Markus Heitz und seine sonderbaren Zwerge

Nicht nur, dass sich die vier Zwerge-Romane des Markus Heitz bereits millionenfach verkauft haben – nein von Band 1 „Die Zwerge“ ist kürzlich erst ein Sonderband mit Illustrationen erschienen. Dennoch kommen im Oktober schon die nächsten Sondereditionen mit den kleinen Bartträgern auf den Markt.

Piper verlegt die limitierte Sonderausgabe von „Die Zwerge“, „Der Krieg der Zwerge“, „Die Rache der Zwerge“ und „Das Schicksal der Zwerge“. Im Cover taucht die Axt des Tungdil Goldhand, die die alten Buchklappen dominiert hatte, nur noch oben auf. Stattdessen hat man sich für eine Herr-der-Ringe-Film-Optik entschieden. Belagerungstürme, Schleudern und Sturmleitern sollen wohl den Sturm auf das Geborgene Land nachstellen. Die kleinen zähen Verteidiger sucht man allerdings vergebens. Bei den gezeigten, riesigen Mauern müssten sie sich auch zwergenhaft vorkommen.

Die Taschenbuchausgabe wird glatte zehn Euro pro Band kosten, wobei die Bände einzeln bestellbar sind. Nun ja, echten Fans werden die neuen Ausgaben zumindest die Wartezeit auf Band 5 verkürzen.

Deutscher Phantastik Preis: die Heitz-Festspiele

Der Deutsche Phantastik Preis 2009  ist verliehen, vergeben und hoffentlich bald vergessen. Dieses Urteil mag etwas hart klingen, handelt es sich doch um einen Publikumspreis und vox populi kann nicht irren. Doch kann man wirklich einen Preis ernst nehmen, bei dem als bester deutschsprachiger Roman im Erscheinungsjahr 2008 „Das Schicksal der Zwerge“ gewinnt? Und nicht nur das, auf Platz 2 in dieser Kategorie landet ein weitere Roman von Markus Heitz mit „Blutportale“. Würde Heitz drei Romane im Jahr veröffentlichen, hätte es der dritte bestimmt auf Platz 3 geschafft. Etwas seltsam, dass die „Dwarves“ in der Kategorie internationaler Roman nicht einmal berücksichtigt wurden.

Dort verhalf – wenig überraschend – Volkes Stimme Patrick Rothfuss zu seinem ersten DPP. Den „Namen des Windes“ hatten sicherlich die meisten bei den internationalen Romanen oben auf der Liste. Vielleicht wird Pat diese Ehrung aus Deutschland sogar irgendwann einen eignen Blog-Eintrag wert sein. Derzeit ist er allerdings mehr damit beschäftigt, Gastauftritte in seinem nächsten Roman für einen guten Zweck zu versteigern.

Zu den weiteren Geehrten zählen die Autoren von Perry Rhodan (beste Serie), Dirk Schulz (bester Grafiker), Ju Honisch (bestes deutschsprachiges Debüt) und die Betreiber von Fantasyguide.de (Glückwünsche ihnen allen). Nur gut, dass Mahet in diesem Jahr nicht ein Update seiner Website veröffentlicht hat, sonst wäre er noch in einer weiteren Kategorie dabeigewesen.

Übrigens, im nächsten Jahr treten nur noch „Gerechter Zorn“ und „Drachenkaiser“ bei den deutschsprachigen Romanen an, damit ein wenig Spannung in die Wahl kommt.