Finale verschoben bei Brent Weeks und Peter V. Brett

Auf die Fortsetzung zu warten, fällt nicht leicht. Vor allem wenn Reihen kurz vor dem Abschluss stehen, ist es für Leser schwer, nicht die Geduld zu verlieren. Aktuell ist bei zwei Fantasy-Reihen das Finale verschoben: Bei Brent Weeks und Peter V. Brett heißt es derzeit warten.

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Düsterer Ruhm – Licht-Saga 5 von Brent Weeks

Brent Weeks: Düsterer Ruhm - Licht-Saga 5

Brent Weeks: Düsterer Ruhm – Licht-Saga 5

Mit „Düsterer Ruhm“ biegt Brent Weeks langsam auf die Zielgeraden seiner Licht-Saga ein. Die Handlungsstränge wollen verknüpft und zu einem Ende gebracht werden. Doch so richtig beginnt er damit erst gegen Ende dieses in der Übersetzung fünften Bandes. Aber der Reihe nach …

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Vorschau: Blanvalet- und Penhaligon-Fantasy-Programm im Herbst und Winter 2016/2017

Das Fantasy-Herbstprogramm 2016 von Blanvalet hält nur wenige Überraschungen bereit. Der Verlag setzt etwa nach dem Serien-Erfolg von Shannara und der Ankündigung einer zweiten Staffel auf eine Neuausgabe der Bücher von Terry Brooks. Neues gibt es hingegen von Brent Weeks und Steven Erikson. Doch der Reihe nach.

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Frühjahrsprogramm Fantasy 2016: Blanvalet, Penhaligon und Heyne

Das Frühjahr beginnt blutig. Diesen Eindruck kann man zumindest aus der Vorschau auf das Frühjahrsprogramm Fantasy von Blanvalet gewinnen. Mitte Mai erscheint „Die Pforte der Schatten“ von Harry Connolly, eigentlich „The Way into Chaos“ (Der Weg ins Chaos). Darin sorgen Bestien für Chaos, die anstelle des Abendvolks den Weg durch die Pforte nehmen und die Führung eines Imperiums beseitigen. Ein Kronprinz überlebt natürlich. Was sich zuerst ziemlich klassisch anhört, soll sich durch Thriller-Elemente von anderen Fantasy-Werken abheben. Harry Connolly erhielt für das im Eigenverlag herausgegebene Original überwiegend positive Resonanz – zwei weitere Bände folgten.

Frühjahrsprogramm 2016 von Blanvalet

Bereits um den fünften Band von „Die Brücke der Gezeiten“ handelt es sich bei „Der Zorn des Propheten“ von David Hair, angekündigt für Mitte Mai. Der Kreuzzug erlebt darin einen Wendepunkt. Und vielleicht findet die High-Fantasy-Reihe doch noch eine breitere Leserschaft. Einen Monat später lässt David Dalglish ein weiteres Mal die Klingen tanzen. Ob von der ursprünglichen Rachegeschichte mehr geblieben ist, als ein Scherbenhaufen, ist in „Der Tänzer der Scherben“ nachzulesen. Die Neuveröffentlichung des Auftaktes der Midkemia-Saga nährt die Hoffnung, dass Blanvalet noch weitere Werke von Raymond Feist ins Programm holt.

Mitte Juli kommt mit „Die Klauen des Feuers“ der zweite Band des Drachenlieds von Daniel Avenson heraus, ehe die Sommerpause beginnt. Die endet Mitte September. Rechtzeitig zu den ersten Herbstnebeln erscheint „Nebelgänger“. Der im Münsterland lebende Bernhard Trechsel erzählt darin die Geschichte seines Assassinen Clach weiter, einem Mörder, der auch die Seelen seiner Opfer tötet. Für die Leser ist zu hoffen, dass die Intrigen – anders als im Marketing behauptet – nicht undurchdringlich sind.

Frühjahrsprogramm 2016 von Penhaligon

Wir bleiben in Westfalen: Penhaligon hat als Spitzentitel im Frühjahrsprogramm 2016 „Blut und Asche – Die Ankunft“ vorgesehen. Autor Tom Grimm lebt in der Nähe von Bielefeld. Der Auftaktband seiner Reihe, die in einem Inselreich spielt, soll nicht weniger als die deutsche Antwort auf George R.R. Martin darstellen – und beim deutschen Martin-Verlag sollte man das doch einschätzen können. Wo wir schon bei GRRM sind – oder bei GRRM by Penhaligon –, „Das Lied von Eis auf Feuer“ erscheint ab März als „Game of Thrones“ in fünf Bänden. Ob sich Band 6 dann auch inhaltlich an der Serie orientieren wird?

