiben in Westfalen: Penhaligon hat als Spitzentitel im Frühjahrsprogramm 2016 „Blut und Asche – Die Ankunft“ vorgesehen. Autor Tom Grimm lebt in der Nähe von Bielefeld. Der Auftaktband seiner Reihe, die in einem Inselreich spielt, soll nicht weniger als die deutsche Antwort auf George R.R. Martin darstellen – und beim deutschen Martin-Verlag sollte man das doch einschätzen können. Wo wir schon bei GRRM sind – oder bei GRRM by Penhaligon –, „Das Lied von Eis auf Feuer“ erscheint ab März als „Game of Thrones“ in fünf Bänden. Ob sich Band 6 dann auch inhaltlich an der Serie orientieren wird?

Schauen wir lieber auf die nackten Tatsachen im Frühjahrsprogramm von Heyne-Fantasy. Von Erika Johansen ist für Mitte April „Die Königin der Schatten – Verflucht“ angekündigt, der zweite Teil der Reihe. In „Königskrone“ führt Joe Abercrombie einen halben Krieg (Half a War), der die Bruchsee-Trilogie zum Abschluss bringt. Ebenfalls Anfang April erscheint eine andere Geschichte mit Anleihen an Wikinger: Bernhard Hennen und Robert Corvus stechen in See und setzen Kurs „Nordwärts“. So beginnt nicht nur eine Wettfahrt, sondern auch die Phileasson-Saga, die mit „Himmelssturm“ Anfang August gleich weitergeht und an die Welt des Schwarzen Auges anknüpft.

Frühjahrsprogramm 2016 von Heyne

Dazwischen erscheinen bei Heyne aber noch andere Fantasy-Bücher. Wir bleiben aber in Nordeuropa. Denn Maria Turtschaninoff kommt aus Finnland. Dort war sie mit „Maresi“ so erfolgreich, dass ihr Werk nächstes Jahr auch in Englisch und Deutsch erscheint. Heyne bringt „Das Lied der Insel“ im Mai heraus. Auf dieser Insel leben ausschließlich Frauen. Doch das friedliche Leben in der Roten Abtei endet, als ein Flüchtling zur Insel kommt.

Flüchtlinge im Reich ihres ermordeten Vaters sind die Geschwister Valyn, Kaden und Adare. Ob sie ihr Erbe retten können, enthüllt Brian Staveley in „Thron der Götter“ – Mitte Juni erscheint Band 3 der Trilogie. Ebenfalls Mitte Juni erscheint „Tanz der Klingen“. Jeff Salyards schildert darin die Erlebnisse einer Söldnertruppe aus Sicht eines Schreibers/Chronisten. Grimmig und düster wird es. Das dürfte auch auf „Schattenreiter“ zutreffen, den Debüt-Roman von Marc Turner, der im Juli 2016 herauskommt. Darin fordert ein Magier niemanden geringeren als den Herrn der Unterwelt heraus. Dazu bedient er sich des Buches der Verlorenen Seelen. Rezensionen der amerikanischen Ausgabe wecken die Hoffnung, dass man sich als Leser in der Geschichte verlieren kann.

Das Herbstprogramm 2015 von Heyne-Fantasy mit Bernhard Hennen und Saladin Ahmed

Besser spät als nie: Die Vorschau auf das Herbstprogramm 2015 von Heyne-Fantasy ist zwar schon ein wenig länger verfügbar, doch da der erste Titel im Oktober herauskommt, lohnt sich noch der Blick voraus. Bernhard Hennen ist der einzige Fantasy-Vertreter im Hardcover-Programm. Seine Drachenelfen setzen in Band 5 den „Himmel in Flammen“ und schließen damit eine weitere epische Episode der Elfen-Saga ab.

