Ju Honisch: Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt

Ju Honisch: Seelenspalter - Die Geheimnisse der Klingenwelt

Ju Honisch: Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt

„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen“, heißt es schon in Goethes Faust. Im Falle von Maleni in „Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt“ von Ju Honisch sind es buchstäblich zwei Seelen, die im Körper einer jungen Frau hausen. Und jede hat ihre eigene Persönlichkeit: Taryah ist eine eiskalte Assassine, die Männer um den Finger wickelt, um sie zu ermorden. Maleni ist eine junge Frau, mit menschlichen Sorgen, Ängsten und Skrupeln. Als sie eine moralische Entscheidung trifft, bringt sie das in Konflikt mit ihrem Orden, aber auch in Kontakt mit zwei Männern, die mehr sind als sie vorgeben zu sein.

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Ju Honisch gewährt Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht

Ju Honisch bekam gleich für ihren Debütroman „Das Obsidianherz“ 2009 den Deutschen Phantastik Preis. Mittlerweile hat sie sechs Romane und verschiedene Kurzgeschichten veröffentlicht. Ihr Roman „Seelenspalter“ wird Anfang März 2017 bei Knaur erscheinen. Neuigkeiten über die Bücher der in Hessen lebenden Autorin, geplante Projekte und Lesungen gibt es in den sozialen Netzwerken sowie dem Blog von Ju Honisch.

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Ann-Kathrin Karschnick gibt einen etwas anderen Werkstattbericht – Einblicke

Ann-Kathrin Karschnick gewann 2014 erstmalig den Deutschen Phantastik Preis. Sie bekam ihn für „Phoenix – Tochter der Asche“. Mit „Phoenix – Erbe des Feuers“ ist zudem bereits die Fortsetzung erschienen. Neben Fantasy-Romanen veröffentlicht die Autorin noch Erotikgeschichten unter dem Pseudonym Karyna Leon. Karschnick wurde 1985 geboren und lebt in Schwarzenbek.

1. Was ist Ihre Lieblingszeit zum Schreiben?

Morgens ganz früh oder abends nach der Arbeit. Da ich noch Teilzeit nebenbei arbeite, schreibe ich häufig in der Bahn und habe meinen Körper sozusagen darauf konditioniert, zu den seltsamsten Uhrzeiten produktiv zu sein.

2. Welches ist Ihr Lieblingsgetränk während des Schreibens?

Wasser. Ganz simpel und einfach. Ich trinke keinen Kaffee und für Tee bin ich meist zu faul. Wenn ich allerdings welchen hingestellt bekomme, trinke ich den auch gerne.

3. Auf welcher Sitzgelegenheit sitzend schreiben Sie am liebsten?

Am liebsten auf der Couch, eingemummelt in eine Decke, aber am häufigsten tatsächlich in einem Stuhl der Deutschen Bahn, da ich Pendlerin bin.

Autorin Ann-Kathrin Karschnick, Foto: Privat

Autorin Ann-Kathrin Karschnick, Foto: Privat

4. Worin besteht die größte Versuchung, um während der Arbeit abgelenkt zu werden?

Serien. Eindeutig. Ich bin ein absoluter Serienjunkie und eigentlich nie auf Stand, was meine Lieblingsserien angeht. Das heißt, es gibt immer eine Folge, die ich noch nicht gesehen habe und die nur darauf wartet angesehen zu werden. Und Social Marketing. Ich liebe es, mit meinen Fans zu kommunizieren, und wenn mir jemand schreibt, dann will ich es immer gleich beantworten.

5. Wie viele Wörter schreiben Sie am Tag?

Im Schnitt etwa 1000 Wörter, aber es gibt Monate wie den November, in dem ich im Schnitt 3000 Wörter pro Tag schreibe. Da steht der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) an, und ich versuche immer einen Roman in der Zeit zu schreiben.

6. Drucken Sie Texte noch zum Korrekturlesen aus?

Das habe ich früher gemacht. Inzwischen arbeite ich mit Papyrus Autor, um den Text zu überarbeiten. Das ist effektiver und geht deutlich schneller.

7. Wer darf eine neue Geschichte zuerst lesen?

Die Erotikgeschichten bekommt tatsächlich eine Kollegin zuerst zu lesen. Bei den phantastischen Geschichten ist es unterschiedlich. Meistens mein Verleger. Nur Kurzgeschichten lese ich meinem Freund vor, der mir dann eine Rückmeldung gibt.

