Piper-Fantasy im Frühjahr 2012

Der Winter naht – Zeit, einen ersten Blick auf das Frühjahr zu werfen. Piper hat mit der Vorschau-Schau begonnen und kündigt für das Frühjahr 2012 in der Fantasy so manchen Bekannten mit neuen Stoffen an, aber auch neue Autoren.

Piper-Fantasy: Vorschau Frühjahr 2012

Ende Februar erscheint der zweite Steampunk-Roman von George Mann. „Osiris Ritual“ ist der zweite große Fall für Newbury und Hobbes nach „Affinity Bridge“. Dieses Mal steht ein Zauberer im viktorianischen London im Mittelpunkt der Ermittlungen.

Von Orks-Autor Michael Peinkofer erscheint der erste Roman der neuen Splitterwelten-Trilogie. In „Zeichen“ sind die Menschen nicht die alleinige Rasse, auch Animale und Chimären spielen eine Rolle in dem Mitte März erscheinenden Buch. Einen Monat später lässt Tobias O. Meißner die „Barbarendämmerung“ aufziehen. Darin tut ein Barbar, was ein Barbar tun muss: Er plündert, brandschatzt und verwüstet.

Ari Marmell bekommt bei Piper eine zweite Heimat. Nachdem seine Bücher „Der Dämon des Kriegers“ und „Die Tochter des Kriegers“ bei Blanvalet erschienen sind, bringt die Konkurrenz  „Die Horde“ auf den deutschen Markt (16. April). Marmell liebt Fantasy-Rollenspiele mit bekannten Fantasy-Völkern, daher bilden Orks, Trolle und Kobolde die Horde, die vom Leichenkönig Morthûl angeführt wird. Ihm entgegen stellt sich der Elfenmagier Ananias.

Wiedersehen mit Alexey Pehov

Piper bleibt im Frühjahr 2012 aber auch der russischen Fantasy treu. Nachdem die „Chroniken von Siala“ von Alexey Pehov erfolgreich genug waren, betätigt sich der Russe als Chronist von Hara. „Wind“ ist der Titel des Auftakt-Bandes, der Mitte April erscheint. Erneut spielen Nekromanten eine Rolle, die Hauptrolle fällt dieses Mal allerdings einer Frau zu: Lahen, die Windsucherin, eine der letzten Magiebegabten in Hara.

Weiteren Steampunk verspricht das einen Monat später erscheinende Fantasy-Buch „Bookman – Das Ewige Empire“, Band 1 der Bookman-Trilogie des Israelis Lavie Tidhar. Überflüssig zu erwähnen, dass der Roman im viktorianischen London spielt. Beim Büchermann handelt es sich um einen Terroristen, der das englische Königshaus stürzen will. Doch durch die Ermordung Lucys macht er sich Orphan zum Feind – und der ist, anders als sein Name vermuten lässt, kein Waisenknabe.

Schließlich erscheint Mitte Mai noch ein deutsches Werk. Jan Oldenburg tritt als Autor von der „Fantastik AG“ in Erscheinung. Der Untertitel lautet „Ein Epos aus den fernen Ländern“. In diese reisen der Gelehrte Welk, Professor für Phantastik, und sein einziger Student Theodor. Nur so lässt sich verhindern, dass das Studienfach Phantastik abgeschafft wird. Ach, was waren das noch für Zeiten, als es echte Voll-Unis gab und Exoten ihr ruhiges Nischendasein führen konnten …

In die Nische verschwunden zu sein scheinen bei Piper derzeit Bücher über schmachtende Vampire und Werwölfe. Vielleicht werden sie in das neue Jugend-Label IVI verschoben.

Der Fantasy-Herbst von Piper 2010

In einer Lokalzeitung hieße der Titel wohl „Piper – im Herbst nichts Neues“. Der Piper-Verlag setzt nämlich im Fantasy-Herbst 2010 auf bewährte Autoren und kaum auf neue Autoren oder Reihen. Dabei muss der Verlag wie bereits im Frühjahr auf sein deutsches Zugpferd Markus Heitz verzichten. Er wird erst 2011 mit den Albae fortfahren.

