Patrick Rothfuss im Interview über Auri, Königsmörder-Chronik 3 und eine Verfilmung

Leipziger Buchmesse 2015  Foto: Jörn Käsebier

Fantasy-Autor Patrick Rothfuss auf der Leipziger Buchmesse 2015          Foto: Jörn Käsebier

Zu den Stargästen der Leipziger Buchmesse 2015 zählte der Fantasy-Autor Patrick Rothfuss. Im Interview nimmt er zu seinem aktuellen Buch „Die Musik der Stille“ Stellung, spricht aber auch über die Pläne für Königsmörder-Chronik 3, die Chancen für eine Verfilmung seiner Werke – und über Seife.

Herr Rothfuss, Auri, die Protagonistin von „Die Musik der Stille“, ist eine ungewöhnliche Figur. Wie schwierig war es, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu schreiben?

Patrick Rothfuss: Es war schwierig. Aus Kvothes Sicht zu schreiben fällt mir leicht, weil ich es bereits so lange mache. Aber Auri ist in ganz vielen Aspekten eine völlig andere Figur. Leser der ersten beiden Königsmörder-Chronik-Bücher wissen, dass Auri eine ganz eigene Sicht auf die Dinge hat. Ich habe eine Weile gebraucht, durchweg diese Perspektive einnehmen zu können.

Für Auri müssen alle Dinge an dem für sie richtigen Platz sein. Warum ist das für Auri so wichtig?

Das ist die zentrale Frage des Buches, die sich hoffentlich jeder Leser stellt. Ich habe keine kurze Antwort darauf – sonst hätte ich das Buch wohl auch nicht schreiben müssen. Ich habe bereits einige mögliche Antworten gelesen und finde es gut, dass Leser ihre eigenen Theorien aufstellen, möchte sie auch zum Denken anregen. In Interviews vermeide ich es, zu manchen Aspekten eine eindeutige Antwort zu geben, um das Denken nicht abzuwürgen. Das ist übrigens auch der Grund, warum auf den Zeichnungen in „Die Musik der Stille“ das Gesicht von Auri nicht zu sehen ist. Ich wollte den Menschen nicht ihre Vorstellung rauben und vorgeben: So sieht Auri aus.

Stichwort Zeichnungen. Wie lief die Zusammenarbeit mit Marc Simonetti und wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Ich bewundere Simonetti. Er war einer der wenigen modernen Künstler, die ich namentlich kannte, bevor ich selbst etwas veröffentlicht hatte. Er entwirft die wunderschönen Cover für die französischen Ausgaben meiner Bücher. Die Illustrationen in der englischen Ausgabe von „Die Musik der Stille“ stammen von meinem Freund Nate Taylor, doch der französische Verlag wollte Simonetti. Ich habe ihm dann meine Wünsche übermittelt, etwa dass Auris Gesicht nicht zu sehen sein soll und dass das Unterding viele Facetten benötigt. Als ich die ersten Entwürfe bekam, wollte ich daher noch ein paar Änderungen, und Simonetti hat sie anstandslos durchgeführt. Es war eine tolle Zusammenarbeit.

Seife spielt eine wichtige Rolle im Buch. Haben Sie selbst schon einmal Seife hergestellt?

Das habe ich. Dieses alte Verfahren lässt sich mit einfachen Werkzeugen umsetzen. Ich bin aber nicht gut darin. Es kann auch ziemlich gefährlich werden, weil man mit flüssigem heißen Fett und Säure hantiert. Bei einem Experiment vor wenigen Jahren hätte ich fast mich selbst, vor allem aber meinen kleinen Jungen verletzt. Man sollte also sehr vorsichtig sein, wenn man es in der eigenen Küche ausprobiert.

Also steckt doch mehr Action in der Geschichte über Seifenherstellung …

Ha! Da ist was dran. Zumindest für Menschen, die sich damit auskennen.

Werden wir Auri im dritten Band der Königsmörder-Chronik wiedertreffen?

Sie wird im dritten Buch eine Rolle spielen.

Und wird das dritte Buch auch den kompletten dritten Tag enthalten, mit dem die Chronik enden soll?

Buch 3 beendet die Geschichte. Es kann allerdings sein, dass ich noch weitere Geschichten in dieser Welt spielen lasse.

Autorenarbeit nach Lesungen: Patrick Rothfuss signiert. Foto: Jörn Käsebier

Autorenarbeit nach Lesungen: Patrick Rothfuss signiert.  Fotos: Jörn Käsebier

Und welches Buch werden wir als nächstes von Ihnen lesen?

