Heyne vom Frühjahr bis zum Herbst 2012

Heyne hat seine Vorschau für Mai bis Oktober 2012 online gestellt. Das Taschenbuch-Programm ist nicht sehr umfangreich, dafür aber recht vielseitig – Neues gibt es von Peter V. Brett, Brandon Sanderson und Stephen Deas. Doch auch Christoph Hardebusch (einziger deutscher Vertreter) kann Neuigkeiten verkünden: Seine Trolle-Reihe wird um einen vierten Band erweitert.

Brandon Sanderson ist mit seiner Fortsetzung der Mistborn-Trilogie vertreten. „Jäger der Macht“ spielt nach den Ereignissen von „Herrscher des Lichts“, allerdings setzt die Handlung erst nach einem Zeitsprung ein, weshalb die Leser auf eine ganz anders entwickelte Welt treffen. Für Sanderson-Verhältnisse wird es mit 450 Seiten ein eher kurzes Werk, das im Juli in Deutschland erscheint.

„Die Flammen der Dämmerung“ von Peter V. Brett

Dass es in der Dämmerung noch Tageslichtanteile gibt, okay. Doch bei Heyne wird aus dem „Daylight War“ von Peter V. Brett „Die Flammen der Dämmerung“. Nun ja, wer aus einem Wüstenspeer ein „Flüstern der Nacht“ macht … Wichtiger scheint zu sein, dass Heyne erneut beim Veröffentlichungstermin vorprescht. Oktober 2012 ist vielleicht zu opitimistisch, steht doch nach Aussage von Brett noch nicht einmal das Veröffentlichungsdatum des Originals fest. Auch arbeitet er noch am Manuskript, sodass die 750 Seiten wohl übertroffen werden.

Stephen Deas ist gleich zweimal vertreten. Von ihm erscheinen zwei Bände der Reihe „Drachenthron“: der Adamantpalast im Juni und der König der Felsen im September. Beide sind zwischen 500 und 600 Seiten dick und kosten 8,99 Euro. Pierre Grimbert schließt seine Götter-Saga im September ab, M.D. Lachlan setzt seine von nordischen Sagen inspirierte Geschichte mit „Fenrir“ im Juni fort.

Heyne 2012: Krimi und Steam-Punk

Schließlich bleibt Heyne auch 2012 dem Steam-Punk treu. „Steam & Magic – Feuerspiel“ stammt aus der Tastatur von Cindy Spencer Pape. Überflüssig zu schreiben, dass die Handlung im viktorianischen London spielt. Protagonistin ist die Gouvernante Caroline Bristol, die sich in ihren Chef verliebt und Wesen der Unterwelt bekämpft. Ab Juni 2012 auch auf Deutsch.

Der Wunsch von Lesern und der Willen der Verlage erfolgreiche Genres zu kreuzen, haben bereits ein paar Fantasy-Krimis beschert. Alex Bledsoe soll in seinem Erstlingswerk die amerkanische Hardboiled-School auf das Fantasy-Genre übertragen haben. „Das Schwert des Königs“ kingt als Titel eher konventionell. Im Mittelpunkt steht der Ermittler LaCrosse, der statt zum Schläger zum Schwert greift und einen Prinzenmord aufklären soll. Die 600 Seiten umfassende Ausgabe erscheint im Mai.

Fantasy-Programm von Heyne 2011

Brandon Sanderson, Joe Abercrombie und Stephen Donaldson sind die Zugpferde des Fantasy-Programms für 2011 . Im April erscheint „Der Weg der Könige“ als Hardcover, Band 1 einer Endlos-Reihe von Sanderson, die ihn beschäftigt halten soll. Schließlich endet die Aufgabe als Ersatz von Robert Jordan, und der Vielschreiber muss sehen, wohin er seine Kraft lenkt.

Die Fans von Joe Abercrombie dürfen sich auf „Heldenklingen“ (The Heroes) freuen, der Roman, mit dem der selbsternannte Neu-Erfinder der Helden-Fantasy in den Norden zurückkehrt. Der Kampf zwischen Nordmännern und Union geht weiter – und sicher auch der zwischen den letzten Magiern um die Vorherrschaft der Welt. Für Anfang August steht „Heldenklingen“ im Fantasy-Programm von Heyne.

Einen Monat zuvor kommt „Die Pfade des Schicksals“ von Donaldson auf den Markt. Mit 1100 Seiten sind gleich noch einmal 300 mehr als bei Abercrombie. 17 Euro sind dann auch als Preis vorgegeben.

Deutsche Autoren im Fantasy-Programm von Heyne

Im Fantasy-Programm von Heyne sind für 2011 aber auch einige deutsche Autoren aufgenommen. Bernard Hennens „Alica“ erscheint im Oktober als Taschenbuch – die gebundene Ausgabe ist bereits bei Ueberreuter veröffentlicht worden. Mit Victoria Schlederers zweitem Roman („Fortunas Flug“) steht zudem noch österreichischer Steam-Punk auf dem Programm. Während dieser Roman zu Zeiten der k.u.k.-Monarchie spielt, hat sich Oliver Plaschka die 20er Jahre zur Vorlage erwählt. Seine „Magier von Montparnasse“ sind allerdings bereits in gebundener Form bei Klett-Cotta erhältlich.

Außerdem 2011 im Fantasy-Programm bei Heyne: „Prinz der Dunkelheit“, das Debüt von Mark Lawrence, eine britische Rache-Geschichte; Pierre Grimbert mit „Die Götter – das magische Zeichen“, Teil 2 der Götter-Trilogie des Franzosen und Robin Hobb mit „Die Stunde des Abtrünnigen“, das Epos erschien gebunden bereits in der Hobbitpresse, als Taschenbuch dann im Juni 2011.