Brandon Sanderson über die Nebelgeborenen und seinen Schreiballtag

Brandon Sanderson im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse.

Brandon Sanderson im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse.

„Schreiben darf für mich nicht zum Schreibtisch-Job werden“, sagt Brandon Sanderson. Auf Einladung des Piper-Verlags war der amerikanische Fantasy-Autor zur Leipziger Buchmesse gekommen. Bei einem Treffen mit deutschen Bloggern beantwortete er Fragen rund um seinen Schreiballtag und über seine Nebelgeborenen-Romane.

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Brandon Sanderson: Schatten über Elantel – eine Rezension

Brandon Sanderson: Schatten über Elantel

In „Schatten über Elantel“ dürfen Wax und Wayne eine Revolution in der Stadt Elantel verhindern, die die Welt in ihren Grundfesten erschüttern würde. Doch es dauert, ehe die beiden erfahren, wer hinter den Plänen steckt. Und dann müssen sie ihren Gegenspieler noch finden und unschädlich machen.

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Jäger der Macht – ein Fantasy-Western von Brandon Sanderson

Cover von "Jäger der Macht"

Brandon Sanderson: Jäger der Macht

Es geht um den Stoff aus dem Gesetzeshüter sind: In „Jäger der Macht“ (The Alloy of Law) widmet sich Brandon Sanderson der Unterscheidung zwischen Recht und Gerechtigkeit. Damit greift er ein altes Western-Thema auf, denn im Western sorgen Revolverhelden für Gerechtigkeit – und das nicht immer im Namen von Recht und Gesetz . In „Jäger der Macht“ vertritt Waxillium Ladrian das Gesetz im Rauland, in dem, wie der Name schon sagt, die Sitten rau sind und sich die Zivilisation noch nicht durchgesetzt hat. Dabei kann er sich auf seine Schießkünste ebenso verlassen wie – und hier beginnt das Phantastische im Fantasy-Western – auf seine magischen Fähigkeiten, denn Wax ist ein Allomant und Ferochemiker.

Jäger der Macht ist ein Fantasy-Western

Diese Künste, Kraft aus Metall zu ziehen, kennen Leser von Brandon Sandersons Werken bereits. In seiner Mistborn-Trilogie hat er dieses Magie-System eingeführt. Und auch wenn „Jäger der Macht“ keine Fortsetzung von „Kinder des Nebels“ & Co. ist, so spielt die Geschichte doch in der Welt Scandrial. Es ist allerdings eine veränderte Welt, in der die technologische Entwicklung weitergegangen sind, die magischen Begabungen sich jedoch eher verringert haben. Sanderson plant, hier noch eine weitere Trilogie spielen zu lassen, will „Jäger der Macht“ aber nur als Ableger verstanden wissen.

Diesen Eindruck vermittelt das Buch auch schnell, vergleicht man es mit anderen Sanderson-Romanen: So ist es nur etwa halb so dick, ist die Zahl der zentralen Charaktere nur halb so groß und die Geschichte simpel gehalten. Das vermindert nicht im Geringsten den Lesespaß. Bereitwillig folgt man als Leser Wax in die Zivilisation der Hauptstadt Elantel (!), in der die großen Adelshäuser das Sagen haben. Hier wird der ehemalige Gesetzeshüter von seiner Vergangenheit im Rauland eingeholt. Bei seiner Verbrecherjagd wird er von seinem Assistenten Wayne unterstützt, der jedoch mit John Wayne nicht die geringste Ähnlichkeit aufweist. Dafür ist er der Unberechenbare, der Chaotische, der für flotte Sprüche zuständig ist und den manchmal etwas steifen und selbstgerechten Wax auf die Schippe nimmt. Frauen, die kämpfen wollen, dürfen in der Konstellation nicht fehlen, denn zu einem Sanderson-Roman gehört immer auch eine Liebesgeschichte.

Brandon Sanderson setzt auf Duelle und kriminalistische Rätsel

In Elantel mischt sich zum Western-Charakter noch ein Hauch Gangsterfilm. Wie in Filmen über Al Capone werden hier ganze Magazine  geleert, ist die Polizei machtlos und das Böse bis in die reiche Oberschicht vorgedrungen. Die Wendungen, die die Geschichte von „Jäger der Macht“ nimmt, sind zwar für aufmerksame, Krimi-geschulte Leser nicht immer überraschend, doch bleibt das Fantasy-Werk immer kurzweilig. Und die Andeutungen, die auf Überlebende des Weltenwandels und damit auf Charaktere aus der Mistborn-Trilogie verweisen, lassen hoffen, dass Sanderson bei all seinen Plänen wie den Sturmlicht-Chroniken die Mistborn-Fortsetzung nicht aus den Augen verliert.

„Jäger der Macht“ ist bei Heyne erschienen. Die deutsche Ausgabe des Fantasy-Western von Brandon Sanderson mit ihren 416 Seiten kostet 13,99 Euro, das E-Book 10,99 Euro.

Brandon Sanderson wird zum Herrscher des Lichts

Cover von Herrscher des Lichts

Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts

Mit „Herrscher des Lichts“ schließt Brandon Sanderson seine Trilogie um die Nebelgeborenen (Mistborn) ab. In „Kinder des Nebels“ und „Krieger des Feuers“ haben die Leser miterlebt, wie das Letzte Reich sich durch eine Revolution veränderte und wie schwierig ein politischer Neuanfang ist. Doch Vin, Sazed und Elant stehen in „Herrscher des Lichts“ einem größeren und mächtigeren Feind gegenüber als es Lord Ruler war, der die Skaa jahrhundertelang geknechtet hatte.

Unter Schreibblockaden scheint Brandon Sanderson nicht zu leiden, ist doch der Abschlussband der Trilogie – wie schon die Vorgänger – recht lang geraten. Auf mehr als 900 Seiten schildert der amerikanische Autor den Kampf der letzten Helden gegen das Wesen aus dem Dunkelgrund. Der bei Heyne erschienene Fantasy-Roman kostet 15 Euro.

Edit: Die ausführliche Rezension ist online.

Die Krieger des Feuers von Brandon Sanderson

Cover "Die Krieger des Feuers"

Brandon Sanderson: Die Krieger des Feuers

Der Kampf um das Letzte Reich ist noch nicht beendet. Die Rebellen um Vin haben zwar Lord Ruler in Luthadel stürzen können, dabei jedoch hohe Verluste erlitten. Außerdem können Vin und ihre Mitstreiter nicht ausschließen, dass der Oberste Herrscher das Reich tatsächlich vor einer schrecklichen Gefahr von außen geschützt hat. Der Kampf geht daher für die „Krieger des Feuers“ an mehreren Fronten weiter.

„Opposition ist Mist.“ Diesen Satz des SPD-Politikers Franz Müntefering hatten die Rebellen in Brandon Sanderson „Kinder des Nebels“ vielleicht auch im Sinn. Doch regieren will erst einmal gelernt sein, wie sie nun in der Fortsetzung „Krieger des Feuers“ erfahren. Band 2 der Mistborn-Trilogie birgt dabi vor allem sehr viel Lesestoff. Fast 1000 Seiten ist der Fantasy-Roman dick und dürfte daher vor allem für Schnellleser von Interesse sein. Da bereits der erste Teil einige Längen enthielt, könnte in Teil 2 so mancher aufgeben.

„Krieger des Feuers“ ist in der Übersetzung von Michael Siefener bei Heyne erschienen und kostet 15 Euro.