Interview: Peter Brett über das Ende der Dämonen-Saga und eine neue Dämonen-Reihe

Peter Brett

Peter Brett blickte beim Interview auf die Dämonen-Saga zurück und verriet Pläne für eine neue Dämonen-Reihe. Foto: Jörn Käsebier

Bei seiner dritten Deutschlandreise lernte Peter Brett Deutschland von unterschiedlichen Seiten kennen. Als er im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann seine Bücher signieren wollte, wurde vor Freude der Abteilungsleiter dazugeholt. Im Virgin-Store am Hauptbahnhof hingegen wollte man dem Fantasy-Autor untersagen, in seine ausliegenden Romane zu schreiben.

Er bewahrte sich dennoch seine gute Laune. Denn die deutschen Leser ermöglichten dem Amerikaner die erste Spitzenplatzierung auf einer Bestsellerliste überhaupt. Im Interview gab Peter Brett Auskunft über das Ende der Dämonen-Saga und den Beginn einer neuen Dämonen-Reihe sowie Plänen zu einer Verfilmung.

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Tad Williams im Interview über „Der letzte König von Osten Ard“

Tad Williams im Interview über "Der letzte König von Osten Ard", Verfilmungen und Geschichten erzählen. Foto: Jörn Käsebier

Tad Williams im Interview über „Der letzte König von Osten Ard“, Verfilmungen und Geschichten erzählen.        Foto: Jörn Käsebier

Am Morgen nach seiner Lesung in Berlin steht Tad Williams gleich nach dem Frühstück schon wieder für Interviews bereit. Dabei soll es am selben Tag noch nach München gehen. „Ich spreche so wie ich schreibe, ich hole weit aus und erkläre viel“, sagt der amerikanische Fantasy-Autor. Und tatsächlich ließen sich aus seinen Antworten zwei Interviews machen, gerade so wie mit seinen Büchern in der Übersetzung, zuletzt bei „Die Hexenholzkrone“, um die es vor allem geht.

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Interview mit Peter Brett zu „Der Thron der Finsternis“, dem Ende der Dämonen-Saga und einer Verfilmung

Peter Brett beim Interview in Berlin, wo er auf seiner Deutschlandreise Station machte. Foto: Jörn Käsebier

Peter Brett beim Interview in Berlin, wo er auf seiner Deutschlandreise Station machte.         Foto: Jörn Käsebier

Mit seiner Dämonen-Saga ist der Fantasy-Autor Peter V. Brett in Deutschland sehr erfolgreich. Fünf Bände wird sie umfassen, hinzu kommt mindestens ein Roman, der in der von Dämonen heimgesuchten Welt spielt. Peter Brett veröffentlicht zudem immer wieder Erzählungen, die die Handlung der Dämonen-Saga ergänzen. Im Interview geht er aber auch auf Pläne für eine Verfilmung ein.

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Patrick Rothfuss im Interview über Auri, Königsmörder-Chronik 3 und eine Verfilmung

Leipziger Buchmesse 2015  Foto: Jörn Käsebier

Fantasy-Autor Patrick Rothfuss auf der Leipziger Buchmesse 2015          Foto: Jörn Käsebier

Zu den Stargästen der Leipziger Buchmesse 2015 zählte der Fantasy-Autor Patrick Rothfuss. Im Interview nimmt er zu seinem aktuellen Buch „Die Musik der Stille“ Stellung, spricht aber auch über die Pläne für Königsmörder-Chronik 3, die Chancen für eine Verfilmung seiner Werke – und über Seife.

Herr Rothfuss, Auri, die Protagonistin von „Die Musik der Stille“, ist eine ungewöhnliche Figur. Wie schwierig war es, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu schreiben?

Patrick Rothfuss: Es war schwierig. Aus Kvothes Sicht zu schreiben fällt mir leicht, weil ich es bereits so lange mache. Aber Auri ist in ganz vielen Aspekten eine völlig andere Figur. Leser der ersten beiden Königsmörder-Chronik-Bücher wissen, dass Auri eine ganz eigene Sicht auf die Dinge hat. Ich habe eine Weile gebraucht, durchweg diese Perspektive einnehmen zu können.