8. Welchen Platz bekommen die eigenen Bücher zu Hause?

Im Moment noch eine eigene Reihe im Regal. Aber irgendwann wird diese Reihe nicht mehr ausreichen. Dann mache ich mir wieder Gedanken dazu.

9. Kann man als professioneller Schreiber noch mit Vergnügen das Werk anderer Autoren lesen?

Oh ja. Ich lese zwar nicht mehr so viel wie früher, aber wenn ich lese, dann versuche ich den inneren Lektor abzustellen. Meist gelingt es mir. Nur bei Büchern, die mir nicht so gut gefallen, ist es schwer.

10. Welchen magischen Trick würden Sie gern selbst beherrschen?

Ich würde gerne per Telepathie Daten von meinem Gehirn auf den Rechner/Fernseher usw. übertragen können. Dann wäre das Bücherschreiben so viel einfacher.

11. Wie viel Internet darf es am Tag sein?

Ich bin ja ein klein wenig Handysüchtig, deswegen bin ich am Tag recht häufig im Netz. Wenn die Frage aber lautet, wie viel es sein darf, würde ich sagen: Weniger als ich es jetzt nutze.

12. Brauchen Autoren Haustiere?

Ich kenne viele, die Katzen haben oder Hunde. Wir haben einen Steppenwaran namens Icke zu Hause. Der ist pflegeleicht und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Für ein anderes Haustier würde mir einfach die Zeit fehlen.

Weitere Teile der Serie „Einblicke“:

E.L. Greiff: Einblicke – der etwas andere Werkstattbericht

E. L. Greiff ist die Autorin der Fantasy-Reihe „Zwölf Wasser“. In den ersten beiden Bänden hat sie ihre Leser „Zu den Anfängen“ und „In die Abgründe“ geführt. Geboren wurde sie 1966 in Kapstadt, doch zog sie bereits in frühester Kindheit nach Deutschland, wohnte etwa in Bochum und Berlin, wo sie auch Theaterwissenschaften und Germanistik studierte. Heute lebt Ella Luisa Greiff in den Niederlanden – nah am Wasser. Bei so viel Wasserbezug verwundert es nicht, dass ihr Hintergrundbild bei Google+ einen reißenden Strom zeigt.

1. Was ist Ihre Lieblingszeit zum Schreiben?

In der Regel schreibe ich in mehreren Blöcken über den Tag verteilt – ich  muss ja auch noch andere Dinge tun außer Bücher schreiben, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich beginne früh: von ca. 7.30 Uhr bis um Zwölf, nachmittags so ab 16 Uhr noch einmal zwei Stunden. Und obwohl ich eigentlich immer zeitig ins Bett möchte, gelingt das fast nie – wenn Ruhe eingekehrt ist, so ab 23.30 Uhr, setze ich mich meist noch einmal an den Rechner.

2. Welches ist Ihr Lieblingsgetränk während des Schreibens?

Morgens Kaffee, nachmittags Tee.

Fantasy-Autorin E.L. Greiff   Foto: www.das-fotostudio-duesseldorf.de

Fantasy-Autorin E.L. Greiff Foto: http://www.das-fotostudio-duesseldorf.de

3. Auf welcher Sitzgelegenheit sitzend schreiben Sie am liebsten?

Ich sitze auf einem ganz normalen Bürostuhl, mit hoher Lehne und Armstützen. Nicht schön, aber rückenschonend. Allerdings habe ich ein Schaffell darüber gelegt, um die Bürooptik etwas zu mildern.

4. Worin besteht die größte Versuchung, um während der Arbeit abgelenkt zu werden?

Das Internet, Teufelswerk und gleichzeitig Geschenk des Rechercheur-Himmels und Sozialmaschine.

5. Wie viele Wörter schreiben Sie am Tag?

Ist unterschiedlich. Mal mehr als 1000, mal nur 200. Und manchmal schreibe ich gar nichts, sondern denke nur nach. Das Nachdenken über Plot und Figuren ist eigentlich die Hauptarbeit.

6. Drucken Sie Texte noch zum Korrekturlesen aus?

Ja, größtenteils. Hilft.

7. Wer darf eine neue Geschichte zuerst lesen?

Mein Vater.

8. Welchen Platz bekommen die eigenen Bücher zu Hause?

Meine fertigen Bücher interessieren mich nicht besonders. Ich habe zur Zeit Band Eins und Zwei von „Zwölf Wasser“ auf dem Schreibtisch liegen, weil ich immer mal wieder etwas nachschlage. Was ich so an Exemplaren zugeschickt bekomme, ist in Kisten – ich habe auch nicht so viel Platz, um irgendetwas zu präsentieren.

