Der Zorn der Asirim von Bradley Beaulieu

Zorn der Asirim

Band 2 der Legenden der Bernsteinstadt: Der Zorn der Asirim von Bradley Beaulieu       Foto: Jörn Käsebier

Der Zorn der Asirim war bereits im ersten Band der „Legenden der Bernsteinstadt“ zu spüren. In der Fortsetzung spielen die Asirim nun eine zentrale Rolle. Protagonistin bleibt jedoch Ceda, die sich als Klingentochter bei den Königen von Sharakhai eingeschleust hat. Rezension des Buches von Bradley Beaulieu.

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Bradley Beaulieu: Die Zwölf Könige – eine Rezension

Bradley Beaulieu: Die Zwölf Könige - Die Legenden der Bernsteinstadt 1

Bradley Beaulieu: Die Zwölf Könige – Die Legenden der Bernsteinstadt 1

Eine Stadt in der Wüste, gehasst und gefürchtet, zugleich ein Anziehungspunkt für Händler und Gelehrte. „Die Zwölf Könige“ von Bradley Beaulieu stellt Sharakhai in den Mittelpunkt der „Legenden der Bernsteinstadt“. Anders als der Titel vermuten lässt, spielt allerdings eine Frau die Hauptrolle.

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Das Gesetz des Tyrannen – Dolch und Münze 3 von Daniel Hanover

Daniel Hanover: Das Gesetz des Tyrannan - Dolch und Münze 3

Daniel Hanover: Das Gesetz des Tyrannan – Dolch und Münze 3

Furcht gebiert bei einem Tyrannen Terror und Gewalt. Und da das Gesetz des Tyrannen gilt, bleibt nur, sich zu fügen oder zu fliehen. Doch die Zahl der Rückzugsorte nimmt ab, denn Geder Palliako erobert mit seiner Armee Land um Land – dank der Hilfe der Spinnenpriester. Direkter Widerstand scheint angesichts der auf Magie beruhenden Erfolge aussichtslos. Marcus Wester und Meister Kit sind derweil bereits auf der Suche nach einer Waffe, mit der sich die Macht der Spinnengöttin brechen und die Welt retten lassen.

Das Gesetz des Tyrannen – Dolch und Münze 3

Die Handlungsstränge von Marcus und Geder sind nur zwei in der Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“ von Daniel Hanover. Neben den beiden genannten werden Teile der Geschichte aus der Perspektive von Clara Kalliam und Cithrin bel Sarcour erzählt. Am stärksten berührt die Geschichte Cithrins. Denn der Panzer, den sie nach dem Verlust ihrer Heimat um ihre Gefühle errichtet hat, bekommt Risse, als sie in Suddapal lernt, was es heißt, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Auch Clara macht einen Wandel durch, muss sie doch den Tod ihres Mannes und den Sturz ihrer Familie verkraften. Zugleich halten ihre Erziehung und ihr Pflichtgefühl sie zurück, nach eigenem Glück zu streben. Die beiden wichtigsten Frauencharaktere in Dolch und Münze sind Daniel Hanover am besten gelungen.

„Das Gesetz des Tyrannen“ ist eine deutliche Steigerung zu „Königsblut„, dem Vorgängerband der Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“. Es gibt wenig Kritikpunkte, da es Hanover dieses Mal gelingt, alle Figuren fast gleichwertig zu gewichten und ihnen dabei allen gute und packende Passagen gönnt. Einen kleinen Schwachpunkt hat die Ausgabe: Manchmal ist es nicht ganz leicht, den Reisen der Figuren und den Vorstößen der Armee von Antea zu folgen, denn leider fehlt in diesem Band die Karte, die noch in Band 1 abgedruckt war.