Ich bin nicht begierig darauf, ein anderes Buch zu schreiben als Buch 3, denn ich weiß ja, dass meine Leser darauf warten. Ich hatte „Die Musik der Stille“ eigentlich als Beitrag für eine Anthologie vorgesehen, in die die Geschichte aber nicht hineinpasste, weshalb ich eine andere schreiben musste. Und vergangenes Jahr stand ich vor der Wahl gar kein Buch oder eben „The Slow Regard of Silent Things“ zu veröffentlichen. Und da es vielen Testlesern gefiel, habe ich mich für eine Veröffentlichung entschieden. Sollte ich eine großartige Idee haben, würde ich diese wahrscheinlich direkt umsetzen, weil die Idee sonst verloren geht. Ich weiß aus Erfahrung, dass ich später nicht mehr gut am Ausgangspunkt ansetzen kann. Ich habe bereits zwei Drittel eines Buches geschrieben, das eigentlich als längere Erzählung gedacht war. Aber ich weiß, dass selbst die vielen geduldigen Leser auf Buch 3 warten. Daran werde ich aber noch mindestens ein Jahr arbeiten müssen, wobei noch weitere Monate hinzukommen, bis es zur Veröffentlichung kommt.

Es gibt Gerüchte, dass aus der Königsmörder-Chronik eine Fernsehserie werden könnte. Ist da etwas dran?

Die Filmrechte sind schon eine ganze Weile verkauft. Derzeit prüft NBC, ob und wie eine Umsetzung möglich wäre. Das Interesse schmeichelt mir. Aber wenn man sich anschaut, von wie vielen Büchern die Filmrechte gekauft und wie viele umgesetzt werden, sieht man, dass die Chancen gering sind.

Fürchten Sie, dass ein Film oder eine Serie die Fantasie der Leser zerstören würde, weil ihnen plötzlich ein Kvothe oder eine Auri vorgegeben werden?

Die Gefahr besteht. Doch andererseits ist eine Verfilmung nur eine Version der Geschichte, und sie könnte Menschen erreichen, die von den Büchern sonst nie etwas gehört hätten. Würde ich gern eine gelungene Verfilmung sehen? Sicher würde ich das. Aber ich hätte keinen Einfluss darauf, ob es gelingt. Das haben Autoren selten.

Hilft denn der Erfolg von „Game of Thrones“?

Vielleicht ein bisschen. Aber man darf nicht vergessen, dass George Martin viele Jahre in Hollywood gearbeitet hat und von daher eine Ausnahme darstellt. Bei mir würden sich die Produzenten wahrscheinlich nicht darum scheren, was meine Wünsche und meine Meinung wäre.

Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Sohn eines Tages ankommt und sagt, er wolle Schriftsteller werden?

Wenn er es wirklich will, würde ich sagen, nur zu! Was man beim Schreiben nicht vergessen darf, es kann auch ein Hobby sein. Meiner Meinung nach ist das viel zu wenig anerkannt. Wer schreibt, sieht es als Scheitern an, wenn er kein Manuskript verkauft. Dabei würde man von jemandem, der gerne gärtnert doch auch nicht erwarten, dass er eine Gärtnerei aufmacht. Beim Schreiben geht es um den Wunsch, Geschichten zu erzählen, doch muss man das nicht beruflich machen. Das würde ich meinem Jungen sagen.

Auf Deutschlandreise: Patrick Rothfuss

Auf Deutschlandreise: Patrick Rothfuss

Zum Alltag von Autoren zählt es heute, über das Internet mit Lesern und Kollegen zu kommunizieren. Sie selbst machen das auf Twitter, Facebook, Ihrem Blog. Ist das Internet für sie eher hilfreich oder ein Zeitfresser?

Wenn es darum geht, mit meinem Lesern in Kontakt zu kommen, ist es natürlich hilfreich. Dass so viele Menschen zu meinen Lesungen hier auf der Leipziger Buchmesse kommen, liegt auch daran, dass ich online auf die Termine hingewiesen habe. Außerdem ermöglicht mir das Netz, meine Bekanntheit dazu zu nutzen, auf für mich wichtige Dinge hinzuweisen, etwa darauf, wie es ist, Vater zu sein. Oder ich gehe auf Probleme in der Welt ein.

Setzen Sie sich eine Grenze dafür, wie viel Zeit Sie online verbringen?

Nein, dafür unterscheiden sich die Tage zu sehr. Manchmal ist es zum Beispiel besonders wichtig, dass ich die Anfragen meiner Übersetzer beantworte. Das können auch schon einmal 50 Fragen sein, die ich da beantworten muss.

Sie sprechen zwar kaum Deutsch, doch Ihr Name klingt deutsch. Haben Sie eine besondere Beziehung zu Deutschland?

Meine Familie wird vor mehreren Generationen in die USA eingewandert sein. Mein Großvater lebte bereits in Wisconsin, wo ich lebe, seine Familie stammt aus New York. Und wenn man ihre Wurzeln zurückverfolgt, kommt man wohl nach Deutschland. Ich weiß, dass der Name Rothfuss im Schwarzwald ziemlich verbreitet ist. Aber ich weiß nicht, ob meine Familie dort herkommt.

Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille – eine Rezension

Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille

Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille

Im Nachwort von „Die Musik der Stille“ schreibt Patrick Rothfuss, er habe Sorge gehabt, dass niemand die Geschichte lesen wolle. Schließlich beschreibe er auf acht Seiten, wie Seife gemacht werde. Ob dahinter nun Koketterie oder wahre Unsicherheit eines Schriftstellers steckt – „Die Musik der Stille“ (Originaltitel: The Slow Regard of Silent Things) ist weit mehr als die Beschreibung vom Seifenmachen. Man hätte das Fantasy-Buch auch ganz nüchtern „Eine Woche im Leben der Auri“ nennen können, denn die Geschichte erstreckt sich über sieben Tage. Doch so ein Titel hätte nicht gepasst, denn so ungewöhnlich wie die Gedankenwelt Auris ist, ist auch eine Woche in ihrem Leben.

Das Lebendige in Dingen

Leser der Königsmörder-Chronik kennen Auri als scheues Wesen, das Kvothe als einen von ganz wenigen Menschen überhaupt an sich heranlässt. Sie lebt in einer Welt unter der Universität von Imre, die sie Temerant nennt. Dort muss alles seine Ordnung haben, denn Auri braucht die Sicherheit, dass alle Gegenstände an dem für sie richtigen Platz sind. Alle Veränderungen können die junge Frau treffen – je nach Stimmung wird sie euphorisch oder depressiv.

Als Leser ist es nicht immer leicht, den Gedankengängen von Auri zu folgen, zu der auch andere Bezeichnungen von Gegenständen gehören als wir sie verwenden. Doch in „Die Musik der Stille“ geht es nicht darum, alles zu verstehen, sondern darum, Auri besser zu verstehen. Dazu tragen auch die Hinweise auf ihre Vergangenheit bei, die erklären, warum sie sich so zurückgezogen hat und das Lebendige in Dingen sucht. Wer sich auf Auri und ihre Geschichte einlässt, wird mit einer Erzählung von ganz eigener Schönheit belohnt. Und erfährt so nebenbei mehr aus der Welt, in der die Königsmörder-Chronik spielt.

Zeichnungen der Musik der Stille

Für ein Fantasy-Buch ist es ein schmales Bändchen geworden. Es muss jeder selbst wissen, ob ihm dieses Werk von Patrick Rothfuss 18 Euro wert ist. Die gebundene Ausgabe ist sehr schön gestaltet, was auch an den Zeichnungen von Marc Simonetti liegt. In Schwarz-Weiß geben sie das Bedrohliche und die Schönheit der Unterwelt Temerant wieder, in der Auri lebt.

„Die Musik der Stille“ von Patrick Rothfuss ist in der Hobbitpresse von Klett-Cotta erschienen. Die gebundene Ausgabe mit 173 Seiten kostet 17,95 Euro, das E-Book 13,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Jochen Schwarzer.

Leipziger Buchmesse 2015 mit Patrick Rothfuss und Markus Heitz

Die Leipziger Buchmesse 2015 wirft ihre Schatten voraus: Vom 12. bis 15. März geht die Großveranstatlung in Sachsen. Und für Fantasy-Fans könnte sich der Abstecher dieses Jahr besonders lohnen, denn Patrick Rothfuss kommt nach Deutschland und macht auch in Leipzig Station. Hatte er aus familiären Gründen seine Lesetour zu „Die Furcht des Weisen“ noch absagen müssen, tritt nun für sein neues Werk die Reise an. „Die Musik der Stille“ stellt er aber nicht nur in Leipzig vor, sondern auch in Berlin, Köln und Reutlingen. Auf der Buchmesse wird der Fantasy-Autor aus Wisconsin am Freitag, 13. März und Samstag, 14. März sein.

Patrick Rothfuss als internationaler Gast

Der in Deutschland von Klett-Cotta betreute Patrick Rothfuss wird natürlich nicht der einzige Fantasy-Autor sein, der auf der Leipziger Buchmesse vertreten ist. Er ist aber der herausragende internationale Gast. Die deutschen Fantasy-Autoren geben sich auch in diesem Jahr die Ehre. Markus Heitz wird „Der Triumph der Zwerge“ am 13. und 14. März vorstellen und Exemplare von Zwerge 5 signieren. Außerdem diksutiert er bereits am 12. März mit Thomas Finn und Sonja Rüther über Horror-Literatur.

Wolfgang Hohlbein war zuletzt eher im Fernsehen zu sehen. In Leipzig dürfte er eher mit Smartphone-Kameras gefilmt werden. Hohlbein wird am Freitag, 14. März aus der Märcheninterpretation „Die wilden Schwäne“ lesen, auf seine Anfänge mit „Märchenmond“ eingehen und mit Thomas Lisowsky und Sebastian Niedlich im Literaturforum über die verschiedenen Gesichter der Fantasy diskutieren.

