Piper-Fantasy im Frühjahr 2018 mit Pehov, Meißner und Peinkofer

Beim Blick auf die Vorschau von Piper-Fantasy für das Frühjahr 2018 drängt sich ein Eindruck auf, der sich unterschiedlich bewerten lässt. Von „Von Piper nichts Neues“ über „Piper-Fantasy bleibt sich und seinen Autoren treu“ bis hin zu „Piper setzt Trends fort“ reicht das Spektrum. Allerdings ist diese Erkenntnis nicht neu, erstreckt sie sich doch über die Programme der vergangenen Jahre. Doch der Reihe nach.

Weiterlesen

Advertisements

Bänder der Trauer von Brandon Sanderson

Brandon Sanderson: Bänder der Trauer

Brandon Sanderson: Bänder der Trauer

Die Bänder der Trauer sollen einmal dem Obersten Herrscher gehört haben. Nach seinem Sturz gingen sie verloren, doch die magischen Artefakte könnten dem verbrecherischen Kreis dabei helfen, eine mächtige Armee aufzustellen. Auch ohne Unterstützung durch den Einträchtigen gehen Wax, Wayne und ihre Gefährten auf die Suche nach den Bändern, in Band 6 der Nebelgeborenen-Romane von Brandon Sanderson.

Weiterlesen

Brandon Sanderson über die Nebelgeborenen und seinen Schreiballtag

Brandon Sanderson im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse.

Brandon Sanderson im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse.

„Schreiben darf für mich nicht zum Schreibtisch-Job werden“, sagt Brandon Sanderson. Auf Einladung des Piper-Verlags war der amerikanische Fantasy-Autor zur Leipziger Buchmesse gekommen. Bei einem Treffen mit deutschen Bloggern beantwortete er Fragen rund um seinen Schreiballtag und über seine Nebelgeborenen-Romane.

Weiterlesen

Brandon Sanderson: Schatten über Elantel – eine Rezension

Brandon Sanderson: Schatten über Elantel

In „Schatten über Elantel“ dürfen Wax und Wayne eine Revolution in der Stadt Elantel verhindern, die die Welt in ihren Grundfesten erschüttern würde. Doch es dauert, ehe die beiden erfahren, wer hinter den Plänen steckt. Und dann müssen sie ihren Gegenspieler noch finden und unschädlich machen.

Weiterlesen

Rezension: Age of Iron 3 – Die Herrschaft von Angus Watson

Angus Watson: Age of Iron 3 - Die Herrschaft

Angus Watson: Age of Iron 3 – Die Herrschaft

Nach den vielen Vorschauen wird es Zeit für die letzte Rezension des Jahres: „Age of Iron 3 – Die Herrschaft“ von Angus Watson. Darin kommt es zur lange angekündigten Invasion Britanniens durch die Römer. Cäsars Truppen sind in Truppenstärke sowie -disziplin drückend überlegen. Und da ist da noch die Geheimwaffe: die magische Legion des Druiden Felix. Dagegen helfen den zwangsvereinten Britanniern unter Königin Lowa nur Mut, List und eigene Magie. Daher ruhen die Hoffnungen vor allem auf Spring.

Weiterlesen

Age of Iron – Der Krieger von Angus Watson

Angus Watson: Age of Iron - Der Krieger

Angus Watson: Age of Iron – Der Krieger

Die Handlung von „Age of Iron – Der Krieger“ setzt im Jahre 61 vor Christus ein. Ganz Britannien ist noch frei von Römern, die noch unter Cäsar in Gallien beschäftigt sind. Ganz? Nein, der so ehrgeizige wie grausame König Zadar hält sich bereits einen römischen Druiden (Felix, der aber nur glücklich ist, wenn er andere quälen darf), und das Gerede von einer Invasion der Insel durch die Römer will nicht abreißen. Außerdem ist der römische Einfluss an der Einführung von Münzen und am technologischen Fortschritt zu erkennen. Und auch gegen den Aufstieg Zadars (ein für Leser der Albae-Reihe von Markus Heitz vorbelasteter Name) regt sich Widerstand. Ein einsamer Krieger stellt sich ihm in den Weg. Zwar wollte Dug sich eigentlich der Armee des Königs anschließen, doch der Zufall, eine Frau und ein Mädchen sorgen dafür, dass er seinen Kriegshammer gegen die Schergen des Königs einsetzt.

