Jon Skovron: Empire of Storms – Pakt der Diebe

Jon Skovron: Empire of Storms - Pakt der Diebe

Jon Skovron: Empire of Storms – Pakt der Diebe

„Pakt der Diebe“ ist der erste Band in der Reihe „Empire of Storms“ von Jon Skovron. Das Fantasy-Buch handelt von zwei Waisen, die in ganz unterschiedlichen Welten aufwachsen, aber beide nicht bereit sind, ihr Schicksal und die gesellschaftlichen Regeln im Reich der Stürme so einfach hinzunehmen.

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Ken Liu: Die Schwerter von Dara – Seidenkrieger

Ken Liu: Die Schwerter von Dara - Seidenkrieger

Ken Liu: Die Schwerter von Dara – Seidenkrieger

Die Inseln von Dara wurden lange von verschiedenen Königshäusern beherrscht. In verschiedenen Kriegen erobert Xana die Nachbarreiche und gründet ein Kaiserreich. Doch davon berichtet Ken Liu in „Die Schwerter von Dara – Seidenkrieger“ nur am Rande. Im Fantasy-Buch geht es um die Folgejahre, in denen sich der Kaiser zum Tyrannen entwickelt und die Herrschaft seines Geschlechts von einer Revolution beendet wird. Doch auch deren befreundete Anführer, Mata und Kuni, können nicht Frieden halten, sondern kämpfen schließlich gegeneinander um die Vorherrschaft über Dara.

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Markus Heitz: Wedora – Staub und Blut

Markus Heitz: Wedora - Staub und Blut

Markus Heitz: Wedora – Staub und Blut

Die Begriffe Staub und Blut passen gut zu Wedora. Denn in einer Wüstenstadt haben die Bewohner täglich mit Staub zu kämpfen. Und da die ursprünglichen Siedler den Grund und Boden der Millionenmetropole einst den Wüstenstämmen abpressten, und es auch innerhalb der Stadt immer wieder zu Machtkämpfen kommt, geht es in Wedora oft blutig zu. Das müssen auch die Gesetzeshüterin Tomeija und der Räuber Liothan erfahren.

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Marc Turner: Schattenreiter – eine Rezension

Marc Turner: Schattenreiter

Marc Turner: Schattenreiter

Marc Turner beginnt „Schattenreiter“ aus der Perspektive von Luker zu erzählen: Als der abtrünnige Bewahrer nach Jahren des Exils zu seinem Orden zurückkehrt, ahnt er nicht, dass er schon bald in einen großen Konflikt hineingeraten wird. Luker soll sich auf Geheiß des Imperators auf die Suche nach dem Magier Mayot machen, der das mächtige Buch der Verlorenen Seelen gestohlen hat, mit dem sich Tote wiederbeleben und Seelen binden lassen.

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„Windjäger“ von Jim Butcher – Rezension des Fantasy-Buchs

Jim Butcher: Windjäger

Jim Butcher: Windjäger

Bereits der Titel und das Cover legen die Vermutung nahe – der Himmel spielt in „Windjäger“ von Jim Butcher eine wichtige Rolle. Aeronauten durchqueren ihn mit ihren Luftschiffen. Nun haben es Fantasy-Bücher mit Luftschiffen und Maschinen in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht leicht gehabt. Die Steam-Punk-Welle schwappte nicht so recht aus dem anglo-amerikanischen Raum in den deutschsprachigen. Doch so steam-punkig ist „Windjäger“ am Ende nicht – auch wenn die Luftschiffe futuristisch anmuten und fast schon Raumschiffen gleichen.

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Battlemage – Tage des Krieges von Stephen Aryan

Stephen Aryan: Battlemage - Tage des Krieges

Stephen Aryan: Battlemage – Tage des Krieges

„Battlemage – Tage des Krieges“ beginnt düster. Vargus wird als Figur eingeführt, die sich für andere einsetzt und sie beschützt. Doch der Fokus verschiebt sich rasch auf einen größeren Konflikt: den Krieg des unter einem geisteskranken Herrscher zwangsvereinten Westens gegen das Königreich Seveldrom. Und da spielt Vargus nicht mehr die Hauptrolle – die Battlemage, die Kriegsmagier sind es, die der Osten braucht, um den Angriff aus dem Westen abzuwehren.

Battlemage – Tage der Einfachheit

„Battlemage – Tage des Krieges“ von Stephen Aryan ist weder Fisch noch Fleisch. Der Fantasy-Roman fängt als düstere Helden-Fantasy an, will dann High Fantasy werden und wird so weder noch. Religiöse Fragen, Rassefragen (es gibt im Fantasy-Buch unterschiedliche Rassen) und Politik spielen eine Rolle. Die Geschichte spielt so auf mehreren Ebenen, erreicht jedoch nie die Komplexität, die für diese Konstruktion notwendig wäre.