Deutsche Fantasy-Autoren auf Leipziger Buchmesse

Auch Kai Meyer wird auf der Fantasy-Insel anzutreffen sein, lesen und Fragen der Besucher beantworten. „Die Seiten der Welt“ stellt er am 13. März vor, am 12. und 15. März sind Signierstunden geplant. Bernhard Hennen ist derzeit mit „Drachenelfen – Die letzten Eiskrieger“ auf der Bestsellerliste zu finden. Aus seinem neuen Fantasy-Roman liest er am 14. März.

Es sind aber nicht nur die Bestsellerautoren auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Von den Piper-Autoren ist auch Robert Corvus („Grauwacht“) da, Blanvalet schickt Michael Marcus Thurner („Der unrechte Wanderer“), Heyne die Brüder Orgel (Orks vs. Zwerge) und Bernd Perplies („Imperium der Drachen“) darf die Fahne von Egmont hochhalten. Hinzu kommen verschiedene Autoren kleinerer Verlage sowie Self-Publisher. Das vollständige Programm lässt sich über das Internetportal der Leipziger Buchmesse recherchieren.

Deutscher Phantastik Preis 2013: Hauptrunde ohne Markus Heitz

Die Hauptrunde zum Deutschen Phantastik Preis 2013 ist gestartet – bis zum 28. Juli können Freunde der phantastischen Literatur ihre Favoriten wählen. Und die Sensation in diesem Jahr: Rekordchampion Markus Heitz ist dieses Jahr nicht nominiert, obwohl der dritte Albae-Teil (Dunkle Pfade) alle Kriterien erfüllt hätte. Allenfalls könnte Mahet noch den Ehrenpreis bekommen, den die Redaktion zuletzt 1999 vergab. Doch da dieser den betreffenden Autor unterstützen soll und Heitz diese Hilfe nicht benötigt, scheint er für jemanden Anderes vorgesehen zu sein.

Hauptrunde zum Deutschen Phantastik Preis 2013

Beim besten deutschsprachigen Roman fällt zudem auf, dass die großen Verlage kaum präsent sind. Aileen P. Roberts mit „Der Feenturm“ hält für Goldamnn die Fahne hoch, ansonsten sind Jennifer Benkau für „Dark Canopy“ (Script5), Jens Schumacher: für „Frozen – Tod im Eis“ (Loewe), Andreas Suchanek für „Heliosphere 2265 – Das dunkle Fragment/Zwischen den Welten“ (Greenlight Press) sowie Judith & Christian Vogt mit „Die zerbrochene Puppe“ (Feder & Schwert) nominiert.

Für das beste deutschsprachige Debüt dürfen sich Pia Biundo („Alle Zeit der Welt“), Horus W. Odenthal („Ninragon 1 – Die standhafte Feste“), Sabrina Qunaj („Elfenmagie“), Greta Zicari („Dämonenschicksal“) sowie T. S. Orgel („Orks vs. Zwerge“) Chancen auf den Publikumspreis ausrechnen. Bei Tom und Stephan Orgel zeigt es sich, dass schlechte Titel kein Hindernis für eine Nominierung sind, wenn denn der Inhalt stimmt.

Patrick Rothfuss gegen George R.R. Martin beim DPP 2013

Beim besten internationalen Roman kommt es zum Duell zwischen Patrick Rothfuss und George R.R. Martin. Letzterer geht gleich mit beiden deutschen Ausgaben von „A Dance With Dragons“ ins Rennen – Rothfuss darf hingegen vom Splitting profitieren, da der zweite deutsche Teil von „Die Furcht des Weisen“ Anfang 2012 erschien. Sollten sich die beiden Fantasy-Größen genügend Stimmen abjagen, könnte der Preis auch an Jasper Fforde („Wo ist Thursday Next?“), Ian McDonald („Cyberabad“) oder John Scalzi („Redshirts“) gehen.

Bei der besten Serie bekommt Seriengewinner Perry Rhodan dieses Mal Konkurrenz vom Schwarzen Auge, Heliosphere 2265, Ninragon (konnte als Indie-Reihe rasch mit drei Teilen auf den Markt) und von Maddrax, wozu jüngst der Jubiläumsband 350 erschien. Der Verzicht auf eine Vorschlagsliste von Seiten der Redaktion mag dazu geführt haben, dass sich das Feld dieses Jahr so verändert hat. Odenthal ist jedenfalls ein Gewinner dieser Neuerung und scheint gut die Leser und Fans motivieren zu können.

