Interview: Peter Brett über das Ende der Dämonen-Saga und eine neue Dämonen-Reihe

Peter Brett

Peter Brett blickte beim Interview auf die Dämonen-Saga zurück und verriet Pläne für eine neue Dämonen-Reihe. Foto: Jörn Käsebier

Bei seiner dritten Deutschlandreise lernte Peter Brett Deutschland von unterschiedlichen Seiten kennen. Als er im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann seine Bücher signieren wollte, wurde vor Freude der Abteilungsleiter dazugeholt. Im Virgin-Store am Hauptbahnhof hingegen wollte man dem Fantasy-Autor untersagen, in seine ausliegenden Romane zu schreiben.

Er bewahrte sich dennoch seine gute Laune. Denn die deutschen Leser ermöglichten dem Amerikaner die erste Spitzenplatzierung auf einer Bestsellerliste überhaupt. Im Interview gab Peter Brett Auskunft über das Ende der Dämonen-Saga und den Beginn einer neuen Dämonen-Reihe sowie Plänen zu einer Verfilmung.

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Rezension: Die Stimmen des Abgrunds von Peter V. Brett

Die Stimmen des Abgrunds von Peter V. Brett

Peter V. Brett: Die Stimmen des Abgrunds

Die Entscheidung im Kampf zwischen Menschen und Dämonen rückt näher. Schafft es die Dämonenkönigin, einen neuen Wurf Dämonenprinzen auszubrüten, werden alle Erfolge der Menschen zunichte. Das Tal der Holzfäller, Fort Miln, Fort Angiers, Lakton und Everams Füllhorn – alle großen Ansiedlungen schweben in großer Gefahr. Und noch immer sind die Menschen zerstritten. Ihre größte Hoffnung besteht in einer kleinen Gruppe, die plant die Königin zu töten. Jardir folgt seiner Bestimmung als Erlöser, Arlen hört die Stimmen des Abgrunds, den Lockruf des Horc und der Dämonenprinz, der sie führt, plant bereits seine Flucht.

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Lesung: Peter Brett kommt nach Deutschland

Erfolg will ausgekostet werden: Die Dämonen-Reihe von Peter Brett ist in Deutschland sehr erfolgreich. Legt man die Platzierungen in den Bestsellerlisten zu Grunde, hat sich die Reihe dazu noch mit fast jedem Band gesteigert. Das haben der Heyne Verlag und Peter Brett natürlich gemerkt. Es verwundert daher nicht, dass sie auf die Nachfrage reagieren – mit einer Lesung. Peter Brett kommt dazu nach Deutschland.

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Das Leuchten der Magie von Peter V. Brett

Peter V. Brett: Das Leuchten der Magie

Peter V. Brett: Das Leuchten der Magie

Das Vorrücken der Krasianer ist gestoppt. Vor Lakton und Angiers haben sie große Niederlagen erlitten. Doch eine Vereinigung der Menschen gegen die Dämonen ist dadurch nicht näher gerückt. Mit Arlen und Jardir sind zudem die mächtigsten Männer verschwunden. Sie haben sich aus dem Spiel genommen, um einen vernichtenden Schlag gegen die Dämonen vorzubereiten. Mithilfe eines gefangenen Dämonenprinzes wollen sie in den Horc vordringen und die Königin der Dämonen vernichten, deren Brut seit Jahrhunderten die Menschheit bedroht.

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Finale verschoben bei Brent Weeks und Peter V. Brett

Auf die Fortsetzung zu warten, fällt nicht leicht. Vor allem wenn Reihen kurz vor dem Abschluss stehen, ist es für Leser schwer, nicht die Geduld zu verlieren. Aktuell ist bei zwei Fantasy-Reihen das Finale verschoben: Bei Brent Weeks und Peter V. Brett heißt es derzeit warten.

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Interview mit Peter Brett zu „Der Thron der Finsternis“, dem Ende der Dämonen-Saga und einer Verfilmung

Peter Brett beim Interview in Berlin, wo er auf seiner Deutschlandreise Station machte. Foto: Jörn Käsebier

Peter Brett beim Interview in Berlin, wo er auf seiner Deutschlandreise Station machte.         Foto: Jörn Käsebier

Mit seiner Dämonen-Saga ist der Fantasy-Autor Peter V. Brett in Deutschland sehr erfolgreich. Fünf Bände wird sie umfassen, hinzu kommt mindestens ein Roman, der in der von Dämonen heimgesuchten Welt spielt. Peter Brett veröffentlicht zudem immer wieder Erzählungen, die die Handlung der Dämonen-Saga ergänzen. Im Interview geht er aber auch auf Pläne für eine Verfilmung ein.