Daniel Hanover setzt die Fantasy-Reihe fort

Was die Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“ so herausragend macht, ist, wie der Grundgedanke umgesetzt wird. Eine letzte Sicherheit gibt es nicht, die Wahrheit ist immer eine Frage der Interpretation und Sichtweise. Doch genau das bestreiten Gedar und die Anhänger der Spinnengöttin. Wer möchte, kann hier eine deutliche Kritik herauslesen, die Daniel Hanover an unserer auf letzte Sicherheit bedachten Gesellschaft übt, vor allem aber an einem Kampf gegen den Terror, der aus Angst vor weiteren Attentaten präventive Kriegsschläge zur Regel hat werden lassen.

Die Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“ ist mit „Das Gesetz des Tyrannen noch nicht abgeschlossen. Im Original ist der vierte Band, „The Widow’s House“ (Das Haus der Witwe), Anfang August erschienen. Und Band 5 ist bereits angekündigt, sodass sich auch deutsche Leser noch auf einige Wendungen gefasst machen dürfen. Mit dem Cliffhanger am Ende von „Dolch und Münze 3“ wird das Warten nicht leicht.

„Das Gesetz des Tyrannen – Dolch und Münze 3“ von Daniel Hanover ist bei Blanvalet erschienen. Die Paperback-Ausgabe geht über 608 Seiten und kostet 15 Euro. Die Übersetzung stammt von Simone Heller.

Königsblut – Dolch und Münze 2 von Daniel Hanover

Daniel Hanover: Dolch und Münze 2

Daniel Hanover: Dolch und Münze 2

Um den wahren Charakter eines Menschen zu erkennen, gib ihm Macht. Dieser, auf Abraham Lincoln zurückgehende Satz, fasst „Dolch und Münze – Königsblut“ gut zusammen. Denn Daniel Hanover zeigt in seinem Fantasy-Roman, wie sich ein monarchischer Staat zu einer Tyrannei entwickelt. Geder Palliakos ist ein ängstlicher Mann, als Junge von Gleichaltrigen gehänselt, später nie ernst genommen, steigt er zum Regenten des mächtigen Königreichs Antea auf. Seinen Erfolg verdankt er den Spinnenpriestern, die vermeintlich Wahrheit und Lüge unterscheiden können – beste Helfer zur Errichtung eines Überwachungsstaates. Dass die Priester Geder manipulieren, merkt dieser nicht: Er ist Täter und Werkzeug zugleich.

 „Dolch und Münze – Königsblut“ spielt vor allem in Antea

Wie sich der Aufstieg Geders vollzieht und welche Folgen er für Dawson Kalliam, seine Familie und andere Menschen in Antea und dem Nachbarreich Asterilreich hat, schildert Daniel Hanover alias Abraham meisterlich. Dass es ihm dabei sogar gelingt, immer wieder auch Sympathie für Geder zu wecken, zeigt: Rein gute und böse Hauptfiguren gibt es in „Dolch und Münze“ nicht. Das hat aber auch zur Folge, dass strahlende Helden fehlen und die Identifikation mit Figuren schwer fällt. Am ehesten gelingt diese noch bei Cithrin. Sie kämpft darum, ihre eigene Bankfiliale führen zu können und muss sich dabei gegen ihren bestellten Vormund behaupten. Ihr Beschützer Marcus Wester kann ihr in dieser Hinsicht nur wenig weiterhelfen, was bei ihm Frust aufkommen lässt. Doch Marcus spielt in „Königsblut“ keine so große Rolle wie noch in „Das Drachenschwert“, dem Auftakt-Band der Fantasy-Reihe. Denn im zweiten Band von „Dolch und Münze“ hat sich das Geschehen weitgehend nach Antea verlagert.

Neu ist allerdings ein Blick nach Nordstade, wo die Medean-Bank ihren Sitz hat. Wenn in Antea der Dolch regiert, ist es im Einflussgebiet der Bank vor allem die Münze, die zählt. Und da sich mit Münzen Schwerter bezahlen lassen, könnte diese Welt am Ende triumphieren.