Schauen wir lieber auf die nackten Tatsachen im Frühjahrsprogramm von Heyne-Fantasy. Von Erika Johansen ist für Mitte April „Die Königin der Schatten – Verflucht“ angekündigt, der zweite Teil der Reihe. In „Königskrone“ führt Joe Abercrombie einen halben Krieg (Half a War), der die Bruchsee-Trilogie zum Abschluss bringt. Ebenfalls Anfang April erscheint eine andere Geschichte mit Anleihen an Wikinger: Bernhard Hennen und Robert Corvus stechen in See und setzen Kurs „Nordwärts“. So beginnt nicht nur eine Wettfahrt, sondern auch die Phileasson-Saga, die mit „Himmelssturm“ Anfang August gleich weitergeht und an die Welt des Schwarzen Auges anknüpft.

Frühjahrsprogramm 2016 von Heyne

Dazwischen erscheinen bei Heyne aber noch andere Fantasy-Bücher. Wir bleiben aber in Nordeuropa. Denn Maria Turtschaninoff kommt aus Finnland. Dort war sie mit „Maresi“ so erfolgreich, dass ihr Werk nächstes Jahr auch in Englisch und Deutsch erscheint. Heyne bringt „Das Lied der Insel“ im Mai heraus. Auf dieser Insel leben ausschließlich Frauen. Doch das friedliche Leben in der Roten Abtei endet, als ein Flüchtling zur Insel kommt.

Flüchtlinge im Reich ihres ermordeten Vaters sind die Geschwister Valyn, Kaden und Adare. Ob sie ihr Erbe retten können, enthüllt Brian Staveley in „Thron der Götter“ – Mitte Juni erscheint Band 3 der Trilogie. Ebenfalls Mitte Juni erscheint „Tanz der Klingen“. Jeff Salyards schildert darin die Erlebnisse einer Söldnertruppe aus Sicht eines Schreibers/Chronisten. Grimmig und düster wird es. Das dürfte auch auf „Schattenreiter“ zutreffen, den Debüt-Roman von Marc Turner, der im Juli 2016 herauskommt. Darin fordert ein Magier niemanden geringeren als den Herrn der Unterwelt heraus. Dazu bedient er sich des Buches der Verlorenen Seelen. Rezensionen der amerikanischen Ausgabe wecken die Hoffnung, dass man sich als Leser in der Geschichte verlieren kann.

Blanvalet und Penhaligon: Fantasy-Frühjahrsprogramm 2015

Der Winter naht – Zeit für das Frühjahrsprogramm von Blanvalet und Penhaligon. Während das Penhaligon-Programm dünn bleibt, ist bei Blanvalet das Fantasy-Angebot etwas größer. Dazu gehört etwa die im Mai erscheinende Anthologie „Königin im Exil“, die 21 Kurzromane enthält. Als Zugpferde dienen George R.R. Martin und Gardner Dozois. Außerdem enthält die Sammlung Geschichten von Joe Abercrombie und Brandon Sanderson (die sonst bei Heyne erscheinen) sowie von Diana Gabaldon.

Fantasy von Blanvalet im Frühjahr 2015

Ebenfalls im Mai kommt die Fortsetzung von „Der Tänzer der Schatten“ heraus. Dass es bei David Dalglish und „Der Tänzer der Klingen“ um düstere Helden-Fantasy geht, versteht sich bei den Titeln von selbst. Ebenfalls im Wonnemonat bleibt Torsten Fink in der Welt seines Schattenprinzen, beginnt mit „Der Erbe des Skorpions“ jedoch eine neue Geschichte. Man darf gespannt sein, wie er die Geschichte um einen Leibwächter, der die Seiten wechselt, spinnt.

Fantasy aus dem Emsland? Warum nicht. Doch ob Bernhard Trecksel wirklich zum neuen Star der deutschen Fantasy avanciert, wollen wir mal abwarten. Blanvalet untermauert diese Ankündigung mit dem Juni-Titel „Nebelmacher“, einem Fantasy-Roman um einen Assassinen, der Körper und Seele töten kann. Außerdem erscheint im Juni mit „Der Wille des Drachen“ der dritte und letzte Band  von Cinda William Chimas Trilogie um Jack, den letzten Krieger.

Brent Weeks, Jim Butcher und Mark Barnes

Im Juli wagt Blanvalet einen Neuanlauf in der High Fantasy. Daniel Arenson beginnt sein Drachenlied mit „Der Atem des Feuers“. Klingt zunächst konventionell, allerdings soll der kanadische Autor als Self-Publisher sehr erfolgreich gewesen sein. Exotischer ist „Die Fäden der Zeit“, das Debüt von Lori M. Lee, das in einem Slum angesiedelt ist und sich um ein Geschwisterpaar dreht.

