Steven Erikson: Das Spiel der Götter 15 – Tod eines Gottes

Steven Erikson: Das Spiel der Götter 15 – Tod eines Gottes

Darujhistan, immer wieder Darujhistan. Erneut fallen wichtige Entscheidungen in der Stadt des blauen Feuers. Anomandar Rake, der Sohn der Dunkelheit, macht sich dorthin auf den Weg und überlässt es seinen Tiste Andi selbst für die Sicherheit ihrer bedrohten Stadt Schwarz-Korall zu sorgen. Doch nicht nur seine Gründe bleiben zunächst verborgen. Ist mit „Tod eines Gottes“ der Sterbende Gott gemeint, oder wird eine andere Gottheit im Kampf gegen das Chaos ihre Existenz verlieren? Und wer steckt hinter dem Angriff der Assassinen auf die letzten Brückenverbrenner?

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Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht: Christoph Hardebusch

In „Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht von Fantasy-Autoren“ beantworten Fantasy-Autoren zwölf Fragen zu ihrem Schreiballtag. Im zweiten Teil der Serie äußert sich Christoph Hardebusch, der mit den „Trollen“ bekannt wurde, sich jedoch auch mit Werwölfen befasste und für sein neuestes Werk viel mit seinen Lesern kommunizierte. „Smart Magic“ erscheint am 12.12.2011 bei Heyne als Hardcover.

1. Was ist Ihre Lieblingszeit zum Schreiben?

Morgens bin ich sehr produktiv, nachts kommen die abgefahreneren Ideen, nachmittags kann man sich schon auf den Feierabend freuen … eine richtige Lieblingszeit habe ich nicht. Aus Notwendigkeit schreibe ich meist zu normalen Arbeitszeiten, mit der einen oder anderen Nachtschicht, wenn es nötig wird. Irgendwann im Schreibprozess werden Wochenenden auch zur Arbeitszeit, und wenn man nicht schreibt, denkt man ohnehin viel an das Buch.

2. Welches ist Ihr Lieblingsgetränk während des Schreibens?

Schnödes Wasser. Morgens Kaffee oder Tee, je nach Stimmung. Alkohol mixt sich bei mir nur selten gut mit dem Schreiben.

Porträt Christoph Hardebusch

Der Fantasy-Autor Christoph Hardebusch (Foto: Casjen Klosterhuis)

3. Auf welcher Sitzgelegenheit sitzend schreiben Sie am liebsten?

Wenn man viel Zeit vor dem Computer verbringt, lernt man einen ordentlichen Stuhl mit Rückenstütze zu schätzen.

4. Worin besteht die größte Versuchung, um während der Arbeit abgelenkt zu werden?

Im Internet, das unglücklicherweise auch noch durchgehend verfügbar ist.

5. Wie viele Wörter am Tag schreiben Sie?

Ich beginne jeden Schreibtag mit dem Ziel, ein bestimmtes Pensum zu schaffen. Das ist nicht in Wörtern gerechnet, sondern in Szenen, die ich schreiben will. Das kann mal kurz sein, mal lang, aber die Anzahl der Wörter hat eigentlich keine Auswirkung auf die benötigte Zeit oder die Schwierigkeit.

6. Drucken Sie Texte noch zum Korrekturlesen aus?

Selten. Ich bekomme den Text noch zweimal auf Papier, bevor das Buch in den Druck geht, einmal das bearbeitete Manuskript von meiner Lektorin, einmal die bereits gesetzten Fahnen. Das reicht mir für alle Nicht-am-Monitor-lesen-Ansprüche.

7. Wer darf eine neue Geschichte zuerst lesen?

Meine Frau, die hauptberuflich Literaturagentin ist und lange Erfahrung als Lektorin hat. Sie ist meine erste Leserin, schärfste und beste Kritikerin und der Garant der Qualität meiner Texte.

8. Welchen Platz bekommen die eigenen Bücher zu Hause?

Ich habe ein Regal in meinem Arbeitszimmer, in dem ich die Erstausgaben sammle. Da man als Autor aber recht viele Exemplare bekommt, liegen meist noch welche in Kartons im ganzen Haus verteilt.

9. Kann man als professioneller Schreiber noch mit Vergnügen das Werk anderer Autoren lesen?

Sicherlich kann man das. Ein gutes Buch zieht mich immer noch so in seinen Bann, wie das vor meiner ersten Veröffentlichung der Fall war.

10. Welchen magischen Trick würden Sie gern selbst beherrschen?

Nicht unbedingt magisch, aber eine Meditation zur höchsten Konzentration wäre gut, um gegen jedwede Ablenkung gefeit zu sein.

11. Wie viel Internet darf es am Tag sein?

Es sollte weniger sein, als es normalerweise ist …

12. Brauchen Autoren Haustiere?

Um einen großen Humoristen zu paraphrasieren: Ein Leben ohne Haustiere ist möglich, aber sinnlos. Wir haben zwei Katzen, und es gibt wenig, was in Schreibkrisen beruhigender ist, als ein sanftes Schnurren.