Blausteinkriege und ein Thron in Flammen

Das Brüderpaar Tom und Stephan Orgel, das als T.S. Orgel bereits dreimal Orks auf Zwerge hetzen durfte, beginnt im Oktober „Die Blausteinkriege“. „Das Erbe von Berun“ lautet der Titel des Auftaktbandes der Fantasy-Reihe. Der Versuch, im Marketing Parallelen zu Joe Abercrombie zu ziehen, ist nicht zu übersehen. Aus einem Barbaren, einem Magier und einem Inquisitor in der Beschreibung der Klingen-Romane werden ein Straßenmädchen, ein Garderitter und ein Geheimagent. Und um noch einen draufzusetzen, werden „Die Blausteinkriege“ gleich zum deutschen Game of Thrones erklärt. Wenn das mal nicht falsche Erwartungen weckt.

Mit einem Thron geht es Anfang November weiter. Dann erscheint mit „Thron in Flammen“ der zweite Band der Chroniken um den Unbehauenen Thron von Brian Staveley. Der erste Band „Der verlorene Thron“ überzeugte, sodass die Vorfreude auf das epische 800-Seiten-Werk hoch ist. Weniger actionlastig dürfte das Debüt von Carolin Wahl ausfallen. „Die Traumknüpfer“ handelt von vier Jahreszeitenvölkern, die über magische Splitter, die göttliche Kräfte verleihen können, miteinander in Konflikt geraten. Mit der Kapuzenfigur auf dem Titel braucht das Werk schon einmal nicht den Vergleich mit bekannteren Werken zu scheuen.

Schwerter im Norden und in der Dämmerung

Im neuen Jahr geht es etwas düsterer weiter. Luke Scull hatte mit „Schattenkrieger“ eine Geschichte um eine verfallende Welt begonnen, die wohl an die Erfolge von Joe Abercrombie anknüpfen sollte. Doch dazu reichte es bei weitem nicht. Mit „Schwert des Nordens“ kommt im Januar 2016 die Fortsetzung heraus. Bei „Das Duell der Prinzen“ handelt es sich ebenfalls um eine Fortsetzung. C.S. Pacat schreibt das Prinzen-Gambit weiter, das mit „Der verschollene Prinz“ begonnen hatte. Die Hauptfigur heißt übrigens Damen, weshalb Damengambit – zumindest für Schachfreunde – der bessere Titel für die Reihe gewesen wäre.

Deutlich origineller verspricht der Februar zu werden. Dann erscheint mit „Das Schwert der Dämmerung“ der Debüt-Roman von Saladin Ahmed. Der Amerikaner entwirft darin eine an den Orient angelehnte Fantasy-Welt, mit Ghulen, Djinns und Intrigen. Rezensionen zur Originalausgabe fallen so positiv aus, dass man hier vom Highlight des Herbstprogramms 2015 von Heyne-Fantasy sprechen kann. Nicht vergessen sollte man aber Miles Cameron. Nach vielen Wendungen und Umwegen bringt er seine Geschichte um Ritter, Drachen und Glauben in „Der Drache erwacht“ im März voran. Und es wird nur vordergründig um ein Turnier gehen.

Originelle Originale: Mark Charan Newton – Drakenfeld

Mark Charan Newton: Drakenfeld

Mark Charan Newton: Drakenfeld

Mit „Drakenfeld“ spricht Mark Charan Newton Leser an, die Detektivgeschichten in einem fantastischen Setting mögen. Den erste Fall seines Ermittlers Lucan Drakenfeld verknüpft der britische Fantasy-Autor mit der Biographie seiner Hauptfigur. Eine deutsche Fassung ist bislang leider nicht erschienen.

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Joe Abercrombie im Interview über Realismus in der Fantasy, die Bruchsee-Trilogie und neue Klingen-Romane

 

Fantasy-Autor Jo Abercrombie in Berlin. Foto: Jörn Käsebier

Fantasy-Autor Joe Abercrombie bei seinem Berlin-Besuch.         Fotos: Jörn Käsebier

Der britische Fantasy-Autor Joe Abercrombie gehört zu den erfolgreichsten Vertretern der Fantasy in Deutschland. Nach seinen Klingen-Romanan legte er mit „Königsschwur“ den ersten Band der neuen Bruchsee-Trilogie vor. Auf den Dragon Days in Stuttgart bekam er den Schwäbischen Lindwurm überreicht, besuchte einen Tag zuvor jedoch noch Berlin, wo er für Interviews zur Verfügung stand.

