Finale verschoben bei Brent Weeks und Peter V. Brett

Auf die Fortsetzung zu warten, fällt nicht leicht. Vor allem wenn Reihen kurz vor dem Abschluss stehen, ist es für Leser schwer, nicht die Geduld zu verlieren. Aktuell ist bei zwei Fantasy-Reihen das Finale verschoben: Bei Brent Weeks und Peter V. Brett heißt es derzeit warten.

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Düsterer Ruhm – Licht-Saga 5 von Brent Weeks

Brent Weeks: Düsterer Ruhm - Licht-Saga 5

Brent Weeks: Düsterer Ruhm – Licht-Saga 5

Mit „Düsterer Ruhm“ biegt Brent Weeks langsam auf die Zielgeraden seiner Licht-Saga ein. Die Handlungsstränge wollen verknüpft und zu einem Ende gebracht werden. Doch so richtig beginnt er damit erst gegen Ende dieses in der Übersetzung fünften Bandes. Aber der Reihe nach …

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Schattenblender von Brent Weeks – Rezension von Licht-Saga 4

Schattenblender von Brent Weeks

Brent Weeks: Schattenblender

Was treibt Andross Guile für ein Spiel? Kip versucht verzweifelt, hinter die Pläne seines Großvaters zu kommen und diese zu durchkreuzen. Doch ohne seinen Vater Gavin steht Kip auf verlorenem Posten. Zu allem Überfluss trachten ihm noch andere nach dem Leben, Feinde, die Kip mehr fürchten, für das, was er werden könnte, als für das, was er ist. Da ist es gut, dass er sich auf seine Freunde bei der Schwarzen Garde und seine magischen Fähigkeiten verlassen kann.

Schattenblender in der Licht-Saga

„Schattenblender“ ist der zweite Teil von „The Broken Eye“ und in der Übersetzung Band 4 der Licht-Saga. Das ist auch an der Dramaturgie ablesbar. „Schattenblender“ ist viel stärker verdichtet als der Vorgänger „Sphären der Macht“. Das heißt nicht, dass sich eine Action-Szene an die nächste reiht, auch nicht, dass es am Ende zu einer großen Entscheidungsschlacht kommt. Doch so manche Intrige und manches Rätsel werden gelöst. Und dass Brent Weeks ein paar Fäden entknotet, aber nicht alle, und dass er den Überblick über viele Details behält, macht die Lektüre befriedigend. Wer die Schatten-Trilogie gelesen hat, kann nachvollziehen, wie die Schreibfähigkeiten von Brent Weeks gestiegen sind und wie sein Stil gereift ist.

Bei den Hauptfiguren haben sich die Anteile verschoben. Gavin Guile bekommt immer weniger Raum, während sein Sohn Kip und seine Frau Karris mehr in den Mittelpunkt rücken. Aus Teias Perspektive werden in „Schattenblender“ ebenfalls mehrere Kapitel erzählt, und ihre Arbeit als Spionin dürfte auch künftig wichtig bleiben. Mit Aliviana (Liv) Danavis gibt es noch eine Stimme aus dem Lager des Farbprinzen. Dieser spielt jedoch nur am Rande eine Rolle, dementsprechend klein fällt auch Livs Beitrag aus.

Brent Weeks schreibt weiter

Alle Hauptfiguren stehen in Licht-Saga 4 vor wichtigen Entscheidungen. Das hält die Spannung hoch und sorgt dafür, dass man als Leser das Buch bis zum Ende nicht weglegen möchte. Zusammen stellen „Sphären der Macht“ und „Schattenblender“ das beste Werk dar, das Brent Weeks bislang geschrieben hat.

Mit den Entscheidungen auf der Chromeria sind die Weichen für den letzten Band gestellt. Dieser trägt den Titel „The Blood Mirror“ (Der Blut-Spiegel) und erscheint im Original voraussichtlich im Herbst 2016. Ein Veröffentlichungstermin für die deutsche Übersetzung ist daher auch noch nicht bekannt. Es könnten aber erneut zwei Bände in der Übersetzung werden. Update: „Düsterer Ruhm“ lautet der deutsche Titel von Band 5, und es werden am Ende sechs Bücher sein.

„Schattenblender“ von Brent Weeks ist bei Blanvalet erschienen. Der vierte Band der Licht-Saga geht über 640 Seiten. Die Klappenbroschur-Ausgabe kostet 14,99 Euro, das E-Book 11,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Michaela Link.