Stephen Aryan reißt die religiösen, sozialen und politischen Fragen nur an und erzählt nichts wirklich zu Ende. Lieber ergeht er sich in Wiederholungen (etwa beim Umgang mit dem ehemaligen Schmied), verwendet Klischees (irrer Herrscher, der buchstäblich im Blut seiner Opfer badet) und präsentiert Wendungen als überraschend, die sich von Anfang an abgezeichnet haben (wird hier dennoch nicht verraten). Vor allem aber erklärt er die Wirkung und Grenzen der Magie in seinem Buch zu wenig, da er dies wohl in Fortsetzungen vertiefen möchte. Warum das magische Duell zwischen Balfruss und dem Hexer immer wieder herausgezögert wird, wird nur mit fadenscheinigen Argumenten begründet.

Die Probleme mit der Handlung und Konstruktion spiegeln sich auch in den Figuren wider. Anders als der Titel vermuten lässt, sind unter den Personen, aus deren Perspektive erzählt wird, die Kriegsmagier in der Minderheit. Überhaupt sind es für die Länge von „Battlemage – Tage des Krieges“ zu viele Perspektiven. Man kann auch nicht von Figurenentwicklung sprechen, da sich die Figuren nur so verändern, wie es die Handlung verlangt. Bei dem Palastdiener des wahnsinnigen Kaisers mag das noch passen, da seine Perspektive nur dazu dient, Einblicke in die Welt des ansonsten fast gesichtslosen Feindes zu geben. Doch auch beim vielleicht wichtigsten Protagonisten, Balfruss, vom Antagonisten, dem Hexer, ganz zu schweigen, verhält es sich nicht anders – nicht eine der Figuren ist glaubwürdig.

Aus Kriegsmagiern werden Blutmagier

So ist „Battlemage – Tages des Krieges“ nicht empfehlenswert. Wem es dennoch gefallen haben sollte: Eine Fortsetzung ist angekündigt. Die im Original „Age of Darkness“ genannte Reihe ist als Trilogie geplant. Band 2 trägt den Titel „Bloodmage“ und soll noch 2016 erscheinen. Ob und wann die deutsche Übersetzung erscheint, ist noch nicht bekannt.

„Battlemage – Tage des Krieges“ von Stephen Aryan ist bei Piper erschienen. Die Taschenbuchausgabe geht über 528 Seiten und kostet 12,99 Euro, das E-Book 9,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Andreas Decker.

Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille – eine Rezension

Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille

Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille

Im Nachwort von „Die Musik der Stille“ schreibt Patrick Rothfuss, er habe Sorge gehabt, dass niemand die Geschichte lesen wolle. Schließlich beschreibe er auf acht Seiten, wie Seife gemacht werde. Ob dahinter nun Koketterie oder wahre Unsicherheit eines Schriftstellers steckt – „Die Musik der Stille“ (Originaltitel: The Slow Regard of Silent Things) ist weit mehr als die Beschreibung vom Seifenmachen. Man hätte das Fantasy-Buch auch ganz nüchtern „Eine Woche im Leben der Auri“ nennen können, denn die Geschichte erstreckt sich über sieben Tage. Doch so ein Titel hätte nicht gepasst, denn so ungewöhnlich wie die Gedankenwelt Auris ist, ist auch eine Woche in ihrem Leben.

Das Lebendige in Dingen

Leser der Königsmörder-Chronik kennen Auri als scheues Wesen, das Kvothe als einen von ganz wenigen Menschen überhaupt an sich heranlässt. Sie lebt in einer Welt unter der Universität von Imre, die sie Temerant nennt. Dort muss alles seine Ordnung haben, denn Auri braucht die Sicherheit, dass alle Gegenstände an dem für sie richtigen Platz sind. Alle Veränderungen können die junge Frau treffen – je nach Stimmung wird sie euphorisch oder depressiv.

Als Leser ist es nicht immer leicht, den Gedankengängen von Auri zu folgen, zu der auch andere Bezeichnungen von Gegenständen gehören als wir sie verwenden. Doch in „Die Musik der Stille“ geht es nicht darum, alles zu verstehen, sondern darum, Auri besser zu verstehen. Dazu tragen auch die Hinweise auf ihre Vergangenheit bei, die erklären, warum sie sich so zurückgezogen hat und das Lebendige in Dingen sucht. Wer sich auf Auri und ihre Geschichte einlässt, wird mit einer Erzählung von ganz eigener Schönheit belohnt. Und erfährt so nebenbei mehr aus der Welt, in der die Königsmörder-Chronik spielt.

Zeichnungen der Musik der Stille

Für ein Fantasy-Buch ist es ein schmales Bändchen geworden. Es muss jeder selbst wissen, ob ihm dieses Werk von Patrick Rothfuss 18 Euro wert ist. Die gebundene Ausgabe ist sehr schön gestaltet, was auch an den Zeichnungen von Marc Simonetti liegt. In Schwarz-Weiß geben sie das Bedrohliche und die Schönheit der Unterwelt Temerant wieder, in der Auri lebt.

„Die Musik der Stille“ von Patrick Rothfuss ist in der Hobbitpresse von Klett-Cotta erschienen. Die gebundene Ausgabe mit 173 Seiten kostet 17,95 Euro, das E-Book 13,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Jochen Schwarzer.