Markus Heitz triumphiert beim DPP 2010

Markus Heitz hat es erneut geschafft – mit „Gerechter Zorn“ dem ersten Band seiner „Legenden der Albae“ sicherte er sich den Deutschen Phantastik Preis 2010 für den besten deutschsprachigen Roman. Im Unterschied zum Vorjahr schaffte es sein zweiter Roman, der dieses Jahr im Rennen war, nicht auf Platz 2, sondern lediglich auf Platz 5. Zweiter wurde Kai Meyer mit „Arkadien erwacht“ vor Bernhard Hennen und seinem „Elfenlied“.

Den Preis für das bessere Debüt bekam Oliver Dierssen für „Fledermausland“ überreicht. Beim besten internationalen Roman erhielt der Russe Sergej Lukianenko für „Die Ritter der 40 Inseln“ die meisten Stimmen. In der Kategorie „Serie“ gewann wenig überraschend Perry Rhodan. Bei den Internet-Seiten verteidigte Fantasyguide den Titel vor der Bibliotheka Phantastika und Geisterspiegel.de. Die weiteren Preisträger und Finalisten stehen auf der Seite des DPP.

Markus Heitz hat sich in diesem Jahr also nicht selbst die Stimmen geklaut und dadurch einem anderen Platz machen müssen, sondern seine Ausnahmestellung in der deutschen Phantastik gefestigt. Da es keinerlei Beschränkungen gibt, die einen Dauersieger verhindern, darf er also weiter jedes Jahr versuchen, seine Serie zu brechen. Beim nächsten Mal schickt er Vampire und Weltraumkämpfer ins Rennen.

DPP im Heitz-Fieber

Man brauchte kein Prophet zu sein, um zwei sichere Finalisten für den Deutschen Phantastik Preis (DPP) 2010 vorherzusagen. DPP-Abonnent Markus Heitz war schon von der Jury auf die Vorschlagsliste für die Vorrunde des Publikumspreises  gesetzt worden. Doch wahrscheinlich hätten es „Drachenkaiser“ und „Gerechter Zorn“ auch ohne diese Hilfe unter die besten fünf der Hauptrunde geschafft. Mahet selbst sagt dazu: „Immerhin mache ich mir wenigstens in diesem Jahr im gleichen Genre Konkurrenz. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Hurra!“

Die Hoffnung seiner Konkurrenten dürfte sein, dass sich die beiden Heitz-Romane gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Und es sind keine Leichtgewichte, die dort antreten. Doch können Bernhard Hennen, Kai Meyer und Frank Schätzing wirklich erneute Heitz-Festspiele verhindern?

Bis Ende August beim DPP abstimmen

Bei den übrigen Kategorien fällt auf, dass das 19. Jahrundert in Person und als gewählte Erzählepoche  stark vertreten ist. Nicht nur ist Jules Verne steht zur Wahl, auch Dan Simmons mit „Drood“ und Victoria Schlederer (wenn man 1909 noch gelten und das 20. Jahrhundert erst mit dem Ersten Weltkrieg beginnen lässt) sind in der Endrunde. Auch scheint die Vormachtstellung der Fantasy etwas zurückzugehen.

Bei den Internetseiten ist Vorjahressieger Fantasyguide dabei, Zauberspiegel (die sich auch nicht-phantastischen Genres gegenüber öffnen), Geisterspiegel (dito), das SF-Netzwerk und die Bibliotheka Phantastika.

Die Abstimmung zur Hauptrunde des DPP läuft noch bis Ende August, die Preisverleihung ist dann wie üblich im Oktober.