Für Auri müssen alle Dinge an dem für sie richtigen Platz sein. Warum ist das für Auri so wichtig?

Das ist die zentrale Frage des Buches, die sich hoffentlich jeder Leser stellt. Ich habe keine kurze Antwort darauf – sonst hätte ich das Buch wohl auch nicht schreiben müssen. Ich habe bereits einige mögliche Antworten gelesen und finde es gut, dass Leser ihre eigenen Theorien aufstellen, möchte sie auch zum Denken anregen. In Interviews vermeide ich es, zu manchen Aspekten eine eindeutige Antwort zu geben, um das Denken nicht abzuwürgen. Das ist übrigens auch der Grund, warum auf den Zeichnungen in „Die Musik der Stille“ das Gesicht von Auri nicht zu sehen ist. Ich wollte den Menschen nicht ihre Vorstellung rauben und vorgeben: So sieht Auri aus.

Stichwort Zeichnungen. Wie lief die Zusammenarbeit mit Marc Simonetti und wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Ich bewundere Simonetti. Er war einer der wenigen modernen Künstler, die ich namentlich kannte, bevor ich selbst etwas veröffentlicht hatte. Er entwirft die wunderschönen Cover für die französischen Ausgaben meiner Bücher. Die Illustrationen in der englischen Ausgabe von „Die Musik der Stille“ stammen von meinem Freund Nate Taylor, doch der französische Verlag wollte Simonetti. Ich habe ihm dann meine Wünsche übermittelt, etwa dass Auris Gesicht nicht zu sehen sein soll und dass das Unterding viele Facetten benötigt. Als ich die ersten Entwürfe bekam, wollte ich daher noch ein paar Änderungen, und Simonetti hat sie anstandslos durchgeführt. Es war eine tolle Zusammenarbeit.

Seife spielt eine wichtige Rolle im Buch. Haben Sie selbst schon einmal Seife hergestellt?

Das habe ich. Dieses alte Verfahren lässt sich mit einfachen Werkzeugen umsetzen. Ich bin aber nicht gut darin. Es kann auch ziemlich gefährlich werden, weil man mit flüssigem heißen Fett und Säure hantiert. Bei einem Experiment vor wenigen Jahren hätte ich fast mich selbst, vor allem aber meinen kleinen Jungen verletzt. Man sollte also sehr vorsichtig sein, wenn man es in der eigenen Küche ausprobiert.

Also steckt doch mehr Action in der Geschichte über Seifenherstellung …

Ha! Da ist was dran. Zumindest für Menschen, die sich damit auskennen.

Werden wir Auri im dritten Band der Königsmörder-Chronik wiedertreffen?

Sie wird im dritten Buch eine Rolle spielen.

Und wird das dritte Buch auch den kompletten dritten Tag enthalten, mit dem die Chronik enden soll?

Buch 3 beendet die Geschichte. Es kann allerdings sein, dass ich noch weitere Geschichten in dieser Welt spielen lasse.

Autorenarbeit nach Lesungen: Patrick Rothfuss signiert. Foto: Jörn Käsebier

Autorenarbeit nach Lesungen: Patrick Rothfuss signiert.  Fotos: Jörn Käsebier

Und welches Buch werden wir als nächstes von Ihnen lesen?

Ich bin nicht begierig darauf, ein anderes Buch zu schreiben als Buch 3, denn ich weiß ja, dass meine Leser darauf warten. Ich hatte „Die Musik der Stille“ eigentlich als Beitrag für eine Anthologie vorgesehen, in die die Geschichte aber nicht hineinpasste, weshalb ich eine andere schreiben musste. Und vergangenes Jahr stand ich vor der Wahl gar kein Buch oder eben „The Slow Regard of Silent Things“ zu veröffentlichen. Und da es vielen Testlesern gefiel, habe ich mich für eine Veröffentlichung entschieden. Sollte ich eine großartige Idee haben, würde ich diese wahrscheinlich direkt umsetzen, weil die Idee sonst verloren geht. Ich weiß aus Erfahrung, dass ich später nicht mehr gut am Ausgangspunkt ansetzen kann. Ich habe bereits zwei Drittel eines Buches geschrieben, das eigentlich als längere Erzählung gedacht war. Aber ich weiß, dass selbst die vielen geduldigen Leser auf Buch 3 warten. Daran werde ich aber noch mindestens ein Jahr arbeiten müssen, wobei noch weitere Monate hinzukommen, bis es zur Veröffentlichung kommt.

