Alif der Unsichtbare von G. Willow Wilson

Alif der Unsichtbare

G. Willow Wilson: Alif der Unsichtbare

Elemente eines Techn-Thrillers und phantastischer Erzählungen bringt G. Willow Wilson in ihrem Debütroman „Alif der Unsichtbare“ zusammen. Die amerikanische Muslima greift dabei auf ihre Kenntnisse über den Nahen Osten zurück sowie auf ihre Erfahrungen als Comic-Geek und –Autorin.

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R.J. Barker: Die Stunde des Assassinen

R.J. Barker: Die Stunde des Assassinen

R.J. Barker: Die Stunde des Assassinen

Auftragsmörder zählen in fiktiven Stoffen zu den beliebtesten Schurken. Zumal wenn sie so ambivalent angelegt sind, dass sie auch die Helden sein können. „Die Stunde des Assassinen“ ist so ein Fall. R.J. Barker macht in seinem Fantasy-Buch einen jugendlichen Assassinen zum Protagonisten. Und von einem eiskalten Killer trennen diesen Girton Welten – zumindest zunächst.

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John Gwynne: Macht – Die Getreuen und die Gefallenen 1

John Gwynne: Macht - Die Getreuen und die Gefallenen 1

John Gwynne: Macht – Die Getreuen und die Gefallenen 1

Macht – so mancher Mensch ist schon ihren Verlockungen erlegen. In den Verfemten Landen liegt die Macht in der Hand von Königen. Die Königreiche der Menschen leben miteinander im Frieden, von ein paar Grenzkonflikten abgesehen. Doch am Vorabend des Götterkriegs brechen auch Konflikte zwischen Königen aus, nehmen die Zusammenstöße mit Giganten zu und die Überfälle von Briganten bedrohen ganze Ortschaften. In „Macht – Die Getreuen und die Gefallenen 1“ legt John Gwynne die Saat für einen großen Konflikt.

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Guy Gavriel Kay: Im Schatten des Himmels – eine Rezension

Guy Gavriel Kay: Im Schatten des Himmels

Guy Gavriel Kay: Im Schatten des Himmels

„Im Schatten des Himmels“ erschien im Original bereits 2010, jetzt liegt die deutsche Fassung des Fantasy-Romans vor. Nach neun Jahren ist Guy Gavriel Kay somit auf dem deutschen Markt zurück – allein dafür hat sich die Gründung des neuen Labels Fischer Tor gelohnt (um dieser Meinung zu sein, muss man Kay noch nicht einmal als „besten noch schreibenden Fantasy-Autor“ bezeichnen).

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Das Schwert der Dämmerung von Saladin Ahmed – eine Rezension

Saladin Ahmed: Das Schwert der Dämmerung

Saladin Ahmed: Das Schwert der Dämmerung

Mit „Das Schwert der Dämmerung“ von Saladin Ahmed ist ein Fantasy-Roman erschienen, der erfrischenderweise das europäische Mittelalter links liegen lässt und sich mehr auf orientalische Vorbilder stützt. Im Mittelpunkt steht Adoulla, ein Ghul-Jäger, der seinen Ruhestand herbeisehnt, aber keinen geeigneten Nachfolger findet. Als ein böser Magier mehrere Ghuls zugleich beschwört, die mehrere Menschen töten, muss Adoulla all sein Können einsetzen und ist dennoch auf die Hilfe der Alchemistin Litas, des Magiers Dawoud und seines Gehilfen Rasid angewiesen. Bei ihrer Jagd nach dem Ghul-Beschwörer dauert es nicht lang, bis Adoullah und seine Freunde herausfinden, dass mehr hinter dem Auftauchen der Ghule steckt – da will jemand Kalif werden anstelle des Kalifen …

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Christian von Aster: Das Eherne Buch – eine Rezension

Christian von Aster: Das Eherne Buch

Christian von Aster: Das Eherne Buch

Jaarn ist 15 Jahre alt und wächst als Mönch in der Bibliothek von Ghidt-Lhorr auf. In einer Nacht wird sein Leben auf den Kopf gestellt: Er erfährt, dass es seine Bestimmung ist, das Eherne Buch dem Kriegbringer zu Füßen zu legen, um so Frieden für die Welt zu erreichen. Doch das versuchen viele Mächtige zu verhindern, allen voran die Getreuen des Keilers, einer gestürzten Herrscherfamilie, die sich für die erlittene Schmach rächen und zurück an die Macht kommen will.

Christian von Aster und die Feder

20 Jahre nach dem Tod von Michael Ende, dem Autor der „Unendlichen Geschichte“ greift ein deutscher Fantasy-Autor das Motiv auf, nach dem ein Buch die Welt retten kann. In „Das Eherne Buch“ geht es aber weniger darum, die Fantasy spielen zu lassen, um einer Verödung der Welt entgegenzuwirken. Christian Aster greift hingegen eine Frage auf, die viel diskutiert wird – was ist mächtiger, Feder oder Schwert? Die Antwort, die der deutsche Fantasy-Autor gibt: ein Buch, also Feder, dass wie eine Klinge geformt ist, also das Schwert. So weit, so originell.