Der Preis für die beste Internetseite wird zwischen Phantastik-Couch, Bibliuotheka Phantastike, Geisterspiegel als alten Bekannten und den Newcomern Fantasy-Fans und Fantasy-News entschieden. Hier alle weiteren Nominierten für den Deutschen Phantastik Preis 2013:

Beste deutschsprachige Kurzgeschichte:

  • Stefanie Altmeyer: “Das Fest der Waldschrate” (Die Köche: Speisekammer des Schlemmens)
  • Frank Lauenroth: “K’tarr!” (2012 – T minus null)
  • Ollivia Moore: “Elwetritsche im Speckhemdchen” (Verborgene Wesen 2)
  • Bernd Perplies: “Der Automat” (Erinnerungen an Morgen)
  • Miriam Schäfer: “Die Yuki’hiyaku und das Licht” (Geheimnisvolle Wesen – sie kommen)
  • Barbara Wegener: “The Time After” (Schockstarre #5)

Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung:

  • Ulrich Burger [Hg]: Die Köche – Die Speisekammer des Schlemmens
  • Peter Hellinger [Hg]: Wenn das die Grimms wüssten
  • Carolin Gmyrek [Hg]: Geheimnisvolle Bibliotheken
  • Ruggero Leò [Hg]: Große Geschichten vom kleinen Volk
  • Vampire Cocktail – Geschichten aus der Vampirwelt

Bestes Sekundärwerk:

  • Andrea Bottlinger & Christian Humberg: Sorge dich nicht, beame!
  • Geek! (Panini Comics)
  • Alex Jahnke & Marcus Rauchfuß: Steampunk – kurz & geek
  • Christian Hoffmann: Phantastische Literatur aus Afrika
  • Nautilus – Abenteuer und Phantastik

Bester Grafiker:

  • Arndt Drechsler
  • Mark Freier
  • Timo Kümmel
  • Adriaan Prent
  • Dirk Schulz
  • Crossvalley Smith

Die Abstimmung läuft noch bis zum 28. Juli, die Anmeldung läuft über eine E-Mailadresse und einen Bestätigungscode.

Nichts Neues beim Deutschen Phantastik Preis: Die Gewinner 2012

Ohne Überraschungen blieb die Verleihung des Deutschen Phantastik Preises 2012: Markus Heitz hat seine zehnte Auszeichnung gewonnen und ist weiterhin Rekordsieger beim Publikumspreis. Wahrscheinlich würde er auch mit der Veröffentlichung eines Telefonbuchs gewinnen, so treu sind ihm seine zahlreichen Fans ergeben. Fans hinterfragen nicht, sie stimmen einfach jedes Mal für den selben. 2012 gewann Heitz übrigens mit „Vernichtender Hass“, zweiter Teil der „Legenden der Albae“. Kai Meyer blieb erneut nur der zweite Platz. Dritter wurde Andreas Eschbach mit „Herr aller Dinge“.

Die Furcht der Weisen gewinnt beim DPP 2012

Der beste internationale Phantastik-Roman kommt nach Meinung der Abstimmenden aus Wisconsin. Patrick Rothfuss gewinnt nach „Der Name des Windes“ auch mit „Die Furcht des Weisen“. Da zahlt es sich für ihn und seinen deutschen Verlag Klett-Cotta aus, dass „The Wise Man’s Fear“ nicht nur aus zwei deutschen Bänden besteht, sondern der zweite auch erst nach dem Jahreswechsel erschien – für 2013 ist Rothfuss also erneut gesetzt. Der würdige Sieger verwies in diesem Jahr übrigens Ransom Riggs (Die Insel der besonders Kinder) und Brandon Sanderson (Der Weg der Könige) auf die Plätze.

Beste Serie bleibt „Perry Rhodan“, „Justifiers“ konnte den Dauersieger nicht verdrängen, auch nicht Richard Schwartz mit seinen Götterkriegen. Bei der besten Internetseite setzte die Bibliotheka Phantastika ihre Serie fort – als ewiger Zweiter. Der Sieger hieß dieses Mal Phantastik-Couch. Das beste Sekundärwerk wurde „Nautilus“ vor „phantastisch!“ und „Magira“.

Die Gewinner beim Deutschen Phantastik Preis 2012

Der Goldman-Verlag durfte mit Kerstin Pflieger jubeln: Die 32 Jahre alte Schriftstellerin gewann den Preis für das beste Debüt mit „Die Alchemie der Unsterblichkeit“, einer im Schwarzwald des 18. Jahrhunderts angesiedelten Horrorgeschichte. Dahinter folgten Thomas Elbel sowie das Autoren-Duo Andreas Gross und Hans-Peter Schultes.

Die weiteren Gewinner im Überblick:

  • Beste Kurzgeschichte: Nina Horvath, „Die Duftorgel“
  • Beste Original Anthologie: Erik Schreiber, Geheimnisvolle Geschichten 2 – Steampunk
  • Bester Grafiker: Dirk Schulz

Deutscher Phantastik Preis: Abstimmen in der Hauptrunde 2012

Alle Jahre wieder kommt es zur Abstimmung um den Deutschen Phantastik Preis. So abgedroschen dieser Einstieg auch klingt, er passt insofern, als sich in den Hauptkategorien seit Jahren die selben Namen tummeln. So tritt Markus Heitz an, seinen Titel für den besten deutschsprachigen Roman zum wiederholten Mal zu verteidigen. Beim Deutschen Phantastik Preis 2012 geht er mit „Vernichtender Hass“, zweiter Band der „Legenden der Albae“ ins Rennen. Und Kai Meyer ist erneut der große Konkurrent mit einem Arkadien-Roman.