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Peter V. Brett: Der Thron der Finsternis – eine Rezension

Peter V. Brett: Der Thron der Finsternis

Peter V. Brett: Der Thron der Finsternis

Das Schicksal von Arlen und Jardir enthüllt Peter V. Brett in der „Der Thron der Finsternis“ rasch. Doch er hält sich nicht lange bei ihnen auf, denn wie der Originaltitel, „The Skull Throne“, bereits ausdrückt, steht in Band 4 des Dämonen-Zyklus der Kampf um den Schädelthron im Vordergrund und damit der Machtkampf bei den Krasianern. Doch es gibt auch ein Wiedersehen mit einigen bekannten Figuren.

Kampf um den Thron der Finsternis

Peter V. Brett ist kein Autor, der die Handlung rasch vorantreibt. Die Erfahrung mussten Fans vor allem in Band 2 des Dämonen-Zyklus machen, als Brett lang und ausführlich bekannte Ereignisse schilderte und dabei nur die Perspektive wechselte. Da er mit jedem Band des Dämonen-Zyklus mindestens die Perspektive einer Figur hinzufügt, braucht er zudem Zeit, um die neue Erzählstimme zu etablieren. In „Der Thron der Finsternis“ ist Ashia die Figur, über die Leser mehr lernen. Die Rückblicke halten sich aber in Grenzen und werden mehr verteilt, wodurch auch die Wiederholungen weniger werden.

Dennoch bleibt das Fantasy-Buch ein Werk mit ungewöhnlichem Handlungsverlauf. Treibt Peter Brett anfangs ziemlich rasch die Handlung mit Blick auf den Dämonenkrieg voran, so folgen danach viele Trippelschritte seitwärts. Die Schlenker sind zum einen notwendig, weil ja auch der Konflikt zwischen Krasianern und den nördlichen Herzogtümern noch nicht gelöst ist und unter den Krasianern nach dem Verschwinden von Jardir ein Machtkampf entbrennt, zum anderen aber vor allem, um auch den anderen Hauptfiguren wie Rojer, Leesha und Abban ihre eigenen Handlungsstränge in „Der Thron der Finsternis“ zu erhalten. Doch genau diese epische Breite und vielen Schlenker sind wohl auch das, was Fans an Peter Bretts Werk lieben.

Peter Brett leitet zur Fortsetzung über

Für Leser der im Frühjahr erschienen Erzählung „Das Erbe des Kuriers“ gibt es ein Wiedersehen mit Dorn, der eine wichtige Rolle im Kampf um Lakton einnimmt. Dorn heißt im Original Briar, der Name wurde also übersetzt. Warum aber heißt es in „Der Thron der Finsternis“ immer wieder „Mum“ und „Dad“? Dass wegen der Anzahl der Silben die Synchronisation amerikanischer Filme und Serien diese Begriffe benutzen, ist nachvollziehbar. Doch in einem Buch?

Mit dem Kampf um Lakton nimmt die Handlung im letzten Viertel des Buches deutlich an Fahrt auf. Plötzlich bringt Peter Brett Handlungsstränge zu einem Ende, springt zum Teil auch unsanft mit verschiedenen Figuren um und treibt Konflikte auf die Spitze. Mit Einblicken in die Gedankenwelt des Königlichen Gemahls, einem mächtigen Dämon, knüpft der amerikanische Fantasy-Autor am Ende wieder an den Beginn von „Der Thron der Finsternis“ an. Der Kampf gegen Dämonen rückt wieder in den Mittelpunkt und damit die Welt des Horc. Über diese Unterwelt dürften die Leser im nächsten Band mehr erfahren. Band 5 soll die Geschichte abschließen, auch wenn noch ein weiterer Einzelband, der in Thesa spielt, geplant ist.

„Der Thron der Finsternis“ von Peter V. Brett ist bei Heyne erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe geht mit Anhang über 1024 Seiten und kostet 16,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Ingrid Herrmann-Nytko.