Es gibt Gerüchte, dass aus der Königsmörder-Chronik eine Fernsehserie werden könnte. Ist da etwas dran?

Die Filmrechte sind schon eine ganze Weile verkauft. Derzeit prüft NBC, ob und wie eine Umsetzung möglich wäre. Das Interesse schmeichelt mir. Aber wenn man sich anschaut, von wie vielen Büchern die Filmrechte gekauft und wie viele umgesetzt werden, sieht man, dass die Chancen gering sind.

Fürchten Sie, dass ein Film oder eine Serie die Fantasie der Leser zerstören würde, weil ihnen plötzlich ein Kvothe oder eine Auri vorgegeben werden?

Die Gefahr besteht. Doch andererseits ist eine Verfilmung nur eine Version der Geschichte, und sie könnte Menschen erreichen, die von den Büchern sonst nie etwas gehört hätten. Würde ich gern eine gelungene Verfilmung sehen? Sicher würde ich das. Aber ich hätte keinen Einfluss darauf, ob es gelingt. Das haben Autoren selten.

Hilft denn der Erfolg von „Game of Thrones“?

Vielleicht ein bisschen. Aber man darf nicht vergessen, dass George Martin viele Jahre in Hollywood gearbeitet hat und von daher eine Ausnahme darstellt. Bei mir würden sich die Produzenten wahrscheinlich nicht darum scheren, was meine Wünsche und meine Meinung wäre.

Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Sohn eines Tages ankommt und sagt, er wolle Schriftsteller werden?

Wenn er es wirklich will, würde ich sagen, nur zu! Was man beim Schreiben nicht vergessen darf, es kann auch ein Hobby sein. Meiner Meinung nach ist das viel zu wenig anerkannt. Wer schreibt, sieht es als Scheitern an, wenn er kein Manuskript verkauft. Dabei würde man von jemandem, der gerne gärtnert doch auch nicht erwarten, dass er eine Gärtnerei aufmacht. Beim Schreiben geht es um den Wunsch, Geschichten zu erzählen, doch muss man das nicht beruflich machen. Das würde ich meinem Jungen sagen.

Auf Deutschlandreise: Patrick Rothfuss

Auf Deutschlandreise: Patrick Rothfuss

Zum Alltag von Autoren zählt es heute, über das Internet mit Lesern und Kollegen zu kommunizieren. Sie selbst machen das auf Twitter, Facebook, Ihrem Blog. Ist das Internet für sie eher hilfreich oder ein Zeitfresser?

Wenn es darum geht, mit meinem Lesern in Kontakt zu kommen, ist es natürlich hilfreich. Dass so viele Menschen zu meinen Lesungen hier auf der Leipziger Buchmesse kommen, liegt auch daran, dass ich online auf die Termine hingewiesen habe. Außerdem ermöglicht mir das Netz, meine Bekanntheit dazu zu nutzen, auf für mich wichtige Dinge hinzuweisen, etwa darauf, wie es ist, Vater zu sein. Oder ich gehe auf Probleme in der Welt ein.

Setzen Sie sich eine Grenze dafür, wie viel Zeit Sie online verbringen?

Nein, dafür unterscheiden sich die Tage zu sehr. Manchmal ist es zum Beispiel besonders wichtig, dass ich die Anfragen meiner Übersetzer beantworte. Das können auch schon einmal 50 Fragen sein, die ich da beantworten muss.

