Abstimmen beim Buchblog-Award 2017

Blogger und ihre Blogs haben nicht nur die Verlage als nützliche Multiplikatoren für sich entdeckt. Auch bei den Buchmessen sind sie gern gesehene Gäste – und sollen durch Preise Aufmerksamkeit bekommen. NetGalley und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels loben erstmalig den Buchblog-Award 2017 aus. Verliehen wird er auf der Frankfurter Buchmesse. Der Fantasy Weblog ist auf der Longlist. Um es auf die Shortlist zu schaffen, braucht es fleißiges Abstimmen, daher dieser Beitrag in eigener Sache.

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DPP im Heitz-Fieber

Man brauchte kein Prophet zu sein, um zwei sichere Finalisten für den Deutschen Phantastik Preis (DPP) 2010 vorherzusagen. DPP-Abonnent Markus Heitz war schon von der Jury auf die Vorschlagsliste für die Vorrunde des Publikumspreises  gesetzt worden. Doch wahrscheinlich hätten es „Drachenkaiser“ und „Gerechter Zorn“ auch ohne diese Hilfe unter die besten fünf der Hauptrunde geschafft. Mahet selbst sagt dazu: „Immerhin mache ich mir wenigstens in diesem Jahr im gleichen Genre Konkurrenz. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Hurra!“

Die Hoffnung seiner Konkurrenten dürfte sein, dass sich die beiden Heitz-Romane gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Und es sind keine Leichtgewichte, die dort antreten. Doch können Bernhard Hennen, Kai Meyer und Frank Schätzing wirklich erneute Heitz-Festspiele verhindern?

Bis Ende August beim DPP abstimmen

Bei den übrigen Kategorien fällt auf, dass das 19. Jahrundert in Person und als gewählte Erzählepoche  stark vertreten ist. Nicht nur ist Jules Verne steht zur Wahl, auch Dan Simmons mit „Drood“ und Victoria Schlederer (wenn man 1909 noch gelten und das 20. Jahrhundert erst mit dem Ersten Weltkrieg beginnen lässt) sind in der Endrunde. Auch scheint die Vormachtstellung der Fantasy etwas zurückzugehen.

Bei den Internetseiten ist Vorjahressieger Fantasyguide dabei, Zauberspiegel (die sich auch nicht-phantastischen Genres gegenüber öffnen), Geisterspiegel (dito), das SF-Netzwerk und die Bibliotheka Phantastika.

Die Abstimmung zur Hauptrunde des DPP läuft noch bis Ende August, die Preisverleihung ist dann wie üblich im Oktober.

Leserpreis für mehr Lesespaß

Und noch ein Publikumspreis – jeder, der dieses Jahr schon einmal ein Buch in der Hand gehabt hat oder jemanden kennt, der eines im Regal stehen hat, darf jetzt über „Die besten Bücher 2009“ abstimmen. Nun gut, Internetzugang wird noch vorausgesetzt, aber ansonsten sind die Zugangshürden so gering wie möglich gehalten (nicht einmal eine Mailadresse muss bislang genannt werden). Die Stiftung Lesen und Lovelybooks haben diesen neuen Leserpreis zusammen ausgerufen.

Der Preis wird in den Kategorien Spannung, Romantik, historische Romane, Fantasy/Science Fiction (könnte Phantastik meinen) und allgemeine Literatur (alles, was nicht in die anderen Kategorien passt) verliehen. Hinzu kommen ein Preis für das schönste Cover, den besten Titel und den besten Klappentext. Letztere Kategorie soll nach Angaben von Lovelybooks gute Klappentexte ehren und zum Vorbild machen, da manchmal das Gefühl entstehe, die Texte seien von Menschen geschrieben, die das Buch gar nicht gelesen hätten. Nominiert ist etwa „Die Saat“.

Die Genres sind laut Stiftung Lesen so grob gehalten, um die Teilnehmer nicht dadurch  zu lähmen, dass sie erst die passende Kategorie finden müssen. Allerdings erwartet die Ausrichter noch ein großes Sortierverfahren nach Abschluss der Nominierungsrunde. Das wird dann die letzte Chance, um zu verhindern, dass Stephenie Meyer in den Kategorien Romantik und Fantasy gewinnt.

Nominiert werden können Bücher, die 2009 erschienen sind. Pat Rothfuss hat es trotzdem irgendwie auf die Liste geschafft. Aber der kennt ja auch den Namen des Windes.  Bücher, die im November/Dezember erscheinen, erhalten dann 2010 eine Chance. Die häufigsten Nennungen schaffen es in die Abstimmungsphase, die am 16. November beginnt und einen Monat geht. Bei Stimmengleichheit soll es sowohl bei Nominierung als auch bei den Siegern noch eine Stichwahl geben.

Die spannende Frage ist, braucht es einen solchen Preis? Warum wurde er überhaupt ins Leben gerufen? „Motivation durch Partizipation“ ist das Motto des Preises. Wer gerne liest, soll sich mit anderen darüber austauschen können und sein eigenes Leseverhalten reflektieren. Natürlich sollen damit auch Leser Lesern Bücher empfehlen und Lovelybooks, die den Preis so liebenswert mit einer glücklichen Familie präsentieren, soll sicherlich ein wenig bekannter werden.

P.S. Markus Heitz hat es in der Kategorie Fantasy bislang nur mit Drachenkaiser zur Erwähnung gebracht. Die Albae und ihre Legenden können es aber noch immer auf die Shortlist schaffen.