Highfire – König der Lüfte von Eoin Colfer

Highfire König der Lüfte von Eoin Colfer
In „Highfire“ von Eoin Colfer ist ein Drache der König der Lüfte. Zumindest zeitweise. Foto: Jörn Käsebier

Lord Highfire – bei diesem Namen denkt man wahlweise an einen Abgesandten des Teufels oder einen Vertreter der Stahlindustrie. Doch „Highfire – König der Lüfte“ von Eoin Colfer hat weder mit dem Fegefeuer noch mit einem Hochofen zu tun. Den Namen trägt hier ein Drache. Ein Echsenwesen, das sich allerdings mit Alligatoren in den Sümpfen des heutigen Louisianas herumschlagen muss.

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Arkane – Das Haus der Drachen von Pierre Bordage

Arkane von Pierre Bordage

Pierre Bordage: Arkane – Das Haus der Drachen

Seit ihrer Gründung wird die Stadt Arkane von sieben Familien mit magischen Patronen regiert. Doch der Sturz des Hauses des Drachen bringt das Gleichgewicht durcheinander. Zumal zwei Familienmitglieder ihr Haus retten wollen. Oziel entkommt dem Mordkomplott und schmiedet den Plan, zu ihrem Bruder Matteo zu gelangen, der in die unteren Ebenen verbannt wurde. Dorthin zu gelangen, ist jedoch schwierig – besonders für eine junge Adelige. Dazu stehen die Umwälzungen in Arkane erst am Anfang.

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Das Gesetz des Tyrannen – Dolch und Münze 3 von Daniel Hanover

Daniel Hanover: Das Gesetz des Tyrannan - Dolch und Münze 3

Daniel Hanover: Das Gesetz des Tyrannan – Dolch und Münze 3

Furcht gebiert bei einem Tyrannen Terror und Gewalt. Und da das Gesetz des Tyrannen gilt, bleibt nur, sich zu fügen oder zu fliehen. Doch die Zahl der Rückzugsorte nimmt ab, denn Geder Palliako erobert mit seiner Armee Land um Land – dank der Hilfe der Spinnenpriester. Direkter Widerstand scheint angesichts der auf Magie beruhenden Erfolge aussichtslos. Marcus Wester und Meister Kit sind derweil bereits auf der Suche nach einer Waffe, mit der sich die Macht der Spinnengöttin brechen und die Welt retten lassen.

Das Gesetz des Tyrannen – Dolch und Münze 3

Die Handlungsstränge von Marcus und Geder sind nur zwei in der Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“ von Daniel Hanover. Neben den beiden genannten werden Teile der Geschichte aus der Perspektive von Clara Kalliam und Cithrin bel Sarcour erzählt. Am stärksten berührt die Geschichte Cithrins. Denn der Panzer, den sie nach dem Verlust ihrer Heimat um ihre Gefühle errichtet hat, bekommt Risse, als sie in Suddapal lernt, was es heißt, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Auch Clara macht einen Wandel durch, muss sie doch den Tod ihres Mannes und den Sturz ihrer Familie verkraften. Zugleich halten ihre Erziehung und ihr Pflichtgefühl sie zurück, nach eigenem Glück zu streben. Die beiden wichtigsten Frauencharaktere in Dolch und Münze sind Daniel Hanover am besten gelungen.

„Das Gesetz des Tyrannen“ ist eine deutliche Steigerung zu „Königsblut„, dem Vorgängerband der Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“. Es gibt wenig Kritikpunkte, da es Hanover dieses Mal gelingt, alle Figuren fast gleichwertig zu gewichten und ihnen dabei allen gute und packende Passagen gönnt. Einen kleinen Schwachpunkt hat die Ausgabe: Manchmal ist es nicht ganz leicht, den Reisen der Figuren und den Vorstößen der Armee von Antea zu folgen, denn leider fehlt in diesem Band die Karte, die noch in Band 1 abgedruckt war.

Daniel Hanover setzt die Fantasy-Reihe fort

Was die Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“ so herausragend macht, ist, wie der Grundgedanke umgesetzt wird. Eine letzte Sicherheit gibt es nicht, die Wahrheit ist immer eine Frage der Interpretation und Sichtweise. Doch genau das bestreiten Gedar und die Anhänger der Spinnengöttin. Wer möchte, kann hier eine deutliche Kritik herauslesen, die Daniel Hanover an unserer auf letzte Sicherheit bedachten Gesellschaft übt, vor allem aber an einem Kampf gegen den Terror, der aus Angst vor weiteren Attentaten präventive Kriegsschläge zur Regel hat werden lassen.