Fantasy-Reihe von Daniel Hanover geht weiter

Gegen Ende des Fantasy-Romans verlagert sich das Geschehen wieder stärker nach Süden. Gerade, wenn die Mission zur Rettung der Welt durch Meister Kit, einem Renegaten des Kults der Spinnengöttin, und Marcus so richtig los geht, endet „Königsblut“. Doch glücklicherweise ist die Wartezeit nicht übermäßig lang. Bereits im Juli 2014 soll Band 3 in Deutsch erscheinen. Der Titel: „Das Gesetz des Tyrannen“.

„Dolch und Münze – Königsblut“ von Daniel Hanover ist bei Blanvalet erschienen. Die Paperback-Ausgabe geht über 640 Seiten und kostet 15 Euro glatt. Die Übersetzung stammt von Simone Heller.

Das Flüstern der Nacht schwillt an

Cover von "Das Flüstern der Nacht"

Peter V. Brett: Das Flüstern der Nacht

Lange haben die deutschen Leser von Peter V. Brett auf die Fortsetzung seiner Dämonen-Fantasy-Reihe gewartet. Doch bei 600 Seiten im Original war zu erwarten, dass der zunächst angegebene Veröffentlichungstermin April 2010 für „Das Flüstern der Nacht“ kaum zu halten sein würde. Daher kam die Verzögerung nicht überraschend. Inzwischen ist die deutsche Fassung aber in den Buchläden.

Mehr als 1000 Seiten dick ist „Das Flüstern der Nacht“ (The Desert Spear). Peter Brett scheint also noch ein wenig epischer geworden zu sein, schließlich erreichte „Das Lied der Dunkelheit“ bereits die Marke von 800 Seiten. Doch genug zur Länge.

Das Flüstern der Nacht startet in der heißen Wüste

Brett beginnt die Handlung in Krasia, der Wüstenstadt, in der Arlen den Speer verlor, der Dämonen töten kann, und in der er sich zuvor als Ausländer Anerkennung erworben hatte. Wie gern Brett die Stadt mag, zeigte sich bereits in „Der große Basar“.  In Kraisia begnügt man sich nicht mehr damit, in der Nacht die Dämonen im Labyrinth zu jagen. Vom Süden der Welt aus, sollen alle Menschen von der Bedrohung der Dämonen gerettet werden. Im Norden sieht man die Entwicklung jedoch mit Skepsis und fürchtet um die politische Unabhängigkeit.  Und auch die Dämonen geben den Kampf nicht verloren. An Stelle der Baum-, Wind- und Felsendämonen treten mächtige Fürsten aus der Unterwelt gegen die Menschen an.

Ob das Warten sich gelohnt hat, können die deutschen Leser herausfinden, wenn sie bereits sind für das bei Heyne erschienene Buch 16 Euro auszugeben.

Edit: Die Rezension des „Flüsterns der Nacht“ ist online.

Im vierten „Frühling der Vergeltung“

Fruehling der Vergeltung

Daniel Abraham: Frrühling der Vergeltung

Selten mag man von einer Verlagsseite abschreiben, doch in diesem Fall stimmt es, dass es sich bei „Frühling der Vergeltung“ von Daniel Abraham um den „fulminanten Abschluss der Saga um die magischen Städte“ handelt.

Abraham macht einen weiteren Zeitsprung: 15 Jahren nach dem „Herbst der Kriege“ versuchen die beiden Parteien noch immer, eine Lösung für den Konflikt zu finden. Otah, Herrscher der Sommerstädte, will mit den feindlichen Galten Frieden schließen. Doch sein Plan wird in den eigenen Reihen hintertrieben …

Es ist eine ungewöhnliche Welt, die sich Daniel Abraham ausgedacht hat. Asien und Europa dienen ihm als Vorbild. „Frühling der Vergeltung“ (THe Price of Spring) schließt nahtlos an die drei vorherigen Bände der „magischen Städte“ an. Die Reihe ist komplett bei Blanvalet erschienen. „Frühling der Vergeltung“ ist 480 Seiten dick und kostet 14 Euro.

Edit: Eine ausführliche Buchbesprechung ist nun ebenfalls online.