Steven Erikson: Die Flucht der Kinder

Steven Erikson Die Flucht der Kinder

In „Das Spiel der Götter“ spielen Portale und Tore  eine große Rolle, so auch in „Die Flucht der Kinder“ von Steven Erikson. Foto: Jörn Käsebier

Das Buch von Steven Erikson beginnt mit der titelgebenden Flucht der Kinder. Deren Ziel ist das Überleben. Und auch wenn viele sterben, haben die anderen die Hoffnung auf Rettung nicht aufgegeben. Auch wenn sie allenfalls ahnen können, dass sie nur Spielbälle im Kampf der mächtigen Götter sind.

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Steven Erikson: Das Spiel der Götter 15 – Tod eines Gottes

Steven Erikson: Das Spiel der Götter 15 – Tod eines Gottes

Darujhistan, immer wieder Darujhistan. Erneut fallen wichtige Entscheidungen in der Stadt des blauen Feuers. Anomandar Rake, der Sohn der Dunkelheit, macht sich dorthin auf den Weg und überlässt es seinen Tiste Andi selbst für die Sicherheit ihrer bedrohten Stadt Schwarz-Korall zu sorgen. Doch nicht nur seine Gründe bleiben zunächst verborgen. Ist mit „Tod eines Gottes“ der Sterbende Gott gemeint, oder wird eine andere Gottheit im Kampf gegen das Chaos ihre Existenz verlieren? Und wer steckt hinter dem Angriff der Assassinen auf die letzten Brückenverbrenner?

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Fantasy: Frühjahrsprogramm 2017 von Blanvalet und Penhaligon

Blanvalet und Penhaligon hatten es zuletzt schwer, sich im Kampf um die Aufmerksamkeit zu behaupten. Fischer Tor und Knaur brachten sich im Herbst mit neuen Fantasy-Programmen ins Gespräch. Mit dem Frühjahrsprogramm 2017, das von Mai bis Oktober geht, will zumindest Blanvalet zeigen, dass es nicht immer nur George R.R. Martin sein muss.

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Marc Turner: Schattenreiter – eine Rezension

Marc Turner: Schattenreiter

Marc Turner: Schattenreiter

Marc Turner beginnt „Schattenreiter“ aus der Perspektive von Luker zu erzählen: Als der abtrünnige Bewahrer nach Jahren des Exils zu seinem Orden zurückkehrt, ahnt er nicht, dass er schon bald in einen großen Konflikt hineingeraten wird. Luker soll sich auf Geheiß des Imperators auf die Suche nach dem Magier Mayot machen, der das mächtige Buch der Verlorenen Seelen gestohlen hat, mit dem sich Tote wiederbeleben und Seelen binden lassen.

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Vorschau: Blanvalet- und Penhaligon-Fantasy-Programm im Herbst und Winter 2016/2017

Das Fantasy-Herbstprogramm 2016 von Blanvalet hält nur wenige Überraschungen bereit. Der Verlag setzt etwa nach dem Serien-Erfolg von Shannara und der Ankündigung einer zweiten Staffel auf eine Neuausgabe der Bücher von Terry Brooks. Neues gibt es hingegen von Brent Weeks und Steven Erikson. Doch der Reihe nach.

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Blanvalet-Fantasy: Das Frühjahrsprogramm 2013

Das alte Jahr hat seinen letzten Atemzug noch nicht gehaucht, da kündigt sich das neue bereits mit einer frischen Brise an. Blanvalet hat bereits das Frühjahrsprogramm online gestellt und setzt auf eine Mischung aus neuen Autoren und altbekannten, Fortsetzung von Reihen und Auftaktbänden.

Unrechte Halblinge und ein königliches Schwert 

Im April geht es los mit dem zweiten Teil des „Gewölbes des Himmels“ von Peter Orullian, auf den „Vergessenen“ folgt „Der Unrechte“. Es handelt sich dabei um die Übersetzung der zweiten Hälfte des Originalbandes. Im Mittelpunkt steht mal wieder ein junger Held, dessen Schicksal eng mit dem seiner Welt verbunden ist.

Einen zweiten Teil wird es auch vom „Hobbit“ auf der Leinwand geben. Alfred Bekkers Halblinge bekommen auch eine Fortsetzung – sie dürfen ihr Vermächtnis in „Das Erbe der Halblinge“ kennenlernen (im Mai). Im selben Monat kommt vom Fabrikschreiber R.A. Salvatore „Charons Klaue“ heraus, Niewinter 3. Schließlich erscheint noch „Das Schwert der Königin“ von Duncan Lay, die Fortsetzung einer Geschichte, die auf Deutsch Anfang 2013 beginnt.

Die Säulen von Blanvalet-Fantasy im Frühjahr 2013

Einen neuen Anlauf startet Blanvalet im Juni mit Maja Winter. Mit „Die Säulen der Macht“ erscheint ihre zweite Trilogie (Dank an Gerd für die Fehlerberichtigung). Außerdem erscheint der Abschlussband der Assassinen-Trilogie von Torsten Fink: „Der Prinz der Skorpione“.