Sie sprechen zwar kaum Deutsch, doch Ihr Name klingt deutsch. Haben Sie eine besondere Beziehung zu Deutschland?

Meine Familie wird vor mehreren Generationen in die USA eingewandert sein. Mein Großvater lebte bereits in Wisconsin, wo ich lebe, seine Familie stammt aus New York. Und wenn man ihre Wurzeln zurückverfolgt, kommt man wohl nach Deutschland. Ich weiß, dass der Name Rothfuss im Schwarzwald ziemlich verbreitet ist. Aber ich weiß nicht, ob meine Familie dort herkommt.

Peter V. Brett im Interview über Flammen der Dämmerung, Dämonen und Verfilmungen

Peter V. Brett kam pünktlich zur Veröffentlichung von „Die Flammen der Dämmerung“, dem dritten Band seiner Dämonen-Reihe, nach Deutschland. Auf der Leipziger Buchmesse äußerte er sich gegenüber dem Fantasy-Weblog zu seinem neuen Buch, den Plänen für die Fortsetzungen und die Chancen einer Verfilmung der Dämonen-Reihe.

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Ein Tanz mit Drachen – Das Lied von Eis und Feuer 10 von George R.R. Martin

Cover von Ein Tanz mit Drachen

George R.R. Martin: Ein Tanz mit Drachen, Das Lied von Eis und Feuer 10

„Ein Tanz mit Drachen“ ist die Übersetzung des Originaltitels von Band 5 des Liedes von Eis und Feuer von George R.R. Martin. Da auf einen Originalband zwei deutsche kommen, erhielt die erste Hälfte „Der Sohn des Greifen“ als Titel. Nun ist auch die zweite Hälfte erschienen, und die gute Nachricht ist: Die Handlung nimmt vor allem gegen Ende an Fahrt auf. Das gilt sowohl für die Ereignisse im Norden – hier verteidigen die Boltons, deren Wappen das Buchcover ziert, Winterfell gegen den durch den einsetzenden Winter vorrückenden Stannis. Das gilt aber auch für Königsmund, wo Cersei und ihr Onkel Kevan die Herrschaft der Lennisters gegen den Hohen Septon und die Tyrells verteidigen wollen.

Das Lied von Eis und Feuer 10 – der Tanz mit Drachen währt kurz

Doch Martin bleibt in „Ein Tanz mit Drachen“ ein großes Problem erhalten: Wer bereit ist, Charaktere zu opfern, die die Leser liebgewonnen haben, dem fällt es schwer, diese Lücke zu stopfen und neue Identifikationsfiguren zu erschaffen. Martin versucht es, indem er in Band 10 auch Arya Stark und Jaime Lennister zu kurzen Auftritten verhilft. Ihre Handlungsfäden aufzugreifen wirkt jedoch bemüht und lenkt nur von den großen Strängen ab, die am Ende dann sogar zu kurz kommen, ob gewollt oder ungewollt. Denn auch wenn das Buch „Ein Tanz mit Drachen“ heißt, bleibt dieser Tanz kurz und der ganz große Kraftakt zwischen Daenerys und ihren drei Drachen Drogon, Viserion und Rhaegal wird aufgeschoben. Wenigstens könnte die Königin jenseits der Meere nun doch noch eine Flotte bekommen, die sie endlich nach Westeros bringt.

Fernsehen first?

Sprachlich fällt bei George R.R. Martin auf, dass er sich beim Schreiben wohl bereits sehr mit der Verfilmung beschäftigt hat. Die HBO-Verfilmung ist sicherlich gelungen und liebevoll gemacht, erinnert mit den auf Schockeffekte setzenden Gewalt- und Sexszenen jedoch zuweilen auch an unrühmliche HBO-Projekte wie „Rom“. Dazu wimmelt es von deftigen Kraftausdrücken – der Witz eines Tyrion geht da ziemlich unter. Bei allem Lob dafür, nicht auf eine gekünstelte Hochsprache zu setzen, muss es dennoch nicht so derb werden. Vielleicht besinnt sich Martin, dessen Epos die Fantasy der vergangenen Jahre geprägt hat, für die abschließenden Bände des Liedes von Eis und Feuer ja wieder mehr auf seine alten Stärken. Zu viel Zeit kann er sich mit dem nächsten Buch nicht lassen. Bleibt die Fernsehserie so erfolgreich, wird bereits 2015 der sechste Originalband als Vorlage benötigt. Also, George R.R. Martin: Schreib schnell!

