Herbstvorschau von Heyne: Fantasy 2018/2019

Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert. Noch immer dominieren Science-Fiction und Romantacy das Programm. Doch wer genauer in der Herbstvorschau von Heyne blättert, entdeckt bei der Fantasy 2018 ein paar Überraschungen – zum Beispiel Jasper Fforde.

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Heyne: Fantasy im Frühjahrsprogramm 2018

Heyne setzt derzeit vor allem auf Science-Ficiton, etwa mit Cixin Liu, Tal M. Klein und Michael Grumley. Doch im Frühjahrsprogramm spielt auch die Fantasy noch eine wichtige Rolle. Hier bedient Heyne in der Breite, also auch mit vielen Romantacy-Titeln oder Büchern, die früher einmal unter Mystery liefen. Fortsetzungen bestimmen dabei das Bild.

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Fischer Tor 2018: Voll auf Fantasy

Fischer Tor war angetreten, den deutschen Phantastik-Markt aufzumischen. In den ersten Programmen spielten Science-Fiction und Fantasy noch gleichwertige Rollen. Doch beim Blick auf das erste Programm 2018 fällt auf, dass sich das Gewicht vorerst in Richtung Fantasy verschoben hat. Das dürfte maßgeblich damit zusammen hängen, dass sich Fischer Tor die Werke eines der Schwergewichte der deutschen Fantasy gesichert hat: Bernhard Hennen.

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Piper-Fantasy im Herbst 2016 mit Christoph Hardebusch und Alexey Pehov

Die Zeit der neuen Vorschauen ist angebrochen, und mit Piper-Fantasy soll der Blick auf den Herbst 2016 beginnen. Beim Blick ins Fantasy-Programm von Piper fällt auf, dass der deutsche Schwerpunkt erhalten bleibt und man auch sonst auf bewährte Ware von Autoren setzt, mit denen der Verlag schon länger zusammenarbeitet. Zu diesen gehört Karl-Heinz Witzko, der es mit den Kobolden eher humoristisch versuchte, nun aber mit dem in sich abgeschlossenen Band „Blut der Götter“ in das düstere Fach wechselt.

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Frühjahrsprogramm Fantasy 2016: Blanvalet, Penhaligon und Heyne

Das Frühjahr beginnt blutig. Diesen Eindruck kann man zumindest aus der Vorschau auf das Frühjahrsprogramm Fantasy von Blanvalet gewinnen. Mitte Mai erscheint „Die Pforte der Schatten“ von Harry Connolly, eigentlich „The Way into Chaos“ (Der Weg ins Chaos). Darin sorgen Bestien für Chaos, die anstelle des Abendvolks den Weg durch die Pforte nehmen und die Führung eines Imperiums beseitigen. Ein Kronprinz überlebt natürlich. Was sich zuerst ziemlich klassisch anhört, soll sich durch Thriller-Elemente von anderen Fantasy-Werken abheben. Harry Connolly erhielt für das im Eigenverlag herausgegebene Original überwiegend positive Resonanz – zwei weitere Bände folgten.

Frühjahrsprogramm 2016 von Blanvalet

Bereits um den fünften Band von „Die Brücke der Gezeiten“ handelt es sich bei „Der Zorn des Propheten“ von David Hair, angekündigt für Mitte Mai. Der Kreuzzug erlebt darin einen Wendepunkt. Und vielleicht findet die High-Fantasy-Reihe doch noch eine breitere Leserschaft. Einen Monat später lässt David Dalglish ein weiteres Mal die Klingen tanzen. Ob von der ursprünglichen Rachegeschichte mehr geblieben ist, als ein Scherbenhaufen, ist in „Der Tänzer der Scherben“ nachzulesen. Die Neuveröffentlichung des Auftaktes der Midkemia-Saga nährt die Hoffnung, dass Blanvalet noch weitere Werke von Raymond Feist ins Programm holt.

Mitte Juli kommt mit „Die Klauen des Feuers“ der zweite Band des Drachenlieds von Daniel Avenson heraus, ehe die Sommerpause beginnt. Die endet Mitte September. Rechtzeitig zu den ersten Herbstnebeln erscheint „Nebelgänger“. Der im Münsterland lebende Bernhard Trechsel erzählt darin die Geschichte seines Assassinen Clach weiter, einem Mörder, der auch die Seelen seiner Opfer tötet. Für die Leser ist zu hoffen, dass die Intrigen – anders als im Marketing behauptet – nicht undurchdringlich sind.

Frühjahrsprogramm 2016 von Penhaligon

Wir bleiben in Westfalen: Penhaligon hat als Spitzentitel im Frühjahrsprogramm 2016 „Blut und Asche – Die Ankunft“ vorgesehen. Autor Tom Grimm lebt in der Nähe von Bielefeld. Der Auftaktband seiner Reihe, die in einem Inselreich spielt, soll nicht weniger als die deutsche Antwort auf George R.R. Martin darstellen – und beim deutschen Martin-Verlag sollte man das doch einschätzen können. Wo wir schon bei GRRM sind – oder bei GRRM by Penhaligon –, „Das Lied von Eis auf Feuer“ erscheint ab März als „Game of Thrones“ in fünf Bänden. Ob sich Band 6 dann auch inhaltlich an der Serie orientieren wird?

Schauen wir lieber auf die nackten Tatsachen im Frühjahrsprogramm von Heyne-Fantasy. Von Erika Johansen ist für Mitte April „Die Königin der Schatten – Verflucht“ angekündigt, der zweite Teil der Reihe. In „Königskrone“ führt Joe Abercrombie einen halben Krieg (Half a War), der die Bruchsee-Trilogie zum Abschluss bringt. Ebenfalls Anfang April erscheint eine andere Geschichte mit Anleihen an Wikinger: Bernhard Hennen und Robert Corvus stechen in See und setzen Kurs „Nordwärts“. So beginnt nicht nur eine Wettfahrt, sondern auch die Phileasson-Saga, die mit „Himmelssturm“ Anfang August gleich weitergeht und an die Welt des Schwarzen Auges anknüpft.