Gesa Schwartz will es wissen

Mit Gesa Schwartz hat es zudem die Gewinnerin des Debüt-Preises vom vergangenen Jahr in die Hauptrunde geschafft. Sie ist mit „Nephilim“ der chancenreichste Außenseiter. Außerdem gehen noch Bernd Perplies mit „Gegen die Zeit“ und Andreas Eschbach „Herr aller Dinge“ ins Rennen.

Beim besten internationalen Roman grüßt nicht das Murmeltier, doch finden sich auch hier einige alte Bekannte. Patrick Rothfuss zum Beispiel, der für seinen „Namen des Windes“ schon einmal gewann, ist auch mit dem ersten Teil der „Furcht des Weisen“ heißer Anwärter auf den Deutschen Phantastik Preis. Ian Banks war im letzten Jahr dabei, mit „Krieg der Seelen“ ist er es auch in diesem. Gegen „Der Weg der Könige“ von Brandon Sanderson, „Marina“ von Carlos Ruis Zafón und Ransom „Lösegeld“ Riggs‘ „Die Insel der besonderen Kinder“ dürfte er aber keine Chance haben. Man kann getrost davon ausgehen, dass in diesen beiden Kategorien Fantasy-Titel gewinnen.

Bestes Debüt beim Deutschen Phantastik Preis

Die Natur der Kategorie bringt es mit sich, dass beim besten Romandebüt neue Namen auftauchen. In diesem Jahr haben die beiden im Piper-Verlag erscheinenden Thilo Corzilius („Ravinia“) und Thomas Elbel („Asylon“) Chancen, doch haben sie mit Janika Nowaks „Das Lied der Banshee“ Konkurrenz, die sich Hoffnung macht, ebenso wie Kerstin Pflieger mit „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ sowie Andreas Gross und Hans-Peter Schultes mit „Im Schatten des Blutmondes“.

Auf altbekannte Namen stößt man dann aber bereits wieder bei den Serien, in denen Seriensieger Perry Rhodan es erneut mit Richard Schwartz‘ Askir-Reihe und Michael Schenks Pferdelords zu tun bekommt. Neue Herausforderer sind „Justifiers“ und Rettungskreuzer Ikarus. Beim Sekundärwerk müssen es Nautilus, phantastisch!, Magira und Fandom Observer dieses Mal mit dem Science-Fiction Jahr 2011 aufnehmen. Und bei den Internetseiten sind erneut die Bibliotheka Phantastika, Zauber- und Geisterspiegel sowie die Phantastik-Couch dabei. Fantasyguide musste jedoch dem Fantasybuch weichen.

Über den Deutschen Phantastik Preis 2012 abstimmen

Natürlich stehen auch der beste Grafiker, die beste Kurzgeschichte und die beste Kurzgeschichten-Anthologie zur Wahl. Das beste Hörspiel flog hingegen aus dem Programm. Bis zum 31. August ist nun die Zeit der Abstimmung, ehe auf der Buchmesse-Con am 13. Oktober die Deutschen Phantastik Preise 2012 übergeben werden.

Das Fantasy-Jahr 2011 – ein kurzer Rückblick

Mitte Dezember, wenn bereits die ersten Neuerscheinungen für den Januar 2012 ausgeliefert werden, ist die Zeit für einen Rückblick auf das Fantasy-Jahr 2011 gekommen. Um es vorwegzunehmen: Es gab einige starke Titel, doch auch ein paar Enttäuschungen.

Höhepunkte des Fantasy-Jahrs 2011

Zu den Höhepunkten des Fantasy-Jahrs zählten die beiden Bände von Ken Scholes, in denen er dem Psalm von Isaak weitere Strophen hinzugefügt hat – und die stellten auch anspruchsvolle Leser zufrieden. Schwieriger zu beurteilen ist „Die Furcht des Weisen“ von Patrick Rothfuss. Dass er ein starker Erzähler ist, dürfte unbestritten sein, wie gut die Geschichte ist, wird wohl erst mit Teil 2 von Teil 2 im nächsten Jahr deutlich. Freunde der komplexeren Fantasy hatten darüber hinaus Freude am Mittelteil von Acacia, der David Anthony Durhams Qualitäten gezeigt hat.

Mehr Action versprachen Joe Abercrombie und Brent Weeks. „Big Joe“ fand mit „Heldenklingen“ zu alter Stärke zurück und zeigt, dass er zu herausragender Schlachtbeschreibung fähig ist. Weeks wiederum beginnt seine Licht-Trilogie schwungvoll, sodass man auf die Fortsetzung „The Blinding Knife“ gespannt sein darf. Spannung versprechen auch die „Sturmlicht-Chroniken“ von Brandon Sanderson. Der Auftakt mit dem „Weg der Könige“ und dem „Pfad des Windes“ gelang – mit den weiteren Bänden muss Brandon Sanderson zeigen, ob er zum Schreiben einer wirklich großen Saga fähig ist.