Die Fantasy-Reihe „Dolch und Münze“ ist mit „Das Gesetz des Tyrannen noch nicht abgeschlossen. Im Original ist der vierte Band, „The Widow’s House“ (Das Haus der Witwe), Anfang August erschienen. Und Band 5 ist bereits angekündigt, sodass sich auch deutsche Leser noch auf einige Wendungen gefasst machen dürfen. Mit dem Cliffhanger am Ende von „Dolch und Münze 3“ wird das Warten nicht leicht.

„Das Gesetz des Tyrannen – Dolch und Münze 3“ von Daniel Hanover ist bei Blanvalet erschienen. Die Paperback-Ausgabe geht über 608 Seiten und kostet 15 Euro. Die Übersetzung stammt von Simone Heller.

Susanne Gerdom: Dracyr – Das Herz der Schatten

Susanne Gerdom: Dracyr - Das Herz der Schatten

Susanne Gerdom: Dracyr – Das Herz der Schatten

Dracyr – mächtige Drachen. Mit ihren Schattenreitern auf dem Rücken terrorisieren sie das Land Albrastor. Ihren Strafexpeditionen fallen immer wieder ganze Dörfer zum Opfer. Angeführt wird die Horde vom Dracyrlord und seinem Dracyr Paindal. Auf sie und Daminan, Sohn des Lords, konzentriert sich der Hass der 16-jährigen Kay. Sie tarnt sich, um in das Herz der Schatten vorzudringen. Kay ahnt nicht, dass sie ihr Herz ausgerechnet für den Erzfeind schlagen wird …

Das Fantasy-Buch „Dracyr – Das Herz der Schatten“ von Susanne Gerdom beginnt als Rachegeschichte. Eine 16-Jährige zieht aus, um den Tod ihrer Familie zu vergelten. Doch wie immer ist die Wahrheit nicht so eindeutig, wie sie zunächst scheint. Und gerade als unerfahrene Jugendliche fällt es Kay nicht leicht, sich nicht von ihren Gefühlen ablenken und durcheinander bringen zu lassen. Und so wird aus der Rachegeschichte eine Liebesgeschichte, die – soviel sei verraten – auch nicht so geradlinig verläuft, wie es zunächst scheint.

Susanne Gerdom setzt auf Dracyr

Drachen haben es Susanne Gerdom wohl angetan. So drehte sich bereits ihr bis dahin letztes Fantasy-Buch um die geflügelten Wesen. Doch während es bei „Elidar“ viel um den Drachenmythos ging und die Fantasy-Welt, in der der Roman spielte, sorgfältig entworfen war, geht es in „Dracyr“ mehr um andere Dinge. In Susanne Gerdoms neuem Buch geht es in erster Linie um die Beziehung zwischen Kay und Damian. Aus ihrer Perspektive wird die Geschichte erzählt. Um die Unterschiede zu verdeutlichen, sind die Kapitel, die aus Kays Sicht geschildert werden, in der Vergangenheitsform gehalten, während Damians Geschichte zunächst in der Gegenwart erzählt wird. Der Wechsel ist dadurch manchmal etwas anstrengend, doch hat die Form einen inhaltlichen Bezug, der sich später im Fantasy-Buch erschließt.

Sprachlich ist das Werk Gerdoms gewohnt gut gelungen, und auch die Handlung ist zunächst sehr vielversprechend – nicht zu simpel, aber auch nicht zu komplex für ein Jugendbuch. Leider ist nach rund zwei Dritteln der Handlung die Luft ein wenig raus. Zum einen wirkt es so, als seien die Gefühlsverirrungen der Protagonistin in die Länge gezogen, zum anderen enttäuscht der Höhepunkt des Konflikts zwischen Kay und dem Dracyrlord. Es wirkt so, als sollte die Wendung zum Guten nicht zu schnell und vor allem nicht zu perfekt verlaufen. Ein lobenswerter Ansatz, doch ist er in der Umsetzung leider stellenweise zäh geraten.