Glückwunsch zum Gewinn des Schwäbischen Lindwurms, Herr Abercrombie. In ihrer Begründung nennt die Jury Sie als einen der Fantasy-Autoren, die Realismus in die Fantasy gebracht haben. Wie viel Realismus verträgt das Genre, ohne dass es sich zu weit vom Ursprung entfernt?

Joe Abercrombie: Das ist eine schwierige und komplizierte Frage, die wohl jeder anders beantworten wird. Offensichtlich gibt es eine Grenze dafür, wie viel Realismus wir in fiktionalen Werken haben möchten. Für mich geht es aber weniger darum, möglichst realistisch zu sein, sondern vor allem aufrichtig und wahrhaftig. Viele Fantasy-Bücher, die ich als Kind gelesen habe, wirkten sehr formelhaft, die Figuren strahlend und heroisch. Die Zufälligkeiten, die im wahren Leben so wichtig sind, fehlten. Auch die klare Unterteilung in Gut und Böse, Weiß und Schwarz hatte nichts mit dem Leben zu tun. Wir sind alle grau, sind die Helden in unserer eigenen Geschichte, aber oft auch die Bösewichter in den Geschichten anderer Menschen. Ich wollte daher Fantasy-Bücher schreiben, die näher an meiner Sichtweise der Welt sind. Zu realistisch sollten sie aber auch nicht sein.

Inwiefern?

Fantasy hat immer auch etwas Cartoonneskes und Übertriebenes. Das macht die Freude am Genre aus. Am Ende soll eine fesselnde Geschichte herauskommen mit glaubhaften Figuren, die etwas über das Leben aussagen. Viele Fantasy-Autoren konzentrieren sich vor allem auf den Aufbau ihrer Welt und der Handlung, doch mir war es wichtig, die Figuren in den Mittelpunkt zu stellen.

Sie haben auch verschiedene geschichtliche Elemente einfließen lassen und Genres gemischt, wie etwa im Fantasy-Western „Blutklingen“ (Red Country). Welche Mischungen wären Ihrer Meinung nach noch möglich?

Das ist einer der Vorteile der Fantasy. Man kann fast jedes Genre in einer Fantasy-Welt spielen lassen, denke ich. Vieles habe ich bereits ausprobiert, und vieles weitere kann ich mir vorstellen. Was ich an Genres mag, ist, dass sie bei Lesern bestimmte Erwartungen wecken, mit denen ich als Autor spielen kann. Das hat bei Game of Thrones von George R.R. Martin hervorragend funktioniert, als ich die Bücher in den 90ern gelesen habe. Sie haben Erwartungen geweckt, nur um sie zu enttäuschen und zu überraschen.

Ihre neue Bruchsee-Trilogie richtet sich an Jugendliche. Was hatte das für Auswirkungen auf das Schreiben?

Arbeit auf der Reise: Joe Abercrombie signiert.

Arbeit auf der Reise: Joe Abercrombie signiert.

Zunächst einmal nicht so viele. Da es Jugendbücher werden sollten, musste es eine andere Fantasy-Welt werden als bei meinen bisherigen Büchern. In der Welt der Klingen-Romane zu bleiben und nur das Fluchen wegzulassen, hätte sich falsch angefühlt. So überlegte ich mir eine neue Kulisse und entwarf eine Geschichte, wie ich sie selbst gern als 14-Jähriger gelesen habe. Ich lese solche Geschichten aber auch als Erwachsener noch gerne, und es war mir wichtig, die Zielgruppe ernst zu nehmen und ihr nicht das Gefühl zu geben, sie bekommen etwas geboten, dem der Zahn gezogen wurde. Es sollte also durchaus herausfordernd, rau und ein wenig düster sein und wie meine anderen Bücher über lebendige Figuren verfügen. Der größte Unterschied besteht aber darin, dass die Bruchsee-Bücher kürzer und gebündelter sind und über weniger Handlungsstränge verfügen. Fantasy-Bücher mit der Länge eines Thrillers könnte man sagen. Ich wollte damit nicht nur Jugendliche ansprechen, sondern auch Leser, die sich sonst von den dicken Fantasy-Werken abschrecken lassen.

