Die besten Fantasy-Bücher 2021 im Jahresrückblick

Die besten Fantasy-Bücher 2021
Auch ein Buchrücken kann entzücken: 8 der 22 rezensierten Fantasy-Bücher 2021 in der Printausgabe. Foto: Jörn Käsebier

Ende des Jahres ist es an der Zeit, auf die besten Fantasy-Bücher 2021 zurückzublicken. Die Grundlage ist ordentlich: Mit 22 Rezensionen sind es rund zwei pro Monat geworden. Schauen wir, welche Debüts, Fortsetzungen und Reihen herausragten.

Kurz vor Jahresende erschienen noch einmal drei spannende Fantasy-Bücher. Da reichte aber die Zeit nicht mehr sie zu lesen und zu besprechen. Doch 22 rezensierte Titel auf dem Blog ist immer noch mehr als vor einem Jahr zu erwarten war. Für die Statistik vielleicht noch interessant: 14 Bücher davon waren von Autoren, 8 von Autorinnen (2020 war das Verhältnis 17:9). Wobei von drei Autoren jeweils zwei Titel dabei waren.

Bestes Debüt 2021

Daevabad 1 von S. A. Chakraborty
S. A. Chakraborty: Die Stadt aus Messing

Bei den Erstlingen fiel in diesem Jahr die Wahl sehr schwer. Auf zwei sehr unterschiedliche Bücher lief es hinaus. Knapp die Nase vorn hat „Die Stadt aus Messing“. Das Buch von S. A. Chakraborty nimmt die Leserinnen und Leser mit nach Kairo und von dort in eine Parallelwelt der Dschinns. Auch dort gibt es Diskriminierung und Konflikte, deren Ursachen weit zurückreichen. Eine faszinierende Geschichte nimmt da ihren Anfang. Ein völlig anderer Roman ist „Der Uhrmacher in der Filigree Street“. Die Handlung spielt im viktorianischen London und in Japan. Mehr zu Natasha Pulleys Buch in der Rezension.

Auf ein weiteres Buch sei an dieser Stelle verwiesen, bei dem es sich nicht um ein klassisches Debüt handelt, sondern ein Verlagsdebüt. Mit „Die Götter müssen sterben“ hat Nora Bendzko einen Roman vorgelegt, der historischen Hintergrund und Mythen verbindet und bei aller Historie sehr modern ist.

Fortsetzungen des Jahres

Rabenschatten 2 Anthony Ryan
Anthony Ryan: Das Schwarze Lied

Fortsetzungen dominierten die großen Verlagsprogramme auch im zurückliegenden Jahr. Bei erfolgreichen ersten Bänden ein gutes Geschäft, bei nicht so erfolgreichen freuen sich Fans, wenn es überhaupt weitergeht. Bei Anthony Ryan stand dies bei der Rabenklinge nicht zur Debatte. Mit „Das Schwarze Lied“ gelang ihm im zweiten Band eine Steigerung zum Vorgänger und zudem ein guter Abschluss der Geschichte um Vaelin al Sorna.

Ist Zwerge 6 nun eine Fortsetzung oder ein Neustart? Inhaltlich eher das Zweite. In jedem Fall ist es Markus Heitz gelungen, neuen Schwung in die Zwerge-Reihe zu bringen. „Die Rückkehr der Zwerge“ soll hier daher nicht fehlen. Ähnlich verhält es sich mit „Der Prinz der Wüste“ von Peter Brett. Zum einen setzt der Amerikaner die Dämonen-Saga fort, zum anderen steht eine neue Generation im Mittelpunkt.

Jahresrückblick 2021: Beste Trilogie/Reihe

Das Spiel der Götter
Das Spiel der Götter geht mit den Bänden 18 und 19 zu Ende. Foto: Jörn Käsebier

Dieses Jahr steht mal nicht eine neue Reihe oder Trilogie im Mittelpunkt. Denn 2021 war das Jahr, in dem endlich „Das Spiel der Götter“ nach mehr als 20 Jahren auch in der deutschen Fassung zum Abschluss kam. Die Reihe von Steven Erikson zählt zu den besten, die jemals geschrieben wurden und erhielt ein Finale, das dieser Einschätzung würdig ist. Und da sie nun komplett als Taschenbuch vorliegt, gibt es auch keine Ausreden mehr, nicht mit ihr anzufangen.

Im Gegensatz dazu steht eine neue Serie von Kevian Hearne. „Tinte und Siegel“ ist nicht sonderlich komplex. In diesem Roman geht es mehr um den Humor, schottische Lebenskultur und eine Mischung aus Magie und Hochtechnologie. „Die Chronik des Siegelmagiers“ bietet damit gute Unterhaltung.

Ausblick 2022

Bleibt der Blick nach vorn. Die Frühjahrsvorschauen 2022 lassen erahnen, wie es in den kommenden Monaten weitergeht. Die Verlags-Programme sind in der ersten Jahreshälfte überwiegend dünn, doch gibt es rühmliche Ausnahmen wie Panini. Manche Veröffentlichungstermine dürften sich wegen der Pandemie, der Papierpreise und fehlenden Druck- und Lieferkapazitäten aber noch verschieben.

Was wäre der letzte Beitrag des Jahres ohne ein Dankeschön an die, die einmal, zweimal oder vielmals hier waren? Das Lesen, Liken und Kommentieren der Artikel ist ein wichtiges Feedback, das motiviert weiter zu recherchieren, zu rezensieren und zu veröffentlichen. Auch das Verlinken und Teilen auf anderen Kanälen ist eine tolle und wichtige Unterstützung. 2022 geht es hier weiter. Schon im Januar stehen mindestens zwei Rezensionen an. Auf welche Fantasy-Bücher freut ihr euch? Und welche habt ihr bei den Rezensionen 2021 vermisst?

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