Auf die Fortsetzung der Licht-Trilogie haben Fans von Brent Weeks lange warten müssen. Doch es hat seinen Büchern gut getan, dass er sie nicht in so kurzem Abstand wie bei der Schatten-Trilogie schreiben musste. Und so darf man gespannt sein, wie er die Geschichte um Gavin Guile, seinen Sohn Kip und die anderen weiterführt. Mitte August kommt „Sphären der Macht“ heraus. Und Band 4 steht noch aus.

Und im September können alle, die den Codex von Alera mögen oder nach neuem Stoff suchen, sich mit Jim Butcher auf Luftschiffe wagen. „Windjäger“ heißt der erste Band einer neuen Reihe um das Luftschiff mit Namen Jäger. Wer sich von einigen Unzulänglichkeiten in Mark Barnes‘ Geschichte nicht hat abschrecken lassen, kann sich zudem auf „Die Säulen aus Sand“ freuen. Auf Band 3 prangt ein Löwen-Wappen.

Penhaligon mit Martin und David Hair

Der Star im Frühjahrsprogramm 2015 von Penhaligon ist sicherlich George R.R. Martin mit seinem Bildband „Westeros“. Doch das ist nicht der einzige Fantasy-Titel in der Liste. Ende Juni kommt der dritte Teil der „Brücke der Gezeiten“. In „Die scharlachrote Armee“ setzt David Hair seine Geschichte um die beiden Kontinente fort, die nur während der Mondflut durch eine Brücke verbunden sind. Wie alle Leser der ersten Bände wissen, ist nun die Zeit des Krieges gekommen. Und da ein Originalband auf zwei deutsche Bücher aufgeteilt wird, dürfte bereits ein Titel für das Herbstprogramm feststehen. Im Juni erscheint neben „Brücke der Gezeiten 3“ noch „Nachtmahr – Die Schwester der Königin“ von Ulrike Schweikert.

Herbstvorschau Heyne, Blanvalet und Penhaligon 2014: Wenig Fantasy

George R.R. Martin und dann lange nichts. So könnte man die Herbstvorschauen 2014 von Heyne, Blanvalet und Penhaligon zusammenfassen. Das ist natürlich sehr pauschal geurteilt, doch zeigt sich ganz deutlich der Trend, zu veröffentlichen, was sich ziemlich sicher verkauft. Und da steht G.R.R. Martin weit oben auf der Liste.

Heyne bringt im November 2014 und Februar 2015 Kurzgeschichtensammlungen heraus. „Traumlieder“ und „Schwertlieder“ sind zwar deutsche Erstausgaben, doch dass sie erst in der Übersetzung erscheinen, als die Verkaufszahlen des „Liedes von Eis und Feuer“ durch die Decke gehen (laut Penhaligon mehr als 3,5 Millionen Gesamtauflage), spricht Bände. Auch Penhaligon will da weiter mitmischen und bringt die Wild-Cards-Reihe in Deutsch heraus. Auch diese Geschichten aus einer Welt, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund eines Virus‘ anders entwickelt, ist beileibe nicht neu. Eine erste Serie erschien bereits Ende der 80er-Jahre, nach Martins Erfolg mit dem „Lied von Eis und Feuer“ kam es 2008 zu einer Wiederbelebung. „Inside Straight“ kam damals als erster von bislang vier Bänden heraus und ist ab August in der deutschen Übersetzung erhältlich.

Herbstvorschauen 2014: Dann ist da noch der Hobbit

Nicht vergessen darf man jedoch, dass es vor Martin bereits Tolkien gab. Dessen Hobbit wurde ja in einer dreiteiligen Verfilmung zum Riesen. Da der dritte Teil im Dezember in die Kinos kommt, sollen Bücher, die irgendwie einen Bezug dazu haben, um diese Zeit erscheinen. Bei Heyne sind das „Die letzte Schlacht der Halblinge“ von Dennis L. McKiernan und „Orks vs. Zwerge – Der Schatz der Ahnen“ von den Orgels.

Heyne setzt außerdem natürlich auf das hauseigene Zugpferd Joe Abercrombie. Der hat nämlich ein neues Werk abseits der Klingen-Welt begonnen, die sich mehr an jüngere Leser richtet. „Königsschwur“ erscheint im Februar 2015, ein weiterer Band dürfte ein paar Monate später folgen. Freuen dürfen sich Fantasy-Leser auf den vierten Band der „Chroniken von Thomas Covenant“, Stephen Donaldons „Die letzte Dunkelheit“ kommt im April heraus. Zum Abschluss wird im selben Monat die Wächter-Reihe von Sergei Lukianenko kommen. „Die letzten Wächter“ dürften Anton noch einmal fordern. Bereits im Januar kommt „Der Ruf des Drachen“ heraus, der zweite Teil von Pierre Grimberts „Saga von Licht und Schatten“.