Yarvi, der jugendliche Held in „Königsschwur“, ist nicht Ihre erste Figur, die körperlich behindert ist. Was ist der Grund für diese Wahl?

In der Literatur gibt es viele Helden, die als gutaussehend oder gar schön beschrieben werden. Figuren, die verkrüppelt sind oder deren Seele vernarbt ist sind dagegen unterrepräsentiert. Das ist einer der Gründe, warum ich immer wieder solche Figuren entwerfe. Für mich ist es aber auch interessanter, wenn die Figuren es schwerer haben, Herausforderungen zu meistern. Ich mag es, meine Figuren zu brechen, um sie danach wiederaufzubauen.

Ein anderes wiederkehrendes Motiv in Ihrem Werk ist das Thema Rache …

Ich mag es, wenn die Figuren nicht nur hehre Absichten haben, sondern auch egoistische und niedere Motive haben. Dazu gehört definitiv Rache. Wenn die Figuren dann noch versuchen, der Rache etwas Positives abzugewinnen, gefällt mir die Konstellation am besten.

Der nächsten Figur mit Rachegefühlen im Herzen werden die deutschen Leser im August begegnen. Dorn (Thorn) heißt die Protagonistin von „Königsjäger“ (Half a World). Was können Sie uns über sie verraten?

Während Yarvi aufgrund seiner Behinderung in eine Rolle gedrängt wurde, die in der Gesellschaft, in der er lebt, sonst eher Frauen ausfüllen, ist es bei Dorn umgekehrt. Sie ist von dem Gedanken besessen, eine Kriegerin zu werden. Das Kriegshandwerk wird aber von Männern dominiert, weshalb man ihr einige Steine in den Weg legt. Sie muss aber lernen, dass Kämpfen doch nicht so toll ist, wie sie immer gedacht hat. Yarvi spielt aber auch noch eine Rolle, wenn auch nicht mehr eine so zentrale. Die Trilogie hat zwar eine übergeordnete Geschichte, doch jedes Buch hat auch eine eigene Geschichte.

Sie haben eine weitere Trilogie in der Welt der Klingen-Romane angekündigt. Wie gehen die Recherchen dafür voran?

Fragestunde mit Joe Abercrombie nach der Lesung im Wasserturm.

Fragestunde mit Joe Abercrombie nach der Lesung im Wasserturm.

Ich habe noch nicht wirklich damit begonnen. Derzeit arbeite ich noch an Kurzgeschichten, die in der Klingen-Welt spielen. Einige Geschichten dazu haben sich über die Jahre angesammelt, an weiteren schreibe ich, sodass hoffentlich nächstes Jahr eine Anthologie erscheinen kann. Danach werde ich mich an die Recherchen und das Entwerfen der Trilogie machen. Wahrscheinlich werden auch ein paar aus der ersten Trilogie bekannte, ältergewordene Figuren eine Rolle spielen. Im Mittelpunkt werden aber neue Figuren stehen. Man könnte sagen: die nächste Generation.

Warum?

Ich mag es nicht, Figuren, aus deren Sicht ich bereits eine Geschichte erzählt habe, noch einmal in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn sie also noch einmal vorkommen, bleiben sie mehr im Hintergrund und der Leser bekommt einen Blick von außen auf sie. So wiederhole ich mich nicht zu sehr.

„American Gods“ von Neil Gaiman wird als Fernsehserie umgesetzt. Das könnte der nächste Fantasy-Hit nach „Game of Thrones“ werden. Wie stehen die Chancen für eine Verfilmung Ihrer Werke?

Chancen bestehen, doch es ist immer ein langer Prozess. Als Autor hat man nur die Kontrolle über seine Bücher, aber wenn es um eine Verfilmung geht, mischen viele Leute mit. Also verkauft man die Rechte an jemanden, dem man vertraut und versucht danach besser nicht mehr daran zu denken. Allgemein stehen die Chancen für Fantasy-Stoffe gut, Terry Brooks „Shannara“ soll ja auch umgesetzt werden. Ich denke, dass wir in den kommenden Jahren einige Fantasy-Filme und -Serien zu sehen bekommen.