Nicht vergessen sollte man die deutschen Autoren im Fantasy-Jahr 2011. Susanne Gerdom brachte eine kleine und feine Drachengeschichte mit „Elidar“ auf den Markt, starke historische Anklänge hat hingegen der ordentliche „Drachensturm“ von Torsten Fink.  Und Tobias O. Meißner gelang es, mit „Die Soldaten“ einen Anti-Kriegs-Fantasy-Roman zu schreiben.

Enttäuschend hingegen das Debüt von Col Buchanan, sein „Farlander“ überzeugte ebenso wenig wie „Die Metropole der Diebe“ oder der etwas leblose „Pfad der Seelen“. Alexey Pehovs „Schattentänzer“ – Abschluss der „Chroniken von Siala“ – blieb ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

Ausblick auf das Fantasy-Jahr 2012

Gefehlt hat 2011 ein weiterer Band von Steven Eriksons grandiosem „Spiel der Götter“ – glücklicherweise hat das Warten auf Band 14 im August 2012 ein Ende. Blanvalet setzte auf die Neuauflage des „Liedes von Eis und Feuer“, die rechtzeitig zur Veröffentlichung des „Sohns des Greifen“ komplett vorliegen sollte. So ist der Ausblick auf 2012 positiv, denn neben den neuen Büchern von Erikson und G.R.R. Martin kommt ja noch der Nachklapp zu Patrick Rothfuss‘ „Die Furcht des Weisen“, steht ein neuer Daniel Abraham alias Hanover vor der deutschen Veröffentlichung und könnten neue Titel von Brent Weeks, Peter Brett und Ken Scholes erscheinen. Wenn jetzt noch ein R. Scott Bakker und ein G.G. Kay dazukämen …

Die Furcht des Weisen von Patrick Rothfuss – Teil 1

Cover von Die Furcht des Weisen

Patrick Rothfuss: Die Furcht des Weisen 1

Drei Jahre nach Erscheinen von „Der Name des Windes“ setzt Patrick Rothfuss in der Fortsetzung „Die Furcht des Weisen“ (The Wise Man’s Fear) dort wieder ein, wo er im ersten Buch aufgehört hatte: mit der dreifachen Stille. Doch diese hält nicht lange an, denn Kvothe (wer erfahren will, wie es ausgesprochen wird, erhält in „Die Furcht des Weisen“ eine Antwort) ist wie gewohnt geschwätzig und weitschweifig in seiner Lebensbeichte.

Teil 1 der „Furcht des Weisen“

Dennoch zieht die märchenhafte Erzählung die Leser schnell wieder in ihren Bann. Auch wenn Kvothe mit den alten Problemen an der Universität zu kämpfen hat – Geldprobleme, fehlender Bibliothekszugang und Erzfeind Ambrose -, wiederholen sich die Ereignisse nur bedingt. Doch schließlich, nach mehr als der Hälfte des Buches, wird der Held aus seiner gewohnten Umgebung gerissen und zum Jagen getragen: Er bricht zu neuen Ufern auf. So kann Kvothe endlich beginnen, die Heldentaten zu vollbringen, die der Chronist für die Königsmörder-Chronik aufschreiben will. Wie Rothfuss sie jedoch alle noch bis zum Ende von Tag 3 unterbringen will, bleibt vorerst sein Geheimnis. Es würde jedoch nicht verwundern, wenn auch das dritte Original so lang wird, dass daraus zwei deutsche Bände werden.

Klett-Cotta hat 24,95 Euro als Preis für „Die Furcht des Weisen 1“ festegesetzt. In der gebundenen Ausgabe sind es 859 Seiten geworden. Teil 2 wird Ende Januar 2012 von der Hobbitpresse ausgeliefert und soll 22,95 Euro kosten. Teil 1 liegt praktischerweise ein Bestellschein bei (das angekündigte Februar-Datum ist aber inzwischen vorverlegt worden). In „Die Furcht des Weisen 2“ dürfte dann auch der zweite Tag der Königsmörder-Chronik zu Ende gehen, dessen Ereignisse Jochen Schwarzer dieses Mal zusammem mit Wolfram Ströle ins Deutsche übertragen hat. Pat Rothfuss wird „Die Furcht des Weisen“ vielleicht auch einmal in Deutschland vorstellen – eine für dieses Jahr bereits geplante Lesereise musste wegen der Erkrankung seines Vaters abgesagt werden.

Edit: Die Rezension von „Die Furcht des Weisen 1“ ist online.