Drachen und Schattenreiter

Insgesamt fesselt „Dracyr“ nicht so stark wie andere Werke Gerdoms, etwa „Der Nebelkönig“, ist aber dennoch den Ausflug in die Welt der Drachen und Schattenreiter Albrastors wert. Und es dürfte nicht das letzte Fantasy-Buch der Autorin sein, in dem Drachen eine wichtige Rolle spielen.

„Dracyr – Das Herz der Schatten“ von Susanne Gerdom ist beim Jugendbuchverlag cbj erschienen. Die Paperback-Ausgabe geht über 512 Seiten und kostet 14,99 Euro. Das Fantasy-Buch eignet sich für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Drachenkampf von Pierre Pevel

Cover von Drachenkampf

Pierre Pevel: Drachenkampf

Die drei Musketiere sind tot, es leben die Klingen des Kardinals! Unter der Führung von La Fargue dient diese Eliteeinheit Kardinal Richelieu, dem mächtigsten Mann Frankreichs. In „Drachenkampf“ müssen sie ein weiteres Mal ihr Land gegen die Drachen verteidigen, die die Herrschaft über ganz Europa anstreben. Die von Spanien aus operierenden magischen Wesen verlassen sich dieses Mal nicht allein auf ihren Geheimbund „Schwarze Kralle“ – zu hoch ist der Einsatz. Doch um welchen Preis es geht, müssen La Fargue, Almadès, der geheimnisvolle Saint-Lucq und die anderen zunächst herausfinden. Und bei der Entschlüsselung der Intrige verlieren sie wertvolle Zeit. Und die Zeit spielt dem Alchemisten, dem Todfeind der Klingen des Kardinals in die Hände. Nicht umsonst lautet der Originaltitel von „Drachenkampf“ „L’Alchemiste Des Ombres“ (Alchemist der Finsternis).

Pevel lässt in „Drachenkampf“ Klingen sprechen

„Drachenkampf“ fügt sich fast nahtlos an den Vorgänger „Drachenklingen“ an. Erneut stehen Duelle, schöne Spioninnen und Intrigen im Mittelpunkt. Pevel lässt das Paris von 1633 lebendig werden und spielt häufig auf „Die drei Musketiere“ an. So bekommen nicht nur Richelieu und Rochefort ihren Auftritt, sondern auch ein gewisse D’Artagnan. Dennoch ist „Drachenkampf“ weder eine dumpfe Nachahmung des Abenteuerromans von Alexandre Dumas, noch handelt es sich um einen historischen Roman. Im Vergleich zum Vorgänger spielen phantastische Elemente eine größere Rolle. Dazu gehören die Drachen und ihre Magie, andere Echsenwesen wie die Draqs sowie die Burgschwestern, Nonnen, die sich auf die Abwehr von Drachenmagie spezialisiert haben.

Das eröffnet dem Autor viele Möglichkeiten, die Pevel auch nutzt, um  Spannung in seine Geschichte zu bringen. Die ist zwar ziemlich dünn geraten, doch mit viel Tempo und Action überspielt der fränzösische Fantasy-Autor die Schwächen. Auch lässt er noch ausreichend Geheimnisse offen, etwa zur Rivalität unter der Drachen, um Lust auf den drittel Teil zu machen. Und den würde man am liebsten gleich nach Beendigung von „Drachenkampf“ lesen, da das Buch mit einem echten Cliffhanger endet.

„Drachenkampf“ ist nicht der letzte Klingen-Roman von Pevel

Ein wenig ermüdend sind die dauernden Wiederholungen bei Personen. Da viele der zahlreichen Charaktere sich unter falschem Namen ins Lager des Gegners begeben, weist Pevel regelmäßig auf die echten Namen hin, damit Leser nicht durcheinander kommen. Doch beim vierten Hinweis auf die Identität des Alchemisten ist man nicht mehr dankbar dafür, sondern lediglich genervt davon.

„Drachenkampf“ ist bei Heyne im Taschenbuch erschienen und kostet 9,99 Euro. Der Fantasy-Roman hat 432 Seiten und ist nicht der letzte der Reihe. Im Original ist bereits 2010 der dritte Teil erschienen.