Frühjahrsprogramm 2016 von Heyne

Dazwischen erscheinen bei Heyne aber noch andere Fantasy-Bücher. Wir bleiben aber in Nordeuropa. Denn Maria Turtschaninoff kommt aus Finnland. Dort war sie mit „Maresi“ so erfolgreich, dass ihr Werk nächstes Jahr auch in Englisch und Deutsch erscheint. Heyne bringt „Das Lied der Insel“ im Mai heraus. Auf dieser Insel leben ausschließlich Frauen. Doch das friedliche Leben in der Roten Abtei endet, als ein Flüchtling zur Insel kommt.

Flüchtlinge im Reich ihres ermordeten Vaters sind die Geschwister Valyn, Kaden und Adare. Ob sie ihr Erbe retten können, enthüllt Brian Staveley in „Thron der Götter“ – Mitte Juni erscheint Band 3 der Trilogie. Ebenfalls Mitte Juni erscheint „Tanz der Klingen“. Jeff Salyards schildert darin die Erlebnisse einer Söldnertruppe aus Sicht eines Schreibers/Chronisten. Grimmig und düster wird es. Das dürfte auch auf „Schattenreiter“ zutreffen, den Debüt-Roman von Marc Turner, der im Juli 2016 herauskommt. Darin fordert ein Magier niemanden geringeren als den Herrn der Unterwelt heraus. Dazu bedient er sich des Buches der Verlorenen Seelen. Rezensionen der amerikanischen Ausgabe wecken die Hoffnung, dass man sich als Leser in der Geschichte verlieren kann.

Das Herbstprogramm 2015 von Heyne-Fantasy mit Bernhard Hennen und Saladin Ahmed

Besser spät als nie: Die Vorschau auf das Herbstprogramm 2015 von Heyne-Fantasy ist zwar schon ein wenig länger verfügbar, doch da der erste Titel im Oktober herauskommt, lohnt sich noch der Blick voraus. Bernhard Hennen ist der einzige Fantasy-Vertreter im Hardcover-Programm. Seine Drachenelfen setzen in Band 5 den „Himmel in Flammen“ und schließen damit eine weitere epische Episode der Elfen-Saga ab.

Blausteinkriege und ein Thron in Flammen

Das Brüderpaar Tom und Stephan Orgel, das als T.S. Orgel bereits dreimal Orks auf Zwerge hetzen durfte, beginnt im Oktober „Die Blausteinkriege“. „Das Erbe von Berun“ lautet der Titel des Auftaktbandes der Fantasy-Reihe. Der Versuch, im Marketing Parallelen zu Joe Abercrombie zu ziehen, ist nicht zu übersehen. Aus einem Barbaren, einem Magier und einem Inquisitor in der Beschreibung der Klingen-Romane werden ein Straßenmädchen, ein Garderitter und ein Geheimagent. Und um noch einen draufzusetzen, werden „Die Blausteinkriege“ gleich zum deutschen Game of Thrones erklärt. Wenn das mal nicht falsche Erwartungen weckt.

Mit einem Thron geht es Anfang November weiter. Dann erscheint mit „Thron in Flammen“ der zweite Band der Chroniken um den Unbehauenen Thron von Brian Staveley. Der erste Band „Der verlorene Thron“ überzeugte, sodass die Vorfreude auf das epische 800-Seiten-Werk hoch ist. Weniger actionlastig dürfte das Debüt von Carolin Wahl ausfallen. „Die Traumknüpfer“ handelt von vier Jahreszeitenvölkern, die über magische Splitter, die göttliche Kräfte verleihen können, miteinander in Konflikt geraten. Mit der Kapuzenfigur auf dem Titel braucht das Werk schon einmal nicht den Vergleich mit bekannteren Werken zu scheuen.

Schwerter im Norden und in der Dämmerung

Im neuen Jahr geht es etwas düsterer weiter. Luke Scull hatte mit „Schattenkrieger“ eine Geschichte um eine verfallende Welt begonnen, die wohl an die Erfolge von Joe Abercrombie anknüpfen sollte. Doch dazu reichte es bei weitem nicht. Mit „Schwert des Nordens“ kommt im Januar 2016 die Fortsetzung heraus. Bei „Das Duell der Prinzen“ handelt es sich ebenfalls um eine Fortsetzung. C.S. Pacat schreibt das Prinzen-Gambit weiter, das mit „Der verschollene Prinz“ begonnen hatte. Die Hauptfigur heißt übrigens Damen, weshalb Damengambit – zumindest für Schachfreunde – der bessere Titel für die Reihe gewesen wäre.

Deutlich origineller verspricht der Februar zu werden. Dann erscheint mit „Das Schwert der Dämmerung“ der Debüt-Roman von Saladin Ahmed. Der Amerikaner entwirft darin eine an den Orient angelehnte Fantasy-Welt, mit Ghulen, Djinns und Intrigen. Rezensionen zur Originalausgabe fallen so positiv aus, dass man hier vom Highlight des Herbstprogramms 2015 von Heyne-Fantasy sprechen kann. Nicht vergessen sollte man aber Miles Cameron. Nach vielen Wendungen und Umwegen bringt er seine Geschichte um Ritter, Drachen und Glauben in „Der Drache erwacht“ im März voran. Und es wird nur vordergründig um ein Turnier gehen.