Neueste Meldungen von Christoph Hardebusch über Twitter.

Weitere Serienteile von „Einblicke“:

Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht von Fantasy-Autoren

„Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht von Fantasy-Autoren“ ist eine neue Serie, in der Fantasy-Autoren zwölf Fragen rund um ihren Schreiballtag beantworten. Zum Auftakt gewährt Susanne Gerdom, die die Fantasy um so wundervolle Werke wie „Die Seele der Elben“, „Elidar“ und „Der Nebelkönig“ bereicherte, Einblicke.

1. Was ist Ihre Lieblingszeit zum Schreiben?
Die Nacht, wenn alles ruhig ist, kein Telefon klingelt, nichts anderes mehr getan werden muss. Oder der ganz frühe Morgen – dann ist alles noch frisch und blank und ich habe aus dem Aufwachen ein paar Ideen mitgenommen.

2. Welches ist Ihr Lieblingsgetränk während des Schreibens?
Kaffee, Kaffee sowie … Kaffee.

3. Auf welcher Sitzgelegenheit sitzend schreiben Sie am liebsten?
Auf meinem Sitzpilz. Ein Hocker mit Rollen darunter. Ich mag keine Rücken- oder Armlehnen beim Schreiben.

4. Worin besteht die größte Versuchung, um sich während der Arbeit ablenken zu lassen?
Das Internet. Facebook. E-Mails. Ein bisschen Recherche, die dann zwei Stunden später an einem völlig irrelevanten Punkt endet.

5. Wie viele Wörter am Tag schreiben Sie?
Ich rechne für mich in Anschlägen oder Seiten. Mein Tagespensum sind im Moment sieben Manuskriptseiten/10500 Anschläge, also um die 1700 Wörter. Ich habe aber auch Tage, an denen ich das Doppelte schreibe.

6. Drucken Sie Texte noch zum Korrekturlesen aus?
Nein. Ich drucke aus, weil ich schon mal eine komplette Tagesproduktion im digitalen Orkus verloren habe und weil meine familiären Betaleser gerne Papier haben. Ich selbst lese und korrigiere ausschließlich am Bildschirm, auch am Schluss den Umbruch, den ich vom Verlag bekomme.

Porträt der Autorin Susanne Gerdom

Fantasy-Autorin Susanne Gerdom (Foto: PicturePeople)

7. Wer darf eine neue Geschichte zuerst lesen?
Meine Familie. Die bekommen sogar meine Tagesproduktion zu lesen, was ich sonst mit fast niemandem exerziere. Dann habe ich ein paar Autorenkolleginnen, die im laufenden Prozess mitlesen, wenn ihre eigene Produktion ihnen die Zeit dazu lässt. Das ist sehr schön, von da kommt dann auch gerne mal etwas härtere Kritik.

8. Welchen Platz bekommen die eigenen Bücher zu Hause?
Ein kleines Fach in meinem Billy. Na gut, inzwischen sind es zwei kleine Fächer. Und einen großen Platz im Arbeitszimmerregal – da stehen all die Rezensionsexemplare, die ich im Laufe der Zeit verschicke.

9. Kann man als professioneller Schreiber noch mit Vergnügen das Werk anderer Autoren lesen?
Ja, wenn das Buch gut ist. Nein, wenn es … weniger gut ist. Dann setzt die innere Autorin ein und mäkelt. 🙂 Wenn ein Autor mich einfängt und mitnimmt, lese ich genauso “naiv” wie ich das früher getan habe.

10. Welchen magischen Trick würden Sie gern selbst beherrschen?
Das Gedankentippen. Ich habe gerade einen Schreibmarathon hinter mir, weil ich ein Projekt dringend fertig bekommen wollte, und jetzt tun mir die Finger weh. Man wird ja auch nicht jünger … Es hätte was, wenn sich die Tastatur per Gedankenfunk bedienen ließe. Nein, ich mag nicht diktieren. Dann störe ich mich selbst beim Denken.

11. Wie viel Internet darf es am Tag sein?
OMG! Wer liest das hier mit? 🙂 Ich bin ein Internet-Junkie. Als wir frisch umgezogen waren, aus Düsseldorf aufs platte Land, hat uns die Telekom zehn ganze Tage ohne Telefon (das war mir egal) und ohne Internetanschluss hier sitzen lassen – irgendeine Leitung war hin. Ich bin die Wände hochgegangen! Kappt mir meinen Netzanschluss, und ich garantiere für gar nichts mehr.

12. Brauchen Autoren Haustiere?
Ja. Uneingeschränkt: Ja. Und zwar Katzen. Vier mindestens. Die halten einen nämlich auf Trab und verhindern wirkungsvoll, dass man auf seinem Sitzpilz anwächst. Übrigens, ich muss jetzt los. Neben mir sitzt Kater Max und verlangt sein Essen.

Mehr zu Susanne Gerdom auf Ihrer Homepage.