Patrick Rothfuss – Der Weise fürchtet sich zweimal

Auf diesen zweiten Tag haben sich Fantasy-Leser bereits seit Monaten gefreut – am 24. Oktober erscheint „Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag“ von Patrick Rothfuss. Doch „Die Furcht des Weisen“ (Wise Man’s Fear) erfüllt auch die Ängste des unbedarften Lesers: Die Deutschen zahlen nämlich doppelt. Das Werk von Pat Rothfuss wird in der Übersetzung auf zwei Bände aufgeteilt. Bei Klett-Cotta bekommt der Tag also 48 Stunden.

„Dieser zweite Band von »Der Name des Windes« steckt wieder voller neuer Geschichten und Ideen von Patrick. Der Band ist daher so umfangreich geworden, dass man ihn teilen musste in zwei Bände“, lautet die offizielle Begründung. Ob man ihn wirklich teilen musste sei dahin gestellt, müssen doch auch schon mal deutlich dünnere Werke auf mehrere Bände gestreckt werden. Bei „Die Furcht des Weisen“ kann von strecken allerdings nicht die Rede sein, umfasst „The Wise Man’s Fear“ im Original doch bereits knapp über 1000 Seiten in der gebundenen Ausgabe und immer noch knapp 900 Seiten im Taschenbuch – wer schon einmal ein englisches Taschenbuch in der Hand gehabt hat, weiß, wie eng gedruckt die Seiten da werden können.

Zwei Übersetzer für zwei Bände von „Die Furcht des Weisen“

Die beiden deutschen Bände werden die Hobbitpresse angeblich zugleich verlassen. Mit Jochen Schwarzer, der „Der Name des Windes“ übersetzte, und Wolfram Ströle sitzen gleich zwei Übersetzer am Text. Allerdings sind die „ersten Infos“ auf der Klett-Cotta-Seite wohl nicht auf dem aktuellen Stand, wird doch bereits die Länge der Romane mit jeweils 800 Seiten angegeben, was nicht stimmen kann. Zum einen dürfte die Übersetzung nicht so viel mehr Seiten brauchen, zum anderen unterscheiden sich die Bücher bereits im Preis: „Die Furcht des Weisen 1“ soll 24,95 Euro kosten, „Die Furcht des Weisen 2“ 22,95 Euro. Glaubwürdiger scheinen da die Angaben bei Buchhandel.de, laut denen Band 1 aus rund 800 Seiten besteht, Band 2 aber mit einer voraussichtlichen Länge von 520 Seiten angegeben wird. Sollten die Daten dort akurat sein, erscheint Teil 2 von Teil2 jedoch erst im Februar 2012. Edit: Mittlerweile gibt auch Klett-Cotta den 21. Februar als Erscheinungstermin für Teil 2 von Band 2 auf seiner Homepage an, die Länge soll bei 550 Seiten liegen.

Cover von Die Furcht des Weisen

Patrick Rothfuss: Die Furcht des Weisen 1

Bis Oktober bleibt Klett-Cotta aber noch genügend Zeit, um die Verwirrung komplett zu machen, Veröffentlichungen zu verschieben und gleich eine günstigere Version anzukündigen, die die Wartezeit auf den dritten Tag der Königsmörder-Chronik verkürzt.

Und bevor jetzt das Geschrei laut wird, wie sehr doch der Verlag nur am Profit interessiert sei, sollte man sich überlegen, ob nicht bei der Länge die Verantwortung beim Autor und seinem Lektor liegt. Bereits der vielgelobte erste Band der Chronik zerfaserte gegen Ende ziemlich und hätte gut eine Straffung vertragen können. Die Probleme, die Rothfuss beim Schreiben von „Die Furcht des Weisen“ hatte, hat er hinlänglich auf seinem Blog beschrieben. Dazu gehörte auch das häufige Umarbeiten großer Passagen. Die Vermutung liegt nahe, dass am Ende einfach alle Beteiligten froh waren, dass er doch noch ein Manuskript abgegeben hat.

Cover von Die Furcht des Weisen 2

Patrick Rothfuss: Die Furcht des Weisen 2

Die Probleme bei der Straffung teilt Rothfuss mit anderen Vielschreibern – auch mit denen, die deutlich schneller voranschreiten und mehr veröffentlichen als der Autor aus Wisconsin. Bei Heyne ist gerade „Der Weg der Könige“ von Brandon Sanderson erschienen, der Auftakt zu einer Endlos-Reihe des Vollstreckers des Rad-der-Zeit-Epos‘. „Way of Kings“ hat im Original 1280 Seiten (Taschenbuch-Ausgabe) und wurde daher in der deutschen Fassung auf zwei Bände aufgesplittet. 896 Seiten umfasst die gebundene Ausgabe des ersten Teils – Teil 2, „Der Pfad der Winde“, wird im August auf 700 Seiten erscheinen. Angesichts dieser Längen gibt es gute Gründe für die Aufteilung, doch angesichts der Längen, die andere Bücher von Sanderson enthalten, wäre es wahrscheinlich am besten gewesen, man hätte ihn im Original gezwungen zu kürzen. In der Übersetzung ist es dafür natürlich zu spät.