Chris Wooding: Das Schwert der Könige – eine Rezension

Chris Wooding Das Schwert der Könige

Chris Wooding beginnt mit „Das Schwert der Könige“ seine Saga von Dunkelwasser. Foto: Jörn Käsebier

Wäre Glutbringer, das Schwert der Könige, nicht in die Hände der Krodaner gefallen – Ossia wäre noch frei und unabhängig. Doch die Waffe fiel in die Hände der Eroberer, die nun mit ihrer Kultur, Sprache und Religion das stolze Ossia dominieren. Der junge Aren wird den neuen Sitten entsprechend erzogen, während sein gleichaltriger Freund Cade die ossianischen Traditionen bewahrt. Das ist nicht der einzige Gegensatz in ihrer Beziehung. Vor allem Arden muss seine Sicht der Dinge schon bald hinterfragen. Sein Glaube an die krodanische Kultur schlägt daraufhin in Hass um …

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Thron in Flammen von Brian Staveley – eine Rezension

Brian Staveley: Thron in Flammen

Brian Staveley: Thron in Flammen

„Thron in Flammen“ von Brian Staveley setzt dort wieder ein, wo der Vorgänger aufhörte: Kaden und Valyn sind allen Mordanschlägen entgangen und können nun den Spieß umkehren und sich selbst auf die Suche nach dem Mörder ihres Vaters, des Kaisers von Annur machen. Doch zugleich muss Kaden herausfinden, ob die Csestriim, uralte Feinde der Menschheit, hinter der Verschwörung stecken. Dazu begibt er sich auf magische Pfade, die für Uneingeweihte gefährlich sind. Währenddessen bereitet Adare, Schwester von Kaden und Valyn, ihre Flucht aus dem Kaiserpalast vor – den Anspruch ihrer Familie auf den Unbehauenen Thron hat sie jedoch nicht aufgegeben.

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Schwarzes Prisma – Brent Weeks wendet sich dem Licht zu

Cover von Schwarzes Prisma

Brent Weeks: Schwarzes Prisma

2010 hatte Brent Weeks mit „Der Weg in die Schatten“, dem Auftakt zu Schatten-Trilogie,  ein starkes Debüt vorgelegt – mit „Schwarzes Prisma“ beginnt seine neue Trilogie, die Licht-Trilogie. Ursprünglich sollte das auch im deutschen Titel schon aufgegriffen werden, der zunächst „Schwarzes Licht“ hieß, doch schließlich entschloss man sich bei Blanvalet, sich eng an den Originaltitel „Black Prism“ zu halten. Dass man entschied, auf dem Buchcover einen Schwarz-Gardisten zu zeigen, der an einen Assassinen erinnert, hängt sicherlich mit dem Erfolg der Schatten-Trilogie zusammen.

Das Schwarze Prisma bricht das Licht

Im Mittelpunkt des Fantasy-Romans steht Gavin Guile, der Lord Prisma, eine Art religiöser Führer der Sieben Satrapien. Er kann alle Formen der Licht-Magie nutzen, während andere Magier auf eine oder zwei bis drei Farben beschränkt sind. Guile geht davon aus, dass seine Macht in spätestens fünf Jahren verglühen wird und ihm den Tod bringt. Die Projekte, die er sich vorgenommen hat, müssen jedoch hintenanstehen, als er von einem Bastard-Sohn erfährt, den er 16 Jahre zuvor gezeugt haben soll. Seinem Verhältnis zu seiner Ex-Verlobten und Schwarz-Gardistin (Leibwache) Karris ist diese Enthüllung nicht gerade förderlich. Doch sie müssen sich zusammenreißen, denn im kurz bevorstehenden Krieg mit einem abtrünnigen Reich stehen sie auf der selben Seite.

„Schwarzes Prisma“ von Brent Weeks ist bei Blanvalet erschienen und erstreckt sich in der Klappenbroschurausgabe über 800 Seiten. Der gebundene Buchpreis liegt bei 15 Euro. Die Übersetzung stammt von Hans Link, der bereits die Schatten-Trilogie von Brent Weeks sowie die Fabelheim-Romane von Brandon Mull übersetzt hat.

Edit: Die ausführliche Rezension von „Schwarzes Prisma“ ist online.

Schattentänzer: Alexey Pehov schwingt das Tanzbein

Cover von Schattentänzer

Schattentänzer von Alexey Pehov

Alles hängt nun an Garrett – der Dieb und seine Gefährten haben nach mehr als zwei Dritteln der „Chroniken von Siala“ Hrad Spines erreicht. Dort liegt das magische Horn des Regenbogens, mit dem die Welt vor dem Unaussprechlichen gerettet werden soll. Garrett entschließt sich, seine verbliebenen Begleiter am Eingang zurückzulassen, um allein durch die Schatten zu tanzen. Auf seinem Weg auf die achten Ebene der riesigen Grabstätte lauern Monster, Magie und allerlei Gefahren auf den Dieb und „Schattentänzer“.

