Stürmische Zeiten

Es sind wahrhaft stürmische Zeiten in der Fantasy. Zumindest in der Heyne-Fantasy stürmt es sehr beständig, manchmal auch in anderen Verlagen. Der gute Tom Lloyd bekam für seine Twilight-Reign-Reihe das Sturm-Prädikat seines deutschen Verlages verpasst. Bei „Sturmkämpfer“ gab der Originaltitel „The Stormcaller“ ja noch eine Vorlage, doch dann folgten „Sturmbote“ und „Sturmauge“.

Auch in anderen Publikationen stürmt es gewaltig. Christoph Hardebusch hat ganze Sturmwelten entfesselt, Claudia Kern durfte bei Blanvalet auch einen „Sturm“ auf die Fantasy loslassen, ehe diese grausam „Rache“ nahm. Jetzt hat Nicole Schuhmacher, langjährige Testleserin von Markus Heitz, ihren ersten Roman vorgelegt. Heyne hat ihn unter dem Namen „Sturmträume“ herausgebracht.  Ob er die Bestsellerlisten stürmen wird?

Hier noch ein Liste möglicher Sturmtitel:

  • Sturmwächter
  • Sturmwarner
  • Sturmfeuer
  • Sturmrufer
  • Sturmhexe
  • Sturmkind
  • Sturmbrut
  • Sturmgräber
  • Sturmherrscher
  • Sturmzauber
  • Sturmgrab
  • Sturmklingen

Die Rache der Claudia Kern

Claudia Kern: Rache

Claudia Kern: Rache

Claudia Kern hat ihre erste Fantasy-Trilogie abgeschlossen. Mit „Rache“ endet die Reihe „Der verwaiste Thron“. Darin kehren die Heldin Ana und ihr Bruder Gerit nach Somerstorm zurück. Doch auch ihre Feinde haben die Burg zum Ziel, sodass es dort zum Showdown kommen wird, wo alles begann.

Im vergangenen Jahr legte Claudia Kern mit „Sturm“ ihren ersten Fantasy-Roman vor. Erfrischenderweise handelte er nicht von Orks, Elfen oder Zwergen und stach allein dadurch aus der Masse deutscher Fantasy-Bücher heraus. Nachtschatten, halb-menschliche Gestaltwandler, und Menschen spielten die Hauptrolle. Mit einem jungen männlichen Helden und einer jungen weiblichen Heldin bot der Roman zudem verschiedene Identifikationsfiguren. Etwas kurz geriet die Beschreibung der Welt, in der „Der verwaiste Thron“ spielt.

Mit „Verrat“ folgte eine Fortsetzung, die den Konflikt von Nachtschatten und Menschen vorantrieb, jedoch langsam die Richtung änderte, indem mehr magische Elemente eine Rolle spielten. So langsam wurde klar, wie viel sich die Autorin da vorgenommen hatte. Bei „Rache“ darf man nun gespannt sein, ob die losen Enden alle zusammengeführt werden oder ob Teile hinten über fallen. Erneut ist der bei Blanvalet erschienene Roman kurz gehalten. Die 384 Seiten lange Geschichte kostet 13 Euro.