Sphären der Macht – Band 3 der Licht-Saga von Brent Weeks

Brent Weeks: Sphären der Macht

Brent Weeks: Sphären der Macht

Ursprünglich sollte eine Licht-Trilogie auf die Schatten-Trilogie von Brent Weeks folgen. Doch je mehr der amerikanische Fantasy-Autor seine Geschichte weiterentwickelte, desto epischer wurde sie. Die Folge: Aus der Licht-Trilogie wird die Licht-Saga. Und da „The Broken Eye“, der dritte Original-Band, bereits sehr lang wurde, teilte ihn der deutsche Blanvalet-Verlag in der Übersetzung auf zwei Bücher auf – mit „Sphären der Macht“ liegt Band 3 der Licht-Saga vor.

Er setzt fast nahtlos dort ein, wo der Vorgänger aufhörte: Gavin Guile, das Prisma und Hoffnungsträger der Chromeria im Kampf gegen den Farbprinzen, ist von einem Piraten gefangengenommen worden und seiner magischen Kräfte beraubt. Damit ist der mächtigste Wandler aus dem Spiel. Zwar sucht sein Sohn Kip nach ihm, doch Gavins Vater Andross scheint andere Pläne zu verfolgen und zieht Kip immer tiefer in den Machtkampf innerhalb der Chromeria hinein. In diesem muss auch Karris Weißeiche ihre neue Rolle finden – als Wandlerin fast ausgebrannt, ihres Mannes beraubt und mit dem Wissen, den Krieg mit dem Farbprinzen mit verschuldet zu haben.

Die Sphären der Macht zeigen sich

„Sphären der Macht“ ist als Band 3 der Licht-Saga ein weiterer Zwischenband. Die ersten Höhepunkte mit den Schlachten um Garriston und Ru sind vorbei, die Helden müssen sich erst einmal von den Rückschlägen erholen und neue Kräfte sammeln, ehe es zum entscheidenden Kampf kommt. Das mag zunächst so farblos klingen, wie die Sicht des Prismas geworden ist, erweist sich aber als wohltuend. Denn im Vergleich zur Schatten-Trilogie hat sich Brent Weeks als Autor weiterentwickelt. Er arbeitet nicht mehr so sehr auf Kämpfe und Schlachten hin, in denen die Helden Superkräfte einsetzen, sondern lässt den Figuren mehr Zeit und Raum zur Entwicklung. Für Gavin heißt dies, dass er von seinem hohen Ross geholt wird und für Kip, dass er reifer und erwachsen werden kann. Aber auch das Sklavenmädchen Teia entwickelt sich weiter, ebenso die Gruppe angehender Schwarzgardisten, zu der sie und Kip gehören. „Sphären der Macht“ ermöglicht Brent Weeks aber auch, näher auf die verschiedenen Parteien einzugehen, die in der Chromeria um Einfluss ringen. Der Fantasy-Autor spinnt hier mehrere Intrigen weiter, die er in den ersten Bänden, „Schwarzes Prisma“ und „Die blendende Klinge„, angerissen hatte und die die Handlung spannender und komplexer machen.

Diese Zwischenschritte, mit denen Brent Weeks die Figurenentwicklung vorantreibt und die Intrigen weiter ausführt, haben den Nachteil, dass der große Spannungsbogen leidet und ein wenig der Fokus verloren geht, da die Handlungsstränge mehr parallel laufen und nur wenig verbunden sind. Bei dieser Bewertung darf man aber nicht vergessen, dass es sich nur um den ersten Teil eines Buches handelt, der für „Sphären der Macht“ übersetzt wurde, das Buch im Original also eine andere Dramatik gewinnen kann.

Brent Weeks und die Licht-Saga 4 und 5

Auf den nächsten Teil der Licht-Saga müssen die deutschen Leser jedoch nicht mehr lange warten. Bereits Mitte November soll der vierte Band erscheinen. Er wird den Titel „Schattenblender“ tragen. Doch danach dürfte es mit der Fortsetzung ein wenig dauern. Brent Weeks geht davon aus, dass der vierte Originalband, „The Blood Mirror“, frühestens im Herbst 2016 herauskommt. Mit der nächsten deutschen Übersetzung ist somit nicht vor dem Winter 2016/2017 zu rechnen. Und es könnte gut sein, dass es erneut zu einer Teilung kommt und die zweite Fantasy-Reihe von Brent Weeks am Ende sechs deutsche Bände haben wird.

„Sphären der Macht“ von Brent Weeks ist bei Blanvalet erschienen. Band 3 der Licht-Saga geht über 608 Seiten. Die Klappenbroschur-Ausgabe kostet 14,99 Euro, das E-Book 11,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Michaela Link.