„Dungeons and Zombies“ hätte der Fantasy-Roman auch heißen können, denn wie in einem Rollenspiel bewegt sich Garrett durch die unterirdischen Säle, verliert Lebenspunkte, die er mit Heiltränken wieder auffüllt, überlebt mit Glück und Geschick die verborgenen Fallen und greift im Notfall zu seiner Armbrust, wenn ein Kampf unvermeidbar ist. Da er als Ich-Erzähler unterwegs ist, sind auch die ironischen Sprüche, die er in Gedanken formuliert, für Leser erlebbar. Und dann hat der Dieb ja noch einen Zauberer in seinem Kopf sitzen, der ihm so manchen Tipp einflüstert …

„Schattentänzer“ ist wie die beiden anderen Bände der „Chroniken von Siala“  („Schattenwanderer“ und „Schattenstürmer“) bei Piper erschienen. Band 3 umfasst 560 Seiten und kostet 16,95 Euro. Die Übersetzung stammt von Christiane Pöhlmann, die bereits Bücher von Sergej Lukianenko übersetzt hat.

Brent Weeks tummelt sich am Rande der Schatten

Cover von Am Rande der Schatten

Kylar hat seine Ausbildung zum Assassinen erfolgreich gemeistert und dabei gelernt, dass er auch scheitern kann. Der Preis, den er wie sein Lehrer Durzo Blint für die Verschmelzung mit dem Schatten zahlen muss, ist Kylar aber zu hoch. Doch um seinen Freund Logan zu retten, muss er sich erneut auf den Pfad des Schattens begeben – ein Verbleib am Rande der Schatten scheint nicht möglich zu sein …

Mit „Am Rande der Schatten“ ist nun auch auf Deutsch der zweite Teil der Schatten-Trilogie von Brent Weeks erschienen. Leser erfahren in diesem Fantasy-Roman mehr über die Welt Midcyru und natürlich über das Schicksal von Kylar, der aus seiner Heimatstadt Cenaria vor den Horden des Gottkönigs von Khalidor fliehen und seine Freunde retten will. Weeks versteht es, die Intrigen der Gilde und der Khalidori spannend zu schildern, verliert dabei aber nie seine äußerst menschlichen Helden aus den Augen.

„Am Rande der Schatten“ ist bei Blanvalet erschienen. Der Fantasy-Roman ist 704 Seiten dick und kostet 15 Euro.

Edit: Die ausführliche Rezension ist online.

Alexey Pehov mag Schattenwanderer

Schattenwanderer von Alexey Pehov

Alexey Pehov: Schattenwanderer

Nach acht Jahren hat der Fantasy-Roman „Schattenwanderer“ von Alexey Pehov seinen Weg nach Deutschland gefunden. In seiner russischen Heimat hat Pehov (Warum eigentlich mit „v“, weil sein Buch zuerst ins Englische übersetzt wurde?) bereits neun Bücher veröffentlicht, sieben davon Fantasy-Romane, und sie wurden millionenfach verkauft. Hinzu kommen Science-Fiction-Romane, die er gemeinsam mit seiner Frau Elena Bychkova schrieb.

„Schattenwanderer“ ist – wie kann es anders sein – nur der erste Band einer Trilogie mit Namen „Die Chroniken von Siala“. Es handelt sich um lupenreine Helden-Fantasy mit Parallelen zu Tolkien. Im Zentrum steht der Dieb und Schattenwanderer Garrett, der zusammen mit einer Elfenprinzessin und einem Krieger die Welt vor einer Horde von Giganten, Ogern und Untoten retten soll.

Pehov haben „Die Chroniken von Siala“ ermöglicht, ein Leben als Bestsellerautor zu führen. Die deutschen Rechte müssen recht teuer gewesen sein, denn Piper hat als Preis für das kartonierte Taschenbuch mit seinen 560 Seiten (mit Anhang) den stolzen Preis von 16,95 Euro angesetzt.

Edit: Eine ausführliche Rezension von „Schattenwanderer“ ist online.

Die Rache der Claudia Kern

Claudia Kern: Rache

Claudia Kern: Rache

Claudia Kern hat ihre erste Fantasy-Trilogie abgeschlossen. Mit „Rache“ endet die Reihe „Der verwaiste Thron“. Darin kehren die Heldin Ana und ihr Bruder Gerit nach Somerstorm zurück. Doch auch ihre Feinde haben die Burg zum Ziel, sodass es dort zum Showdown kommen wird, wo alles begann.

Im vergangenen Jahr legte Claudia Kern mit „Sturm“ ihren ersten Fantasy-Roman vor. Erfrischenderweise handelte er nicht von Orks, Elfen oder Zwergen und stach allein dadurch aus der Masse deutscher Fantasy-Bücher heraus. Nachtschatten, halb-menschliche Gestaltwandler, und Menschen spielten die Hauptrolle. Mit einem jungen männlichen Helden und einer jungen weiblichen Heldin bot der Roman zudem verschiedene Identifikationsfiguren. Etwas kurz geriet die Beschreibung der Welt, in der „Der verwaiste Thron“ spielt.

Mit „Verrat“ folgte eine Fortsetzung, die den Konflikt von Nachtschatten und Menschen vorantrieb, jedoch langsam die Richtung änderte, indem mehr magische Elemente eine Rolle spielten. So langsam wurde klar, wie viel sich die Autorin da vorgenommen hatte. Bei „Rache“ darf man nun gespannt sein, ob die losen Enden alle zusammengeführt werden oder ob Teile hinten über fallen. Erneut ist der bei Blanvalet erschienene Roman kurz gehalten. Die 384 Seiten lange Geschichte kostet 13 Euro.

Edit: Rezension ist auch online.