Steven Erikson: Die Flucht der Kinder

Steven Erikson Die Flucht der Kinder

In „Das Spiel der Götter“ spielen Portale und Tore  eine große Rolle, so auch in „Die Flucht der Kinder“ von Steven Erikson. Foto: Jörn Käsebier

Das Buch von Steven Erikson beginnt mit der titelgebenden Flucht der Kinder. Deren Ziel ist das Überleben. Und auch wenn viele sterben, haben die anderen die Hoffnung auf Rettung nicht aufgegeben. Auch wenn sie allenfalls ahnen können, dass sie nur Spielbälle im Kampf der mächtigen Götter sind.

Steven Erikson lüftet Geheimnisse

Der Zug der Kinder erinnert zunächst an die vorherigen düsteren Bände der Reihe. Doch Steven Eriksons „Die Flucht der Kinder“ ist nicht mehr ganz so vom Thema Tod geprägt. Das fällt vor allem bei den Knochenjägern auf. Sie wissen, dass sie in der Auseinandersetzung mit dem Verkrüppelten Gott eine Schlüsselrolle spielen. Dennoch wollen sie nicht sehenden Auges in den Tod marschieren, sondern suchen nach Wegen zu überleben. Das zeigt sich an Figuren, die schon von Beginn an wichtig waren, wie der Schnelle Ben.

In „Die Flucht der Kinder“ werden viele Dinge enthüllt, die zuvor nur zu erahnen waren. So werden die Motive der Mandata zum Beispiel klarer, auch wenn sie nicht komplett offengelegt werden. Den Hintergrund der Che’Malle beleuchtet Steven Erikson ebenfalls genauer.

Flucht der Kinder mit langem Anlauf

Kämpfe und Konflikte gibt es vergleichsweise wenige im Buch, verläuft die Handlung doch insgesamt noch gedämpft. Die Leser von Steven Erikson sind eine solch lange Exposition gewohnt. Diese ist eines der Markenzeichen des kanadischen Fantasy-Autors. Im Falle von „Die Flucht der Kinder“ fällt sie besonders lang aus. Das liegt zum einen daran, dass nach Band 15, „Tod eines Gottes“, ein großer Handlungsstrang abgeschlossen war. Zum anderen nähern wir uns der finalen Auseinandersetzung zwischen den Göttern. Und die will gut vorbereitet sein.

Sie erstreckt sich im Original über zwei Bände – in der deutschen Fassung also über vier. Es zeichnet sich aber bereits ab, dass es sich wie bei der gesamten Reihe lohnt, den langen Weg mitzugehen. Steven Erikson hat seine komplexe Geschichte im Griff, erzählt spannend und humorvoll. Und auch wenn in „Die Flucht der Kinder“ noch nicht so viel passiert, ist das Buch alles andere als langweilig. „Das Spiel der Götter“ ist ein Meisterwerk.

Wann geht das Spiel der Götter weiter?

Das Spiel der Goetter 16 von Steven Erikson

Steven Erikson: Die Flucht der Kinder

„Das Spiel der Götter“ ist, wie oben beschrieben, noch nicht beendet. Band 17 ist für März 2019 angekündigt und trägt den Titel „Die Schwingen der Dunkelheit“. Danach steht noch ein weitere Originalband aus, also zwei Bücher in der Übersetzung.

„Die Flucht der Kinder“ von Steven Erikson ist bei Blanvalet erschienen. Die Taschenbuch-Ausgabe von „Das Spiel der Götter 16“ geht über 784 Seiten und kostet 12 Euro. Die Übersetzung stammt von Tim Straetmann.

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