Ansonsten hat die Welt des ehernen Buches viel Parabelhaftes. Es gibt mächtige und weniger mächtige Fürsten, in deren Namen und um deren Ehre Kriege geführt werden, eine Weiße Stadt mit schwarzem Herz und erbarmungslose Killer, die nur „Die Nacht“ genannt werden. Die Gesetzeslosigkeit und der Niedergang der Moral sind so weit fortgeschritten, dass die Menschen mit der höchsten Moral Räuber sind.

„Das Eherne Buch“ versöhnt am Ende

So einfach wie dieses Konstrukt in vielen Punkten ausgefallen ist, sind leider auch viele Figuren entworfen. Das beste Beispiel ist die Eisenmutter, neben Jaarn und General Zadt Mhaw eine der Figuren, aus deren Sicht die Handlung geschildert wird. Als gerüstete Hebamme, die Leben beendet und neues Leben auf die Welt bringt, ist sie vom Entwurf her die originellste Figur des Fantasy-Romans. Doch leider ist sie wenig glaubwürdig, denn ihre Gefühle wechseln rascher als man sie als Leser nachempfunden hat. Dann kennt sie alle wichtigen Geheimnisse, taucht immer im richtigen Moment auf und steht zu allen Hauptfiguren in einer Beziehung. Störend ist schließlich auch, wie leicht der Narbige und Jaarn die Hindernisse auf ihrem Weg überwinden können. Auch wenn die Pläne nicht immer aufgehen, finden sie doch rasch eine andere Lösung. Dass das Ende dann doch nicht so glatt aufgeht, sondern in der Schwebe gehalten ist, versöhnt mit der Geschichte vom „Ehernen Buch“.

„Das Eherne Buch“ von Christian von Aster ist bei der Hobbitpresse von Klett-Cotta erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe geht über 347 Seiten und kostet 17,95 Euro, das E-Book 13,99 Euro.

Zeit des Sturms von Andrzej Sapkowski – eine Rezension

Andrzej Sapkowski: Zeit des Sturms

Andrzej Sapkowski: Zeit des Sturms

Todgesagte leben länger: Nachdem Andrzej Sapkowski seinen Zyklus um den Hexer Geralt von Riva abgeschlossen hatte, wollte sich der polnische Autor neuen Geschichten zuwenden. Mit „Zeit des Sturms“ kommt der Hexer nicht zum ersten Mal wieder zurück, aber doch das erste Mal in Langform. Der Fantasy-Roman spielt zeitlich vor dem Hexer-Zyklus, den man nicht gelesen haben muss, um der Handlung zu folgen. Dennoch ist das Vergnügen mit Vorkenntnissen größer, gerade bei den Figuren, die in der Reihe und in „Zeit des Sturms“ eine Rolle spielen.

Zeit des Sturms in Kerack

Die Handlung spielt dieses Mal überwiegend im Königreich Kerack, einem kleinen Reich, in dem sich ehemalige Piraten zu Herrschern aufgeschwungen haben. Geralt fällt dort einer Intrige zum Opfer, die ihn seine kostbaren Schwerter kostet. Dass mit der Koralle eine hübsche Zauberin ihre Hände dabei im Spiel hat, versteht sich fast von selbst, ebenso, dass der Hexer sich trotz einer Liaison nicht von ihr kontrollieren lässt. Seinen Zorn bekommen weniger die Ungeheuer zu spüren, für deren Tötung Hexer gewöhnlich angeheuert werden, als die Mächtigen, die die Schwachen ausnutzen und töten. Unterstützung erhält Geralt wie üblich von seinem engen Freund, dem Dichter Rittersporn, aber zuweilen auch von unerwarteter Seite.

Sapkowski gelingt es erneut, die einzigartige Mischung hinzubekommen, die den Hexer-Zyklus so herausragend macht: Spannung und Kämpfe wechseln sich ab mit Wortgefechten und komischen Passagen. Hinzu kommen Anspielungen auf die moderne Welt, Zitate aus bekannten Werken und saftige Gesellschaftskritik. Natürlich kann ein Einzelband nicht die Tiefe eines fünfbändigen Zyklus erreichen. „Zeit des Sturms“ hält jedoch die von den Vorgängern gesetzten Qualitätsstandards hoch und fällt im Vergleich zum Zyklus nicht ab.

Sapkowski und sein Hexer Geralt

Ob der Hexer nach diesem in sich abgeschlossenen Fantasy-Roman noch einmal Auferstehung feiern wird? Wohl nur, wenn Andrzej Sapkowski Zeit, Lust und Ideen hat. Wer selbst in die Rolle des Hexers Geralt von Riva schlüpfen möchte, hat dazu in der polnischen Videospielserie die Gelegenheit. Der dritte Teil – „The Witcher: Wild Hunt“ – ist gerade für PC und Konsolen erschienen. Und es geht nicht nur um Sex auf dem Rücken eines Einhorns, auch wenn einige Besprechungen im Netz diesen Aspekt besonders hervorheben.

„Zeit des Sturms“ von Andrzej Sapkowski ist bei dtv erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe des Fantasy-Romans hat 448 Seiten und kostet 15,90 Euro, das E-Book 12,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Erik Simon.