9. Kann man als professioneller Schreiber noch mit Vergnügen das Werk anderer Autoren lesen?

Unbedingt! Natürlich lese ich manchmal mit dem Wie-hat-er-es-gemacht-Blick. Aber eine gute Geschichte packt mich wie jeden andern auch. Ich höre übrigens auch sehr viele Hörbücher, da komme ich nicht in Versuchung, gewissermaßen hinter die Kulissen zu schauen.

10. Welchen magischen Trick würden Sie gern selbst beherrschen?

Das Wasser zu lesen schon einmal nicht – das wäre mir zu stressig. Es war schon als Kind ein Traum von mir, alle Sprachen der Welt zu sprechen. Ja, diesen Trick würde ich gern beherrschen: jeden verstehen und mich überall auf der Welt verständlich machen können.

11. Wie viel Internet darf es am Tag sein?

Ach, es ist einfach Bestandteil des Alltags; da könnte ich mich auch fragen, wie viel Zeit ich täglich im Badezimmer verbringen darf oder in der Küche. Ja, das Internet stiehlt mir Zeit und ich bin überzeugt, dass die Katzen uns Menschen mit der Hilfe des Internets kontrollieren … Im Ernst: Ich könnte weder meine Freiberuflichkeit noch mein Schreiben in dieser Form ohne Internet ausüben. Es ist meine erste Recherche-Adresse und meine Schnittstelle zur Welt. Und ja, ich treffe viele Menschen „ich echt“, ich bin sehr sozial, ich brauche persönlichen Kontakt. Aber ohne Internet möchte ich – selbst in Post-Snowden-Zeiten – auch nicht mehr sein, im Großen und Ganzen empfinde ich es als Bereicherung.

12. Brauchen Autoren Haustiere?

Hm, interessant formulierte Frage. Wahrscheinlich ja – ich habe trotzdem keins, weil ich fürchte, ich hätte nicht genug Zeit für eine Katze oder einen Hund. Ein Tier anschaffen, um es dann ständig von jemand anderem betreuen zu lassen ist keine Option.

Weitere Teile der Serie „Einblicke“:

Trudi Canavan liest aus Sonea – Die Heilerin

Trudi Canavan ist sehr erfolgreich mit ihren Fantasy-Romanen. Besonders in Deutschland ist ihre Fan-Gemeinde groß, daher freute sich ihr Verlag – Penhaligon -, sie für eine Lesereise durch mehrere deutsche Städte gewinnen zu können. Canavan stellte auf der Tour ihr aktuelles Buch „Sonea – Die Heilerin“ vor.

Bei der Lesung im Berliner Babylon verriet Canavan, dass sie über Star Wars und den Herrn der Ringe zur Fantasy gefunden habe. Zunächst habe sie Filme machen wollen, doch da ein Regisseur seine Leute im Griff haben und sie auch einmal zusammenstauchen muss, entschied sie sich als schüchterner Teenager für das Zeichnen und Schreiben im stillen Kämmerlein.

Trudi Canavan las aus „Sonea – Die Heilerin“

Die 42-Jährige Autorin ist auch heute noch ein wenig zurückhaltend, zugleich sehr zuvorkommend gegenüber ihren Fans und signierte in Ruhe die mitgebrachten Bücher. Auch zeigte sie sich gewitzt und schlagfertig in ihren Antworten auf Fragen der Besucher. Man konnte jedoch froh sein, dass sie über Mikrofon las und Antworten gab, da Canavan doch eher leise spricht. Beim Leserhythmus, Tempo und Betonung konnte sie nicht mit Hans Werner Meyer konkurrieren – der Schauspieler las gekonnt aus der deutschen Übersetzung. Dabei brachte er zum Vorschein, welch feiner Humor in Canavans Buch versteckt ist. Der Witz kam beim lauten Lesen deutlich besser heraus als bei der stillen Lektüre.

In der längeren Fragerunde gegen Ende der Lesung offenbarte die australische Fantasy-Autorin auch, welchem Projekt sie sich nach Abschluss der Sonea-Trilogie widmen möchte. Erneut werde sie eine Trilogie schreiben, sich für diese aber in ganz neue Welten begeben – Einzelheiten dazu gibt es im Interview mit Trudi Canavann.