Hobbitpresse im Herbst 2022: Alles auf Tolkien

Hobbitpresse im Herbst 2022
Die Hobbitpresse setzt im Herbst 2022 vor allem auf die Bücher von J. R. R. Tolkien, darunter die Anhänge zum „Herrn der Ringe“ sowie „Das Buch der verschollenen Geschichten“.

Pünktlich zum Start der Serie „Die Ringe der Macht“ auf Amazon Prime dominieren bei Klett-Cotta die Werke Tolkiens. Hinzu kommen wenige andere Titel bei der Hobbitpresse im Herbst 2022.

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Tad Williams: Das Herz der verlorenen Dinge

Tad Williams: Das Herz der verlorenen Dinge

Tad Williams: Das Herz der verlorenen Dinge

„Das Herz der verlorenen Dinge“ setzt direkt nach den Ereignissen des „Geheimnisses der großen Schwerter“ ein. Denn nach einem Sieg in der Schlacht ist der Krieg nicht gleich vorbei. Die Menschen entschließen sich daher, die Nornen nach Norden zu verfolgen und die Grenzen zu sichern.

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Hobbitpresse von Klett-Cotta im Frühjahr 2017 mit Tolkien und Tad Williams

Tad Williams und Tolkien, der Mann, mit dem die Hobbitpresse begann, sind die beiden wichtigsten Autoren im Frühjahr 2017 bei der Hobbitpresse von Klett-Cotta. Und von beiden gibt es Neuveröffentlichungen. Auf Bücher deutscher Autoren müssen die Leser hingegen verzichten.

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Herbstvorschau Heyne, Blanvalet und Penhaligon 2014: Wenig Fantasy

George R.R. Martin und dann lange nichts. So könnte man die Herbstvorschauen 2014 von Heyne, Blanvalet und Penhaligon zusammenfassen. Das ist natürlich sehr pauschal geurteilt, doch zeigt sich ganz deutlich der Trend, zu veröffentlichen, was sich ziemlich sicher verkauft. Und da steht G.R.R. Martin weit oben auf der Liste.

Heyne bringt im November 2014 und Februar 2015 Kurzgeschichtensammlungen heraus. „Traumlieder“ und „Schwertlieder“ sind zwar deutsche Erstausgaben, doch dass sie erst in der Übersetzung erscheinen, als die Verkaufszahlen des „Liedes von Eis und Feuer“ durch die Decke gehen (laut Penhaligon mehr als 3,5 Millionen Gesamtauflage), spricht Bände. Auch Penhaligon will da weiter mitmischen und bringt die Wild-Cards-Reihe in Deutsch heraus. Auch diese Geschichten aus einer Welt, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund eines Virus‘ anders entwickelt, ist beileibe nicht neu. Eine erste Serie erschien bereits Ende der 80er-Jahre, nach Martins Erfolg mit dem „Lied von Eis und Feuer“ kam es 2008 zu einer Wiederbelebung. „Inside Straight“ kam damals als erster von bislang vier Bänden heraus und ist ab August in der deutschen Übersetzung erhältlich.

Herbstvorschauen 2014: Dann ist da noch der Hobbit

Nicht vergessen darf man jedoch, dass es vor Martin bereits Tolkien gab. Dessen Hobbit wurde ja in einer dreiteiligen Verfilmung zum Riesen. Da der dritte Teil im Dezember in die Kinos kommt, sollen Bücher, die irgendwie einen Bezug dazu haben, um diese Zeit erscheinen. Bei Heyne sind das „Die letzte Schlacht der Halblinge“ von Dennis L. McKiernan und „Orks vs. Zwerge – Der Schatz der Ahnen“ von den Orgels.

Heyne setzt außerdem natürlich auf das hauseigene Zugpferd Joe Abercrombie. Der hat nämlich ein neues Werk abseits der Klingen-Welt begonnen, die sich mehr an jüngere Leser richtet. „Königsschwur“ erscheint im Februar 2015, ein weiterer Band dürfte ein paar Monate später folgen. Freuen dürfen sich Fantasy-Leser auf den vierten Band der „Chroniken von Thomas Covenant“, Stephen Donaldons „Die letzte Dunkelheit“ kommt im April heraus. Zum Abschluss wird im selben Monat die Wächter-Reihe von Sergei Lukianenko kommen. „Die letzten Wächter“ dürften Anton noch einmal fordern. Bereits im Januar kommt „Der Ruf des Drachen“ heraus, der zweite Teil von Pierre Grimberts „Saga von Licht und Schatten“.

Blanvalet und Penhaligon im Herbst 2014

Was bei Penhaligon außer den „Wild Cards“ von Martin noch erscheint, ist schnell erzählt. Für mit Harry Potter und Tintenherz großgewordene Leser gehen die Abenteuer von Jake Djones weiter. Damian Dibben stellt im Oktober 2014 „Die Dynastie des Bösen“ vor, Andrea Schacht schickt ihre Katzen bereits einen Monat zuvor zum „Jägermond“ und Trudi Canavan startet im November ihre neue Trilogie mit „Die Begabte“ (dieses Mal zeigt die Kapuzenheldin auf dem Titel erstaunlich viel Busen).