„Ein Tanz mit Drachen“, Das Lied von Eis und Feuer 10 ist bei Penhaligon erschienen. George R.R. Martins Werk wurde erneut von Andreas Helweg übersetzt und hat in der Klappenbroschurausgabe 800 Seiten, von denen die letzten hundert jedoch den Anhang ausmachen. Der Preis liegt bei 16 Euro.

Tribute von Panem sollen Harry Potter folgen

Der – nun wirklich – letzte Harry-Potter-Film macht gerade dank 3D und gewollter Überlänge guten Umsatz im Kino. Doch da die Saga nun vorbei ist, suchen die Filmstudios schon seit längerem nach einer Folgeserie, die ähnlichen Erfolg bringen könnte. Da lag es nahe, einmal auf dem Buchmarkt zu stöbern. Mit Percy Jackson gab es bereits den Versuch, einen Kinder- und Jugendbuch-Bestseller zu etablieren – jetzt sollen die Tribute von Panem folgen. Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele (The Hunger Games) kommt im März 2012 in die deutschen Kinos.

Die Besetzung liest sich nicht einmal schlecht: Jennifer Lawrence (Winter’s Bone) übernimmt die Rolle der Katniss, Josh Hutcherson (The Kids Are Allright) spielt Tribut Peeta und unter den Nebenrollen finden sich Stanley Tucci und Woody Harrelson. Regie führt Garry Ross, der schon das Pferd „Seabiscuit“ über die Filmrennbahn jagen durfte. Damit sich das Drehbuch nicht zu weit von der Romanvorlage entfernt, arbeitet Suzanne Collins daran mit.

Fans bei Tributen von Panem einbinden

Es soll natürlich nicht nur das erste Buch verfilmt werden, sondern auch die beiden übrigen Bände der Trilogie. Und damit sich die Leser gleich von Beginn an eingebunden fühlen, läuft ab heute (bis zum 21. August) eine Aktion für ein Fan-Poster. Das dürfen die Fans nämlich selbst mitgestalten. Sie sollen aber nicht etwa eines selbst entwerfen – so viel Kreativität darf nicht sein –  sondern ein Porträtfoto von sich auf der Facebook-Seite zum Film hochladen. Aus den Miniaturen wird dann der goldene Spotttölpel nachgebildet, so wie es der „Spiegel“ vor zehn Jahren mit Ossama bin Laden vormachte, dessen Porträt auf dem Cover aus Miniaturen bestand.

Poster zu "Die Tribute von Panem"

Noch ohne Fanporträts: der goldene Spotttölpel aus "Die Tribute von Panem"

Das Fanposter für die Tribute von Panem soll aber nur in limitierter Auflage (die Nachfrage dürfte das Angebot bestimmen) gedruckt werden. Natürlich wird nicht jedes Profilfoto einen Platz auf dem Poster bekommen – doch es dürften sich mehr Fans einbezogen fühlen als bei einer Aktion, bei der die Fans selbst ein Plakat entworfen hätten.

Ach ja, andere soziale Netzwerke als das Gesichtsbuch sind nicht mit einbezogen. Mehr zum Film, Aktionen, Postern und der flammenden Welt der Tribute von Panem findet sich auf einer Website, die auch für Non-Facebooker leicht zu erreichen ist: tributevonpanem.de.

Hobbit-Verfilmung verzögert sich weiter – was heißt das für die Fantasy?