Große Hoffnungen setzt man auf „Die Karte der Welt“, die einen Monat später herauskommt. Diese Fantasy-Saga, die Anleihen bei Klassikern wie „Taran“ nimmt, stammt aus der Feder von Royce Buckingham. Der Schöpfer „Dämlicher Dämonen“ gehörte zum allerersten Penhaligon-Programm, erscheint nun aber mit der neuen Geschichte gleich bei Blanvalet. Ein ganz anderes Publikum könnte sich für „Brennender Wind“ interessieren, den dritten und letzten Band des „Bundes der Illusionisten“ von Glenda Larke.

Im September erhält der „Codex Alera“ seine Taschenbuch-Premiere. Jim Butchers Saga starte mit „Die Elementare von Calderon“. Wichtiger jedoch: Im September erscheint auch „Tod eines Gottes“ von Steven Erikson, die ersehnte Fortsetzung von „Die Stadt des blauen Feuers“. Damit endet das Frühjahsprogramm und macht Platz für den Bücher-Herbst. Und der wird bestimmt noch manche Brise bringen.

Steven Erikson: Die Stadt des blauen Feuers

Cover von Stadt des blauen Feuers

Steven Erikson: Die Stadt des blauen Feuers

Darujistan, einst von den Malazanern belagert und nur knapp der Zerstörung entgangen – in Band 14 des „Spiels der Götter“ kehrt Steven Erikson in die Stadt des blauen Feuers zurück. Erneut wird sie Schauplatz einer Schlacht im Krieg der Götter werden, doch Band 14 bildet nur die Exposition dafür. Aufgestiegene, Priester und Krieger zieht es in die Metropole. Unter ihnen ist auch Crokus Junghand, der in der Stadt des blauen Feuers als Dieb aufwuchs. Für die Leser gibt es außerdem ein Wiedersehen mit den überlebenden Brückenverbrennern, die in Darujistan eine Kneipe eröffnet hatten.

Dunkelheit zieht in der Stadt des blauen Feuers herauf

Ebenfalls erneut dabei ist Anomandar Rake, der Sohn der Dunkelheit, mit seinen Tiste Andii. Um die Vorgänge in Rakes Residenz Schwarz-Korall dreht sich ein weiterer Handlungsstrang. Der Kult um Itkovian, den Erlöser, zieht nicht nur Schutzsuchende an, sondern auch Männer, die den Kult für ihren eigenen Vorteil nutzen möchten und die die Herrschaft Anomander Rakes beenden wollen. Dabie machen sie sich die Macht einer Droge zunutze, die von einem sterbenden Gott stammt.

Der große Anteil an der Handlung, den die Tiste Andii bekommen, verstärkt den melancholischen bis depressiven Unterton, den Eriksons komplexes Meisterwerk bereits in den Bänden zuvor bekommen hat. Die Siege über das Chaos sind allesamt teuer erkauft, und der Kampf hinterlässt auch bei den Überlebenden tiefe Wunden. Die Andii, verlassen von Mutter Dunkel, haben ihre Trauer kultiviert. Der düsteren Grundhaltung in „Die Stadt des blauen Feuers“ steht nur ein geringer Anteil Humor gegenüber. Die komischen Figuren beschränken sich dieses Mal auf Iskaral Pustl und seine Frau Mogora sowie die leichtgläubigen und dummen Ganoven Flamm und Leff.

Das Spiel der Götter von Steven Erikson geht weiter

Die ausführliche Einführung von zum Teil auch noch so unwichtigen Nebenfiguren ist ein Merkmal von Eriksons „Spiel der Götter“. Das trägt auch sehr zur Lebendigkeit der Welten bei und zeigt, wie liebevoll der Autor an sein Werk herangeht. Wenn sich die Charaktere dann aber noch so kryptisch ausdrücken wie Kruppe, längere Passagen im Stile eines inneren Monologs gehalten sind, hemmt es zum Teil doch sehr den Lesefluss. Da sehnt man sich die Entschiedungsschlacht herbei, zu der es in der Übersetzung nur jeden zweiten Band kommt, kommen auf einen Originalband doch zwei deutsche. Im Falle der „Stadt des blauen Feuers“ folgt das Gemetzel leider erst im Sommer 2013, wenn der zweite Teil von „Toll the Hounds“ erscheint

Die Stadt des blauen Feuers„, Das Spiel der Götter 14, von Steven Erikson ist bei Blanvalet herausgekommen und hat 672 Seiten. Der Fantasy-Roman kostet in der Klappenbroschur-Ausgabe 14 Euro. Wer erst noch in die Geschichte einsteigen möchte, hat im November eine gute Gelegenheit – dann erscheint die Taschenbuchausgabe des ersten Bandes, „Die Gärten des Mondes“. Und die Handlung spielt in Darujistan, der Stadt des blauen Feuers.