Kel Kade: Gefallene Helden

Kel Kade Gefallene Helden
In „Gefallene Helden“ von Kel Kade wird ein Forstmann zur Heldenfigur. Foto: Jörn Käsebier

Aaslo ist ein Forstmann. Er bereitet sich auf das einsame Leben als einer dieser unbesungenen Helden vor. Anders sein Freund Mathias, dem ganz andere Wege offen zu stehen scheinen. Mit diesen beiden Männern, die wie Brüder zusammen aufwachsen, beginnt „Gefallene Helden“ von Kel Kade.

Das Buch nimmt die Pointe seiner Geschichte früh vorweg. Was passiert, wenn der Held einer Prophezeiung stirbt, ehe er seine Rolle darin erfüllen kann? Die Antwort, die Kel Kade in ihrem Roman gibt, ist, dass andere zu Helden werden müssen. Und der Protagonist, der dies tut, ist auch bestens auf die Aufgabe vorbereitet worden – ohne es zu wissen. Denn Aaslo hat zum Beispiel mit Mathias eine Kampfausbildung genossen. Und seine Sturheit und seine Willenskraft gereichen ihm auch nicht gerade zum Nachteil.

Für gefallene Helden kommen neue

Außerdem ist er nicht ganz von seinem Freund verlassen. Er schleppt die ganze Zeit über seinen Kopf mit sich herum. Zu allem Überfluss redet dieser auch noch mit Aaslo. Das sorgt anfangs noch für lustige Szenen. Mit der Zeit nutzt sich das aber ab und man versteht nicht, warum Aaslo immer laut auf die Stimme in seinem Kopf antwortet.

Die Magie, die den Kopf am Leben hält, ist nicht die einzige in dieser Fantasy-Welt. Allerdings ist die Macht der menschlichen Magier begrenzt. Vor allem ist sie nicht mit der der Götter vergleichbar. Diese ziehen im Hintergrund die Fäden, integrieren dabei aber untereinander, da sie alle Macht aus unterschiedlichen Dingen ziehen. Der Gott des Krieges etwa möchte einen Krieg, der Gott des Todes viele Seelen.

Kel Kade lockert Spannung durch Humor

Einen Einblick in diesen Konflikt bekommen wir durch Myropa, eine Schnitterin, die menschliche Seelen einsammelt und dafür zwischen der Sphäre der Götter und der Menschen reisen kann. Sie fühlt sich zu Aaslo und seinem Kampf gegen das Schicksal hingezogen. Durch sie erfahren wir wie „menschlich“ diese Götter sind. Das „Spiel der Götter“ ist aber längst nicht so komplex wie in der gleichnamigen Reihe.

Kel Kade hatte für ihr Buch eine originelle Idee, die sie leider nur mittelmäßig umsetzt. „Gefallene Helden“ ist eher ein Buch für Zwischendurch, und da das Buch weniger als 500 Seiten dick ist, ist man schnell durch und kann die weniger gelungenen Passagen schnell abhaken. Ob zu letzteren auch die humorigen Abschnitte zählen, muss jeder für sich entscheiden. Das ist ähnlich wie bei den Büchern von Nicholas Eames („Könige der Finsternis“ und „Die schwarze Schar“).

Das Schicksal der Toten

Gefallene Helden
Kel Kade: Gefallene Helden

Die Quest des Forstmanns endet noch nicht nach einem Buch. Im Original erscheint Band 2 im November und trägt den Titel „Destiny of the Dead“. Der deutsche Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt. 

„Gefallene Helden“ von Kel Kade ist bei Heyne erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe geht über 464 Seiten und kostet 14,99 Euro. Der Preis des E-Books beträgt 11,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Michael Siefener.

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