Blanvalet setzt vor Weihnachten angefangenes fort. Mark Barnes schreibt die Geschichte der „Echoes of Empire“ weiter, Band 2 heißt in Deutsch „Das schwarze Herz“. Im neuen Jahr geht es mit der „Bibliothek der schwarzen Magie“ passend los; „Die Wissende“ ist der Titel der neuen Reihe von Christopher Nuttal. Düsterer als schwarz könnte noch „Das Tor der Erlöser“ werden, denn Adam J. Dalton bietet zum Jahreswechsel heroische Fantasy (Fortsetzung von „Das Wispern der Schatten“).

Deutsche Autoren hat Blanvalet auch im Angebot. Von Torsten Fink kommt im Februar „Tochter der Schwarzen Stadt“ heraus. Auch Fink setzt also nach seinen Assassinen-Büchern weiter auf düsterere Settings. Auf den Meister der zynisch-dunklen Geschichten verweist der Verlag gar für eine Neuerscheinung im März: „Das Schwert der Drachen“ stammt aus der mächtigen Feder von Wolfgang Thon. Im April folgen schließlich noch „Der unrechte Wanderer“ von Michael Marcus Thurner sowie „Das Vermächtnis der Zauberer“ von Cinda Williams Chima.

Heldenwinter – Jonas Wolf lässt einen Halbling wachsen

Cover von Heldenwinter

Jonas Wolf: Heldenwinter

„Heldenwinter“ von Jonas Wolf ist eine Rachegeschichte. Und wie jede gute Geschichte dieser Art beginnt sie mit dem Verbrechen, das den Helden zum Rächer macht. In „Heldenwinter“ ist es die Ermordung der Familie von Namakan und seines Pflegevaters und Meisters Dalarr. Dalarr weiß genau, wer hinter den Morden steckt: König Arvid und sein Scherge Waldur. Mit dem Halbling Namakan verlässt er daher die Immergrünen Almen, um einen König zu stürzen – auch für den Preis, die Welt ins Chaos zu stürzen. Namakan folgt ihm auf diesem Pfad, muss aber erkennen, dass sein Meister sich die Wahrheit so zurechtbiegt, wie er es als Schmied mit dem Eisen tut.

Heldenwinter baut auf Klassikern der Fantasy auf

Halblinge, ein großer Krieger, der seine Gegner reihenweise niedermetzelt – das klingt sehr bekannt. Und tatsächlich hat Jonas Wolf „Heldenwinter“ den Vätern der Fantasy gewidmet. Seine Aufgreifen bekannter Fantasy-Motive ist also als Hommage an Tolkien und seine Hobbits sowie an Robert E. Howard, den geistigen Vater von Conan dem Barbaren. Doch – so viel sei verraten – Elfen, Zwerge und große Vögel spielen ebenfalls eine Rolle im Fantasy-Buch, auch wenn nicht jeder mit ihrer Interpretation einverstanden sein dürfte.

Jonas Wolf spielt mit Mustern von Rachegeschichten

Sprachlich hat Jonas Wolf es eher direkt gehalten. Vor allem Dalarr  mag es derb, doch manchmal überträgt sich der Ton auch auf den (zumeist auktorialen) Erzähler. Einige Passagen sind humorvoll gehalten, sodass nicht nur der düstere Ton einer dunklen Rachegeschichte vorherrscht.

Die Handlung überzeugt im Großen und Ganzen. Einige Wendungen zeichnen sich ab, andere überraschen. Der Nachteil bei einer Rachegeschichte ist, dass sie einem Muster folgen muss. Der Rächer trifft auf den oder die Menschen, die ihn zu seinem Rachefeldzug getrieben haben und muss dann entscheiden, ob er Rache will oder vergeben kann. Dann zeigt sich, ob er seinen Willen bekommt. Um dieses Muster zu variieren, wählt Jonas Wolf in „Heldenwinter“ zwei große Konfrontationen am Ende.

Hier spielen sowohl Dalarr als auch Namakan eine wichtige Rolle. Während der leicht stämmige Halbling insgesamt ein wenig blass bleibt, dafür aber gut ins Jahr der Hobbit-Verfilmung passt, ist Jonas Wolf mit Dalarr eine großartige Figur gelungen – ein Anti-Held, von dem man mehr lesen möchte.

Jonas Wolf kehrt in die Welt von Tristborn zurück

„Heldenwinter“ von Jonas Wolf ist nur der Auftakt zu mehreren Geschichten aus Tristborn und der Pferdesteppe, die in sich abgeschlossen sind. Der nächste Band erscheint bereits im Juli bei Piper und trägt den Titel „Heldenzorn“. „Heldenwinter“ ist als kartoniertes Taschenbuch mit 512 Seiten erschienen, die Druckausgabe kostet 12,99 Euro.

Neuer alter Hobbit

Die Hobbit Presse wird 2009 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass veröffentlicht der Verlag so manche Sonderedition. Zu den Frühjahrserscheinungen zählt eine besondere Ausgabe des „Kleinen Hobbits“. In der modernen Übersetzung von Wolfgang Krege können sich die Fans noch einmal mit der Geschichte Bilbo Beutlins beschäftigen, der mit Gandalf und den Zwergen auf große Fahrt geht. Das besondere der Ausgabe ist, dass sie mit 67 Illustrationen von Alan Lee bebildert ist. Der Illustrator hat bereits mehrere Werke Tolkiens bebildert und maßgeblich das Design der Herr-der-Ringe-Filme geprägt, wofür er unter anderem 2004 den Oscar bekam.

Die gebundene Ausgabe (wie bei der Hobbit Presse üblich) wird in Deutschland voraussichtlich 22,90 Euro kosten.