Kevin Hearne: Tinte und Siegel – Die Chronik des Siegelmagiers 1

Kevin Hearne Tinte und Siegel
Liebhaber von Füllern, Tinte und Papier kommen in Tinte und Siegel von Kevin Hearne voll auf ihre Kosten. Foto: Jörn Käsebier

Al MacBharrais kann sein Pech nicht fassen: Bereits sein siebter Gehilfe starb innerhalb weniger Jahre durch einen Unfall. Doch der Siegelagent kann nicht nur mit Tinte und Siegel gut umgehen. Er hat auch eine Spürnase für Sachverhalte, bei denen es nicht mit rechten Dingen zugeht. Und so macht er sich an Ermittlungen, die ihn zur Welt der irischen Götter und Feen führen.

Mit „Tinte und Siegel“ kehrt Kevin Hearne, nach einem Ausflug in eine ganz andere Welt mit „Das Spiel des Barden“, zu seinen Wurzeln zurück. Denn „Die Chronik des Siegelmagiers“ spinnt auf neuen Pfaden „Die Chronik des Eisernen Druiden“ weiter (daher wohl auch der deutsche Reihentitel). Atticus hat sogar einen kleinen Gastauftritt. Dennoch muss man die Ursprungsreihe nicht gelesen haben.

Tinte und Siegel in Schottland

Die Handlung spielt überwiegend in Glasgow. Kevin Hearne bemüht sich darüber hinaus, auch ein wenig schottische Lebenskultur einzubringen. Das gilt für Whiskey und Gin, aber auch für das bekannte Gericht Haggis und einige Begriffe. Hearne übertreibt es aber nicht damit, sodass nicht ständig Begriffe erläutert werden müssen. Der Übersetzer hat es auch so schon schwer genug, haben wir es doch mit einer Welt zu tun, in der Magie und Sagen auf Hochtechnologie treffen. Das führt dann schon einmal dazu, dass Wallpaper wörtlich als Tapete übersetzt wird, die auf einem Smartphone oder Bildschirm jedoch nichts zu suchen hat.

Auch sonst übertreibt der amerikanische Autor nicht. Die Geschichte ist nicht überladen, die Zahl der wichtigen Figuren bleibt überschaubar und die Nebenfiguren sind interessant genug, dass man sie gern künftig näher kennenlernen möchte.

Die Chronik des Siegelmagiers wird fortgesetzt

Die Chronik des Siegelmagiers
Kevin Hearne: Tinte und Sigel

Kevin Hearne ist ein unterhaltsames, zum Teil aberwitziges Buch gelungen. Gekonnt verbindet er Fantasy-Elemente mit Stoffen aus Detektiv- und Agentenromanen. Oder, um es mit Bildern aus dem Roman zu sagen: Hearne verbindet ganz unterschiedliche Geschmacksrichtungen zu einem Gesamterlebnis, das seine Leser wie gute Hausmannskost satt und zufrieden zurücklässt.

„Tinte und Siegel“ ist zudem nur der Auftakt zur „Chronik des Siegelmagiers“. Im Sommer 2021 soll Band 2 im Original erscheinen. Die deutsche Übersetzung könnte also im Frühjahr 2022 herauskommen. Die Handlung wird dieses Mal überwiegend in Australien spielen.

„Tinte und Siegel – Die Chronik des Siegelmagiers 1“ von Kevin Hearne ist bei Klett-Cotta erschienen. In der Klappenbroschur-Ausgabe geht das Buch über 384 Seiten und kostet 15 Euro. Der Preis des E-Books beträgt 11,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Friedrich Mader.

3 Gedanken zu „Kevin Hearne: Tinte und Siegel – Die Chronik des Siegelmagiers 1

  1. Pingback: „Tinte & Siegel – Die Chronik des Siegelmagiers 1“ von Kevin Hearne – Nicht noch ein Buchblog!

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