Torsten Fink entfesselt den Drachensturm über Peru

Cover von Drachensturm

Torsten Fink: Drachensturm

Mit „Drachensturm“ versetzt Torsten Fink seine Leser in das Zeitalter der Entdecker zurück. Die Spanier haben bereits ihre Fühler nach Amerika ausgestreckt, und Francisco Pizarro schickt sich an, das Inka-Reich in Peru anzugreifen. Doch anders als in der Historie erscheint er 1532 nicht nur mit seinen Konquistadoren und Schusswaffen, sondern auch mit Drachen – schließlich handelt es sich bei „Drachensturm“ ja auch um eine Fantasy-Geschichte und nicht um einen Historischen Roman.

Drachenritter im Drachensturm auf Peru

Die Drachenritter sollen die entscheidende Rolle bei der Unterwerfung der Inkas spielen. Allerdings erwählt der Drache Al-Nabu (vielleicht ein arabischer Naturschützer?) ausgerechnet die blinde Mila zu seiner Reiterin. Ihr kommt eine Schlüsselrolle in diesem Krieg zu, auf die sie überhaupt nicht vorbereitet ist und die sie schnell in Lebensgefahr bringt. Zudem lauert in den Anden eine weitere Gefahr, der sich die Spanier nicht bewusst sind.

Fink schildert die Handlung von „Drachensturm“ aber nicht nur aus Sicht der spanischen Eroberer, sondern nimmt auch die Perspektive der Inkas ein. Goldgeile Eroberer dürfen natürlich auch nicht die Helden sein. Aber ob es zu einer Verbrüderung der Europäer und Indios kommt?

„Drachensturm“ von Torsten Fink ist bei Blanvalet erschienen und kostet 15 Euro. Der Fantasy-Roman erstreckt sich über 784 Seiten.

Susanne Gerdom kennt die Magierin der Drachen: Elidar

Cover von Elidar

Susanne Gerdom: Elidar - Magierin der Drachen

Das Geschlecht ist nicht immer eindeutig zu bestimmen. Die junge Elidar ist für viele ihrer Mitmenschen ein Junge. Das kommt ihr zu Gute, als sie in die Gemeinschaft der Dunklen Nigh aufgenommen werden will. Elidar möchte lernen, mit ihren magischen Fähigkeiten umzugehen – Frauen dürfen allerdings Magie nicht ausüben, daher gibt sich Elidar als Junge aus. Das geht solange gut, bis sie sich in einen Mitschüler verliebt und mit ihrer Herkunft konfrontiert wird.

Susanne Gerdoms Heldin ist die Magierin Elidar

Die Liebesgeschichte ist nur der Anfang. Susanne Gerdom wollte schließlich – wie der Titel schon sagt – auch eine Geschichte mit Drachen erzählen. Wie bei ihren Elben-Romanen, benutzt sie zwar klassische Fantasy-Wesen, doch ohne Klischees zu bedienen. Die Werbung, die „Elidar – Magierin der Drachen“ als Lektüre für Eragon-Fans anpreist, führt er in die Irre, da es nicht um auf dem Rücken eines Drachen ausgefochtene Schlachten geht. Auch ist Christopher Paolini zwar deutlich erfolgreicher als Susanne Gerdom, doch die deutsche Autorin spielt schriftstellerisch in einer anderen Liga als der Nachwuchsstar. Sie versteht es zu erzählen, hat ihre Geschichte im Griff und überzeugt zudem sprachlich.

Susanne Gerdom erzählt die Geschichte in „Elidar – Magierin der Drachen“ auf 464 Seiten. Der Roman ist als Taschenbuch bei Piper erschienen und kostet 9,95 Euro.

Edit: Mehr zu „Elidar“ in der Rezension.

Lara Morgan: Der Verrat der Drachen

Cover von Der Verrat der Drachen

Lara Morgan: Der Verrat der Drachen

Mit „Der Verrat der Drachen“ ist die Fortsetzung von Lara Morgans „Der Herr der Drachen“ nun auch auf Deutsch erschienen. Die australische Autorin schildert darin den Kampf der Zwillinge Shaan und Tallis gegen Azoth, den Herrn der Drachen.

