Steven Erikson: Das Spiel der Götter 15 – Tod eines Gottes

Steven Erikson: Das Spiel der Götter 15 – Tod eines Gottes

Darujhistan, immer wieder Darujhistan. Erneut fallen wichtige Entscheidungen in der Stadt des blauen Feuers. Anomandar Rake, der Sohn der Dunkelheit, macht sich dorthin auf den Weg und überlässt es seinen Tiste Andi selbst für die Sicherheit ihrer bedrohten Stadt Schwarz-Korall zu sorgen. Doch nicht nur seine Gründe bleiben zunächst verborgen. Ist mit „Tod eines Gottes“ der Sterbende Gott gemeint, oder wird eine andere Gottheit im Kampf gegen das Chaos ihre Existenz verlieren? Und wer steckt hinter dem Angriff der Assassinen auf die letzten Brückenverbrenner?

Mehr als vier Jahre sind seit Veröffentlichung von Spiel der Götter 14 vergangen. Genügend Zeit, dass die Veröffentlichung der Taschenbuch-Variante mit neuem Cover aufholte und die Paperback-Ausgabe überholte. Dass Blanvalet das größere Format nicht weiterführt, sondern lediglich die Taschenbuch-Reihe, ist für Sammler besonders ärgerlich. Es überwiegt aber die Freude darüber, dass es überhaupt weitergeht. Undenkbar, dass es nicht für eine deutsche Ausgabe dieser außerordentlichen Serie reichen sollte.

Tod eines Gottes: Gekonnte Weiterführung

Nach einer langen Pause wieder in eine Handlung hineinzukommen, fällt schwer. Besonders, wenn es sich bei „Tod eines Gottes“ um die zweite Hälfte eines geteilten Originalbandes handelt. Besonders aber auch, weil das Spiel der Götter so komplex ist und Steven Erikson darauf vertraut, dass seine Leser auch die Details präsent haben. Das Stilmittel der Wiederholung ist dem kanadischen Autor eher fremd.

Dass es sich um die zweite Hälfte eines Originalbandes handelt, hat aber auch Vorteile. Am Ende verdichtet sich die Handlung immer mehr. Die vielen Handlungsstränge werden zusammengeführt, sodass schneller klar wird, was wie zusammen gehört. Magische Duelle, Schwertkämpfe und eine große Schlacht gehören zum Finale vom Spiel der Götter 15. Inmitten dieser Dramatik kommt es dann auch noch zu einem Aufeinandertreffen zweier Maultiere – so viel Skurrilität muss sein. Bei aller Düsternis, die die Bände 14 und 15 auszeichnet – Steven Eriksons Vater verstarb, als er das Original verfasste –, geht der Humor nicht völlig verloren. Unter den Bänden von „Das Spiel der Götter“ ist „Tod eines Gottes“ vielleicht nicht der beste. Band 15 führt dennoch gekonnt eine der besten Reihen epischer Fantasy weiter, die in den vergangenen Jahren entstanden ist.

Spiel der Götter: Im Herbst geht‘s weiter

Vier weitere Bände wird „Das Spiel der Götter“ noch umfassen. Eigentlich war die Veröffentlichung von Band 16 bereits für den April vorgesehen. Inzwischen hat sich die Veröffentlichung auf September 2017 verschoben, Band 17 soll nach derzeitigem Stand im Januar 2018 herauskommen.

„Das Spiel der Götter 15 – Tod eines Gottes“ von Steven Erikson ist bei Blanvalet erschienen. Die Taschenbuch-Ausgabe geht über 800 Seiten und kostet 9,99 Euro, das E-Book 8,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Tim Straetmann.

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