Guillermo del Toro wird bei der Verfilmung des „Hobbit“ nicht Regie führen. Wegen Problemen bei der Finanzierung verzögert sich der Drehbeginn weiter. Del Toro bekommt daher Terminprobleme und gibt die Regie ab. Für MGM ist es nach der Verschiebung des geplanten neuen James-Bond-Films der nächste Blockbuster, der aus finanziellen Gründen vorerst nicht realisiert wird. Als Grund wird die hohe Verschuldung des zum Verkauf stehenden Produktionsstudios genannt, das derzeit Schwierigkeiten hat, an Kapital zu kommen. Das zweite beteiligte Studie, New Line Cinema, kann oder darf das auf zwei Teile angelegte Projekt nicht stemmen.

Hobbit-Verfilmung könnte Fantasy-Welle auslösen

Für Fantasy-Fans dürfte die Nachricht vom Rückzug del Toros einer Hiobsbotschaft gleichkommen. Denn die weiteren Verzögerungen beim „Hobbit“ lassen zum einen befürchten, dass das Projekt ganz abgeblasen wird. Zum anderen bleibt auch erst einmal eine weitere Fantasy-Welle aus, wie es sie nach den Herr-der-Ringe-Filme gab. Doch gerade die High-Fantasy bräuchte dringend neue, massenwirksame Impulse, um das Genre aus der Vampir- und Engel-Ecke zu holen, in die die Fantasy in der Öffentlichkeit gedrängt wird. Ein erfolgreicher „Hobbit“ könnte dafür sorgen, dass weitere gute Fantasy-Romane verfilmt werden. Zugleich könnten sich die Chancen für Fantasy-Literatur wieder verbessern, die unter der anhaltenden Vampirschwemme leidet.

Vielleicht kommt der nächste filmische Impuls für die Fantasy jedoch gar nicht vom Kino. Dank der Verschiebung des „Hobbit“ dürfte zunächst im Fernsehen eine Filmfassung von G.R.R. Martins „Lied von Eis und Feuer“ zu sehen sein. Die Dreharbeiten für eine zehnteilige Serie (inklusive Pilot-Folge) sollen nach Angaben des Senders HBO noch im Juni beginnen.

„Der Weg in die Schatten“ wird verfilmt

Aus dem Fantasy-Roman „Der Weg in die Schatten“ von Brent Weeks könnte ein Film werden. Zumindest hat der amerikanische Autor die Filmrechte für den ersten Teil der Schatten-Trilogie verkauft, wie er in einem Interview sagte. Käufer ist der erst 27-jährige Nachwuchsschauspieler Cam Gigandet, der nicht nur den Film produzieren möchte, sondern auch für die Hauptrolle vorgesehen ist. Als Kylar qualifiziert ihn vor allem, dass er einen schwarzen Gürtel in der Kampfsportart Krav Maga besitzt, aber wohl auch seine Begeisterung für die Geschichte.

Gigandet hat bislang nur in wenigen Filmen mitgespielt, eher war er in Fernsehserien zu sehen, darunter „O.C. California“, und in Nebenrollen bei CSI. Vielen Twilight-Fans dürfte er jedoch bekannt sein, da er in der Verfilmung des ersten Biss-Romans die Rolle des James übernahm. Derzeit sind laut imdb.com jedoch einige Filme mit Gigandet abgedreht, nur noch nicht fertig geschnitten oder noch ohne Startdatum.

Wie Brent Weeks auch kommt Gigandet aus dem Nordwesten der USA, einem der Zentren für Romantacy. Da bleibt nur zu hoffen, dass wenn „Der Weg in die Schatten“ wirklich verfilmt wird, die Handlung nicht zu stark verändert wird. Weeks soll in die Produktion mit einbezogen werden, rechnet aber selbst nicht unbedingt damit, dass es sobald ernst wird mit dem Filmprojekt. Er arbeitet derzeit an seiner neuen Trilogie, deren erster Band dieses Jahr in Englisch erscheint. Die deutschen Leser dürften sich erst einmal auf den Sommer freuen, denn Mitte Juli kommt hier der zweite Teil der Schatten-Trilogie in die Buchläden. Er trägt den Titel „Am Rande der Schatten“.