Azoth hat die Drachen um sich geschart, die bislang treu den Menschen in Saranthium gedient hatten. Durch den Verrat der Drachen ist deren Verteidigung arg geschwächt. Die Herrscher in der Hauptstadt Salmut misstrauen zudem Shaan, die die Unterstützung der unterdrückten Wüstenstämme sucht – Verrat scheint auch hier in der Luft zu liegen. Das Thema spiegelt sich nicht nur im deutschen Titel wider, auch die Originalausgabe ist mit „Betrayal“ überschrieben.

Der zweite Teil der Trilogie um die Zwillinge aus Saranthium ist bei Penhaligon erschienen. Die gebundene Ausgabe von Lara Morgans „Der Verrat der Drachen“ mit ihren 560 Seiten (inklusive Glossar und Personenregister) kostet 19,99 Euro. Die Übersetzung stammt dieses Mal von Maike Claußnitzer, die etwa auch „Geschmiedet in Feuer und Magier“ ins Deutsche übertragen hat.

Nachtrag: Die Rezension zum Buch ist ebenfalls online.

Update Mai 2017: Nach Jahren des Wartens erscheint nun doch noch der dritte Band in der Übersetzung. Allerdings läuft die Trilogie bei Blanvalet als Taschenbuch weiter.

Und es sind doch keine Vampire

Rund 30 Prozent des amerikanischen Phantastik-Marktes sollen von Vampiren und ihren menschlichen Freundinnen (Fangbanger oder Vampirschlampen genannt) beherrscht werden. Auf den deutschen Bestsellerlisten stehen die Übersetzungen, deutsche Ableger und Nachahmer auf vorderen Plätzen. In der veröffentlichten Meinung werden Vampirromane und Fantasy gern gleichgesetzt. Da wünscht man sich doch fast die Zeiten herbei, in denen es nur um Tolkiens Völker ging: Elben, Zwerge, Orks und vielleicht noch Trolle.

Doch halt, diese Zeiten sind nicht vorbei. Noch gibt es in Deutschland Orte, an denen Fantasy nicht mit Vampiren gleichgesetzt wird, sondern mit  – Drachen.

Drachen auf der Leipziger Buchmesse 2010

Diese Drachen mögen ihre beste Zeit bereits hinter sich haben, doch verteidigten sie den Platz an der Fantasy-Insel auf der Leipziger Buchmesse im Jahre 2010.  Nun gut, beim dort gebotenen Programm beschränkten sich die Verlage nicht nur auf Fantasy. Vielmehr ging es viel um Dämonen und andere Horrowesen wie Bluttrinker und Vampire. Aber wenigstens geschah das alles unter den Augen von Drachen, mythischen Wesen, die bereits mehr Fantasywelten bevölkerten als Vampire Sonnenlicht gesehen haben.

Lara Morgan: Die Herrin der Drachen

Lara Morgan: Der Herr der Drachen

Australien wird immer mehr zu einem Fanatsy-Kontinent. Nach Trudi Canavan, Jennifer Fallon und anderen schafft Lara Morgan den Sprung nach Deutschland. „Der Herr der Drachen“ ist der Titel ihres ersten Romans, bei dem es sich um den Auftakt zu einer Trilogie handelt. Deren Originaltitel lautet „The Twins of Saranthium“. Wer die Zwillinge sind,  erschließt sich dem Leser im ersten Band.

Lara Morgan erzählt die Geschichte von einem Gott mit Namen Azoth, der aus der Verbannung zurückkehrt. Bei Azoth handelt es sich um den Herrn der Drachen, der über die Drachen gebietet und mit ihrer Hilfe über die Menschen herrschen will. Doch diese haben ihn bereits einmal besiegt und sich auf eine mögliche Rückkehr vorbereitet. Die beiden Hauptpersonen Shaan, die sich als Helferin im Drachenturm und als Schankmädchen duchschlägt, und Tallis, ein junger Krieger, der in den Clanlanden lebt, geraten in den Konflikt zwischen Menschen und Drachen.

Vermarktet wird der von Marianne Schmidt übersetzte Roman als All-Age-Fantasy, bei Brettspielen würde man schreiben: von 12-99 Jahre. 512 Seiten lang ist die deutsche Ausgabe, die in gebundener Form bei Penhaligon erschienen ist. Das Buch kostet 19,95 Euro.

Edit: Eine ausführliche Rezension ist inzwischen online.