Weiterlesen

Blut aus Silber von Alex Marshall – eine Rezension

Alex Marshall: Blut aus Silber

Alex Marshall: Blut aus Silber

Als ein Regiment des Scharlachroten Imperiums in das Dorf von Zosia kommt, weiß die ehemalige Anführerin der Kobaltblauen Kompanie, dass es mit ihrem beschaulichen Landleben vorbei ist. Doch sie ahnt nicht, wie blutig es werden wird. Und wer hinter dem Massaker steckt, das die Soldaten anrichten, meint sie nur zu wissen. Das hindert sie aber nicht daran, einen Rachefeldzug zu beginnen und sich dafür unter ihren ehemaligen Offizieren nach Verbündeten umzusehen.

Doch so glatt, wie die Rachegeschichte sich zunächst abzeichnet, ist sie glücklicherweise nicht. Alex Marshall hat sich für „Blut aus Silber“ großzügig aus dem reichen Schatz der Motive der modernen Helden-Fantasy bedient. Das Buch strotzt vor intertextuellen Verweisen und Anspielungen auf bekannte Werke, etwa wenn es darum geht wie Rache serviert werden soll – hier erkennen Leser von Joe Abercrombie gleich die Anspielung auf „Best Served Cold“ (Racheklingen). Da es sich nicht um High-Fantasy handelt, stehen Aufbau und Beschreibung der Fantasy-Welt nicht im Vordergrund. Deutlich wird aber, dass diese aus einem fünfzackigen Stern besteht, es Tore gibt, durch die Menschen und Teufel reisen können und dass es eine Verbindung zur Welt der Teufel gibt.

Schwache Figuren bei Alex Marshall

Die Handlung wird aus der Perspektive von mehreren Figuren geschildert. Neben Zosia sind das ihr ehemaliger Schurke Maroto, sein Neffe Griesgram, die Kriegernonne Portolés, die junge Ji-hyeon und Oberst Hjortt (Sohn und Vater). Bei aller Vielfalt der Figuren – die größte Schwäche des Buches ist wohl, dass es schwerfällt, eine Verbindung zu den handelnden Personen zu knüpfen. Sie sind nur selten sympathisch, sodass man ihnen als Leser ihre menschlichen Schwächen nicht verzeiht. Wenn eine Figur für sich einnimmt, ist es wohl Maroto, da er mit seinem Trupp Adeliger auch für den Großteil der komischen Szenen verantwortlich ist. Seine fehlenden Fähigkeiten zu reflektieren und Dinge zu durchdenken, nehmen seiner Figur jedoch die Tiefe. Und die Figur der Zosia steht für das Problem, dass starke Frauenfiguren nicht dadurch entstehen, dass man weibliche Abziehbilder männlicher Helden oder Anti-Helden kreiert.

An der Diskussion, welcher Autor sich hinter dem Pseudonym Alex Marshall verbirgt, können deutsche Leser, die nicht im Original lesen, kaum mitreden. Zumindest fällt es schwerer, den Stil zu vergleichen, wenn man sich an Übersetzungen orientiert und es wahrscheinlich ist, dass andere Werke des Autors von einem anderen Übersetzer ins Deutsche übertragen wurden. Wer dennoch mitraten möchte, kann sich an verschiedenen Stellen über den Stand der Diskussion informieren.

Aus Blut aus Silber wird eine Trilogie

Die mit „Blut aus Silber“ begonnene Geschichte ist von Alex Marshall als Trilogie angelegt. Der Titel von Band 2 lautet im Original „A Blade of Black Steel“ und wird voraussichtlich im Mai 2016 erscheinen. Darin dürfte sich die Handlung erweitern und von der ursprünglichen Rachegeschichte weggehen. Dass Marshall die Fähigkeiten mitbringt, eine etwas komplexere Geschichte zu erzählen, darf jedoch bezweifelt werden – zu simpel fallen die Lösungen im insgesamt ordentlichen ersten Band aus.

„Blut aus Silber“ von Alex Marshall ist bei Piper erschienen. Die broschierte Taschenbuchausgabe geht über 864 Seiten und kostet 19,99 Euro, das E-Book 15,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Andreas Decker.