Hobbitpresse im Herbst 2019 – Neues von Klett-Cotta

Die Hobbitpresse wird dieses Jahr 50 Jahre alt. Das würde Anfang des Jahres mit einer Jubiläumsausgabe des „Herrn der Ringe“ gefeiert. Im September folgen dann weitere Feierlichkeiten. Und es schlägt sich im Herbstprogramm 2019 nieder. Da gibt es Neues von Klett-Cotta, aber auch manche Fortsetzung.

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Oliver Plaschka gewährt Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht

Oliver Plaschka darf sich auch Doktor nennen. Der Ethnologe und Anglist schreibt und übersetzt inzwischen aber vor allem Fiktion. Gleich für seinen ersten Roman, „Fairwater“ (Feder & Schwert), bekam er 2008 den Deutschen Phantastik Preis. Zuletzt erschien von ihm „Das Licht hinter den Wolken“ bei Klett-Cotta, in dem eine junge Frau, ein junger Söldner und ein uralter Zauberer die Welt verändern. Oliver Plaschka lebt in Speyer.

1. Was ist Ihre Lieblingszeit zum Schreiben?

Früher habe ich gerne nachts geschrieben. Teile von „Fairwater“ entstanden noch morgens um 5 Uhr. Heute schreibe ich eigentlich am liebsten vormittags.

2. Welches ist Ihr Lieblingsgetränk während des Schreibens?

Definitiv Kaffee. Dies ist wahrscheinlich auch die Erklärung für Antwort 1.

3. Auf welcher Sitzgelegenheit sitzend schreiben Sie am liebsten?

Auf dem Sessel vor meinem Schreibtisch. Ich hab’s gern bequem.

4. Worin besteht die größte Versuchung, um während der Arbeit abgelenkt zu werden?

Die schlimmste Ablenkung ist das Internet. Von daher versuche ich Schreiben und Recherche möglichst voneinander zu trennen, und benutze kein WLAN, sondern ein Kabel, das ich auch mal rausziehen kann.

Oliver Plaschka (Foto: privat)

Oliver Plaschka (Foto: privat)

5. Wie viele Wörter schreiben Sie am Tag?

Ich habe keine festen Regeln, und ich habe auch nie gezählt. Wenn ich schreibe, versuche ich, etwas zwei Seiten Times einzeilig hinzukriegen.

6. Drucken Sie Texte noch zum Korrekturlesen aus?

Immer. Am Bildschirm fällt einem einfach zu wenig auf.

7. Wer darf eine neue Geschichte zuerst lesen?

Wer immer sich dafür interessiert und die Zeit hat, sich mit mir darüber zu unterhalten.

8. Welchen Platz bekommen die eigenen Bücher zu Hause?

James Branch Cabell besaß einen eigenen Schrank aus Tropenholz für seine Erstausgaben. Ich habe beschlossen, dass ich dagegen nicht ankomme. Deshalb gibt es einfach einen Stapel neben meinem rechten Lautsprecher.

9. Kann man als professioneller Schreiber noch mit Vergnügen das Werk anderer Autoren lesen?

Natürlich. Die Schwierigkeit besteht eher darin, überhaupt Zeit zum Lesen zu finden.

10. Welchen magischen Trick würden Sie gern selbst beherrschen?

Mich nicht bei jedem neuen Projekt wieder verrückt zu machen, als ob es mein erstes wäre.

11. Wie viel Internet darf es am Tag sein?

So viel, dass ich noch schaffe, was ich mir vorgenommen hat. Ich stoppe aber nicht die Zeit. Bei schönem Wetter wird es weniger.

12. Brauchen Autoren Haustiere?

Momentan habe ich kein Haustier, ich mag Tiere aber. Wenn ich mir eines zulege, dann hat das nichts mit meinem Beruf zu tun.

Weitere Teile der Serie „Einblicke“:

Fantasy auf der Leipziger Buchmesse 2011

Die Leipziger Buchmesse 2011 wirft ihre Schatten voraus – vom 17. bis 20. März geht sie. Auch in diesem Jahr werden wieder sehr viele Fantasy-Autoren ihre Werke vorstellen. Das Programm spielt sich zum Großteil an der Leseinsel Fantasy ab, die in Halle 2 zu finden sein wird. In direkter Nachbarschaft ist zudem der Stand von Werk-Zeugs, die sich wieder mal ins Zeug gelegt haben, um die Lesungen zu organisieren und zugleich einen Gemeinschaftsstand von 16 Verlagen auf die Beine zu stellen.

Fantasy-Lesungen auf der Leipziger Buchmesse 2011

Zu den Autoren, die in Leipzig lesen werden, zählen Wolfgang Hohlbein, der „Infinity – Der Turm“ vorstellt (18. März) sowie seine Tochter Rebecca, die aus „Himmelwärts“ (Heyne) am 20. März lesen wird. Von Piper sind zudem Gerd Ruebenstrunk und Michael Peinkofer da.

Feder & Schwert lockt mit Ju Honisch, die aus „Jenseits des Karussels“ liest und der Steampunk-Koryphäe Oliver Plaschka („Der Kristallpalast“), so heißt es zumindest in der Presseankündigung. Uschi Zietsch stellt auf der Leipziger Buchmesse 2011 ihren Roman „Frygar – Volk des Feuers“ vor, erschienen in ihrem eigenen Fabylon-Verlag.

Heyne schickt dieses Jahr Boris Koch mit dem dritten Teil des Drachenflüsterers nach Leipzig, Bernhard Hennen liest aus seinem ersten Drachenelfen-Band. Auch Christoph Hardebusch liest aus seinen 2010 erschienen Werken, ebenso Markus Heitz („Collector“).

Bernd Frenz hält die Fahne für Blanvalet hoch und bringt dafür die „Blutorks“ mit.  Christoph Lode sogrt für die Präsens von Goldmann. Bernd Perplies, Gesa Schwartz und Lossau/Schumacher vertreten Lyx. Und natürlich darf auch Kai Meyer nicht auf der Leipziger Buchmesse 2011 fehlen.

Alle Zeiten, Orte und Autoren sind im Programm zur Messe zu finden. Der Fantasy-Begriff ist dabei sehr weit gefasst. Doch was soll man auch von einer Messe erwarten, die damit wirbt, dass sich auf ihr „der Trend zur literarische Flucht in ferne Welten“ zeigt.