Markus Heitz und seine sonderbaren Zwerge

Nicht nur, dass sich die vier Zwerge-Romane des Markus Heitz bereits millionenfach verkauft haben – nein von Band 1 „Die Zwerge“ ist kürzlich erst ein Sonderband mit Illustrationen erschienen. Dennoch kommen im Oktober schon die nächsten Sondereditionen mit den kleinen Bartträgern auf den Markt.

Piper verlegt die limitierte Sonderausgabe von „Die Zwerge“, „Der Krieg der Zwerge“, „Die Rache der Zwerge“ und „Das Schicksal der Zwerge“. Im Cover taucht die Axt des Tungdil Goldhand, die die alten Buchklappen dominiert hatte, nur noch oben auf. Stattdessen hat man sich für eine Herr-der-Ringe-Film-Optik entschieden. Belagerungstürme, Schleudern und Sturmleitern sollen wohl den Sturm auf das Geborgene Land nachstellen. Die kleinen zähen Verteidiger sucht man allerdings vergebens. Bei den gezeigten, riesigen Mauern müssten sie sich auch zwergenhaft vorkommen.

Die Taschenbuchausgabe wird glatte zehn Euro pro Band kosten, wobei die Bände einzeln bestellbar sind. Nun ja, echten Fans werden die neuen Ausgaben zumindest die Wartezeit auf Band 5 verkürzen.

Neuer alter Hobbit

Die Hobbit Presse wird 2009 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass veröffentlicht der Verlag so manche Sonderedition. Zu den Frühjahrserscheinungen zählt eine besondere Ausgabe des „Kleinen Hobbits“. In der modernen Übersetzung von Wolfgang Krege können sich die Fans noch einmal mit der Geschichte Bilbo Beutlins beschäftigen, der mit Gandalf und den Zwergen auf große Fahrt geht. Das besondere der Ausgabe ist, dass sie mit 67 Illustrationen von Alan Lee bebildert ist. Der Illustrator hat bereits mehrere Werke Tolkiens bebildert und maßgeblich das Design der Herr-der-Ringe-Filme geprägt, wofür er unter anderem 2004 den Oscar bekam.

Die gebundene Ausgabe (wie bei der Hobbit Presse üblich) wird in Deutschland voraussichtlich 22,90 Euro kosten.

7777 Mal Herr der Ringe

In der Hobbitpresse von Klett-Cotta wird die Fantasy-Bibel „Der Herr der Ringe“ derzeit in Schafsleder gebunden. Am 29. September erscheint die Sonderedition in einer Auflage von zunächst 7777 Exemplaren. Wichtig für die Fans ist, dass die gewählte Übersetzung die von Margaret Carroux ist. Sie wurde allerdings für die neue Ausgabe überarbeitet und der neuen Rechtschreibung angepasst. Ein weiteteres wichtiges Detail ist, dass in dem einen Band mit seinen 1360 Seiten auch die Anhänge und ein Register enthalten sind. 98 Euro müssen sich Sammler den Lederband kosten lassen. Die Vorbestellung im Buchhandel laufen. Und wer erst im Februar 2009 sein Glück versucht, muss schon 128 Euro zahlen.

Zu weiteren Einzelheiten hat sich Stephan Askani, der Fantasy-Lektor von Klett-Cotta, gerade bei herr-der-ringe-film.de geäußert. Das Interessanteste an dem Interview ist allerdings etwas anderes. „Cirdan“ wärmt mit Askani noch einmal den Streit über die Übersetzung von Wolfgang Krege auf. Askani verteidigt die bei Hardcore-Fans unbeliebt Übersetzung. Dass wieder eine Carroux-Ausgabe erscheine, sei keine Kritik am mittlerweile verstorbenen Krege. Schließlich habe es mit seiner Übersetzung bereits Sondereditionen gegeben.