Blanvalet und Penhaligon im Herbst 2014

Was bei Penhaligon außer den „Wild Cards“ von Martin noch erscheint, ist schnell erzählt. Für mit Harry Potter und Tintenherz großgewordene Leser gehen die Abenteuer von Jake Djones weiter. Damian Dibben stellt im Oktober 2014 „Die Dynastie des Bösen“ vor, Andrea Schacht schickt ihre Katzen bereits einen Monat zuvor zum „Jägermond“ und Trudi Canavan startet im November ihre neue Trilogie mit „Die Begabte“ (dieses Mal zeigt die Kapuzenheldin auf dem Titel erstaunlich viel Busen).

Blanvalet setzt vor Weihnachten angefangenes fort. Mark Barnes schreibt die Geschichte der „Echoes of Empire“ weiter, Band 2 heißt in Deutsch „Das schwarze Herz“. Im neuen Jahr geht es mit der „Bibliothek der schwarzen Magie“ passend los; „Die Wissende“ ist der Titel der neuen Reihe von Christopher Nuttal. Düsterer als schwarz könnte noch „Das Tor der Erlöser“ werden, denn Adam J. Dalton bietet zum Jahreswechsel heroische Fantasy (Fortsetzung von „Das Wispern der Schatten“).

Deutsche Autoren hat Blanvalet auch im Angebot. Von Torsten Fink kommt im Februar „Tochter der Schwarzen Stadt“ heraus. Auch Fink setzt also nach seinen Assassinen-Büchern weiter auf düsterere Settings. Auf den Meister der zynisch-dunklen Geschichten verweist der Verlag gar für eine Neuerscheinung im März: „Das Schwert der Drachen“ stammt aus der mächtigen Feder von Wolfgang Thon. Im April folgen schließlich noch „Der unrechte Wanderer“ von Michael Marcus Thurner sowie „Das Vermächtnis der Zauberer“ von Cinda Williams Chima.

Fantasy-Vorschau Januar 2013: Blendende Klingen und Schwerter

Richard Morgan: Das kalte Schwert

Richard Morgan: Das kalte Schwert

Der Januar ist bereits fast zur Hälfte vorbei, da wird es Zeit, auf die Neuerscheinungen einzugehen. Bereits in Auslieferung befindet sich „Das kalte Schwert“ von Richard Morgan. In der bei Heyne erschienenen Fortsetzung von „Glühender Stahl“ geht der Kampf des Ringil Eskiath gegen sich selbst, Homophobe und schreckliche Feinde weiter. Während er letzteren Gruppen mit dem Schwert in der Hand gegenübertreten kann, muss er seine eigenen Probleme und Schuldgefühle allein überwinden. Sonderlich sympathisch ist Morgans Anti-Held nicht. Und enthielt Band 1 bereits einige Längen, so steht zu befürchten, dass es noch mehr werden, da „Das kalte Schwert“ mit rund 700 Seiten noch einmal 150 Seiten länger ist.

Cover von Der Hueter des Schwertes

Duncan Lay: Der Hüter des Schwertes

Um ein Schwert geht es auch in einer neuen Veröffentlichung aus Australien, die am 21. Januar herauskommt. Duncan Lay erzählt in „Der Hüter des Schwertes“ die Geschichte von Martil, einem Mann, der viel für Volk und Vaterland getan und dabei große Schuld auf sich geladen hat. Doch für seine Königin kehrt er in den aktiven Dienst zurück. Übersetzt wurde das Werk – im Original bereits 2009 erschienen – von Michaela Link, die sich auch um die Fortsetzung kümmert, die bereits für Mai angekündigt ist und ebenfalls bei Blanvalet erscheinen wird.

Cover von Die blendende Klinge

Brent Weeks: Die blendende Klinge

Dort kommtam 21. Januar auch der zweite Band der Licht-Trilogie heraus. „Die blendende Klinge“ von Brent Weeks (übrigens von Hans Link und Clemens Brunn übersetzt) setzt die Geschichte des schwarzen Prismas und des Kampfes von Gavin und seinen Verbündeten gegen schreckliche Mächte fort. Dass Gut und Böse bei Brent Weeks nicht so leicht zu trennen sind, weiß jeder Leser des ersten Bandes oder auch der Schatten-Trilogie. In der Licht-Trilogie zeigt es sich etwa an der Hauptfigur Gavin, der seinen eigenen Zwillingsbruder seit 16 Jahren gefangen hält. Die Fans dürfen sich auf eine epische Geschichte freuen; 960 Seiten ist die deutsche Ausgabe der „Blendenden Klinge“ dick.