Zu den alten Bekannten bei Piper zählt Michael Peinkofer, der seine Zauberer in „Das dunkle Feuer“ schickt. Auch Monika Felten mit „Kristall der Macht“ und Wolfgang Hohlbein mit „Die Kriegerin der Himmelsscheibe“ sowie Thomas Plischke mit dem dritten Teil der „Zerrissenen Reiche“ sind im Programm. Alexey Pehov setzt seine „Chroniken von Siala“ mit „Schattenstürmer“ fort. Von Robert Jordans Epos „Das Rad der Zeit“ erscheint Band 5.

Wer es mehr metaphysisch mag, für den gibt es im Piper-Programm Celia Friedman („Die Seelenjägerin“) und „Die Seelenzauberin“. Zu den neuen Autoren zählt die 17-jährige Cayla Kluver mit ihrer Romantacy „Alera – geliebter Feind“. Kluver soll aus einem Ort in Wisconsin stammen, „an dem nur die Starken überleben“. Nun, wer Eis, Schnee und Käse überlebt, wird wohl auch das Schreiben einer Teenager-Liebesgeschichte überstehen.

Fantasy-Autoren auf der Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse 2010 geht vom 18. bis 21. März. Auch wenn der Schwerpunkt sicher nicht auf Fantasy-Literatur liegt, sind doch ein paar Autoren, die in der Phantastik unterwegs sind, angekündigt, mit denen die Leser an den jeweiligen Ständen in Kontakt kommen können.

So schickt Heyne die deutschen Autoren Christoph Hardebusch, Boris Koch, Oliver Dierssen, Victoria Schlederer und Bernhard Hennen. Am Stand C100/103 in Halle 3 sind sie von Zeit zu Zeit zu finden sowie auf der Fantasy-Insel in Halle 2.

Von Piper werden Markus Heitz (Lesung am 20. März, 11.30 Uhr), Thomas Plischke (19. März, 13 Uhr), Michael Peinkofer 20. März, 12.30 Uhr), Sarah Lukas (21. März, 12.30 Uhr) und Karl Heinz Witzko (20. März, 12 Uhr) auf der Leipziger Buchmesse sein. Außerdem liest der US-Amerikaner Dan Wells aus seinem Horror-Thriller „Ich bin kein Serienkiller“ (18. März, 15.30 Uhr) und stellt „Mr. Monster“ vor, den Nachfolger.

Von den Penhaligon/Blanvalet-Autoren kommt Lena Klassen an den beiden letzten Messetagen. Auch Frank Rehfeld wird in Lepzig sein und am Freitag lesen.

Egmont-Lyx schickt Gesa Schwartz nach Leipzig, die ihren neuen Roman „Grim“ am Sonntag vorstellen wird. Ebenfalls am Sonntag wird Bernd Perplies (Tarean) auf der Fantasy-Leseinsel anzutreffen sein.

Ueberreuthers Otherworld ist mit Stephan Bellem vertreten, der seine „Bluttrinker“ vorstellt.

Piper 2010 – etwas heitzlos

Das Fantasy-Frühjahr 2010 von Piper interpretiert wie üblich den Fantasy-Begriff sehr weit. Das heißt, Mystery wie „Mr. Monster“ von Dan Wells gehört ebenso dazu wie Science-Fiction von Marliese Arold. Bei den wirklichen Fantasy-Romanen fällt auf, dass vor allem Fortsetzungen im Programm stehen. Michael Peinkofer darf weiter zaubern, Tobias Meißner seine Dämonen auf die Welt loslassen und Brandon Sanderson für Robert Jordan am Rad der Zeit drehen.

Piper holt aber einen neuen russischen Autor ins Programm. Alexey Pehov stammt aus Moskau und soll neben Sergej Lukianenko der erfolgreichste Phantastik-Autor Russlands sein. „Schattenwanderer“ lautet der Titel seines ersten Romans, der auf Deutsch erscheint.

Ach ja, nach der Vampir-Welle soll die Zombie-Welle die Büchertische überspülen. Thomas Plischke und „Die Zombies“ treten bei Piper in dieser Kategorie an. Ob sie den gleichen Sexappeal erreichen wie die Blutsauger?

So bleibt am Ende in Erinnerung, dass das Frühjahr mit Piper ein wenig heitzlos wird – denn einen Roman von Markus Heitz sucht man vergeblich im Programm, was zu seinen Plänen passt.