Jay Kristoff: Nevernight 3 – Die Rache

Jay_Kristoff Nevernight 3 Die Rache

Mit „Nevernight 3 – Die Rache“ endet die Nevernight-Trilogie von Jay Kristoff. Foto: Jörn Käsebier

Mias Rache ist geglückt und zugleich gescheitert. Zwei der drei mächtigsten Männer der Republik, die für den Tod ihres Vaters verantwortlich sind, hat die Attentäterin ermordet. Doch einer ist ihr erneut entkommen. So steht Mia zu Beginn von „Nevernight 3 – Die Rache“ vor einem Trümmerhaufen. Doch Jay Kristoff hat sich verschiedene Optionen für sie überlegt.

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Sarantium – Die Götter von Lara Morgan

Sarantium - Die Götter von Lara Morgan

Lara Morgan: Sarantium – Die Götter

Die Überlebenden der Schlacht haben sich in die Wüste zurückgezogen. Tallis könnte die Clans sammmeln, ist aber zu sehr mit dem Verschwinden der Drachen sowie dem seiner Zwillingsschwester Shaan beschäftigt. Diese ist im Zwielicht mit ihrem Vater Azoth gefangen. Dort muss sie einen Weg zurück zu ihrer Familie und ihren Freunden finden. Denn nur zusammen können die Zwillinge Sarantium gegen die Götter verteidigen.

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Jay Kristoff: Nevernight – Die Prüfung

Jay Kristoff: Nevernight - Die Prüfung

Jay Kristoff: Nevernight – Die Prüfung

Mia Corvere ist seit dem Tag, an dem sie ermordet werden sollte, eine Dunkellin. Das gibt ihr Macht über die Schatten und hat ihr eine Katze aus Schatten als Begleiter beschert. Was es noch bedeutet, weiß sie nicht, zumal in Iteya drei Sonnen am Himmel stehen und es fast nie Nacht ist (Nevernight). In der Roten Kirche, der Heimat des Assassinenordens, will sie mehr über ihre Besonderheiten herausbekommen. Und mit den dort gewonnenen Fähigkeiten nach Gottesgrab zurückkehren und Rache an den Feinden ihrer Familie zu nehmen. Zuvor aber muss sie die Prüfung zur Klinge bestehen.

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Sam Bowring: Der Herr der Tränen – eine Rezension

Sam Bowring: Der Herr der Tränen

Sam Bowring: Der Herr der Tränen

Mehr als 300 Jahre sind nach dem Tod des Herrn der Tränen vergangenen. 300 Jahre stand die Menschheit auch nicht unter dem Einfluss der Wächter. Doch noch immer ist die große Magie außer Kontrolle, ist die Wunde nicht geschlossen, die der Herr der Tränen ihr schlug. Rostigan ist daher nicht überrascht, als nach einem Beben ungewöhnliche Ereignisse eintreten. Er muss erkennen, dass es noch mehr davon geben wird – denn die Wächter sind zurückgekehrt.

„Der Herr der Tränen“ ist nicht zum Heulen

Mit „Der Herr der Tränen“ erfindet Sam Bowring die Fantasy beileibe nicht neu. Weder die Geschichte von mächtigen Wächtern, noch die Idee, dass die Magie eines getöteten Magiers auf den Überlebenden übergeht, ist originell. Doch auf Originalität allein kommt es ja nicht an. Wenn Bowring hier etwas vorzuwerfen ist, ist es, dass die Wächter so lange brauchen, um zu verstehen, dass sie durch das Töten eines Konkurrenten seine Kräfte übernehmen können.

Dem australischen Autor gelingt es, eine unterhaltsame Geschichte zu entwerfen. Sie lebt von den Charakteren, aus deren Sicht die Handlung geschildert wird. Und das sind die auferstandenen Wächter sowie Rostigan. Die Figuren sind nicht sehr komplex angelegt, doch zumindest verfügen sie über genügend Stärken und Schwächen, um nicht zur reinen Karikatur zu verkommen – auch wenn einzelne Wächter karikaturhafte Züge haben.

Die Beschreibung der Welt fällt hingegen eher kurz aus. Zwar werden die politischen Beziehungen einzelner Königreiche angesprochen, doch führt Bowring dies nicht näher aus. Auch die Funktionsweise der Magie wird zwar beschrieben, aber nicht so penibel, dass ein ganzes Magie-System entsteht, wie es etwa Brandon Sanderson gern macht. Bowring will seine Leser weder überfordern noch langweilen – und schafft so solide Unterhaltung.

Sam Bowring kommt zu einem Ende

Wie der Kampf der Wächter untereinander und der Versuch, die Welt zu heilen, ausgehen, wird im Juni 2014 enthüllt. Dann erscheint mit „Wächter der Lüge“ die Fortsetzung, die zugleich die Dilogie abschließt. Warum man hier nicht näher am Originaltitel, „The Lord of Lies“, geblieben ist, bleibt das Geheimnis des Verlags – wer „Der Herr der Lügen“ ist, wird nämlich bereits im ersten Band enthüllt. Vielleicht wollten man nicht noch einen Titel, der an den „Herrn der Ringe“ erinnert oder der Titel für Band 2 stand fest, ehe der erste übersetzt war.

„Der Herr der Tränen“ von Sam Bowring ist bei Blanvalet als Taschenbuch erschienen. Für die 448-Seiten-Ausgabe werden 9,99 Euro fällig, für das E-Book 8,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Michaela Link, die etwa die Fantasy-Romane von Trudi Canavan ins Deutsche übertragen hat.

Glenda Larke: Der Bund der Illusionisten 1 – Flüsternder Sand

Cover von Der Bund der Illusionisten 1

Glenda Larke: Der Bund der Illusionisten 1 – Flüsternder Sand

Ligea gehört als einzige Frau der mächtigen Bruderschaft des Imperiums Tyr an. General Gayed hatte sie als kleines Mädchen bei der Eroberung Kardiastans gerettet und anschließend adoptiert. Dank ihrer Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu lesen, hat sie es als Spionin weit gebracht. Doch ihre Weltvorstellung gerät ins Wanken, als der Exaltarch Ligea in ihr Geburtsland schickt. Dort trifft sie nicht nur auf den Bund der Illusionisten, sondern auch auf magische Wunder wie flüsternden Sand. Schon bald ist sie innerlich zerrissen zwischen der Treue zum Reich, in dem sie aufgewachsen ist, und der Liebe zum Land ihrer Vorfahren.

Glenda Larke erschuf den Bund der Illusionisten

Die australische Fantasy-Autorin Glenda Larke hat ihre Geschichte um den Bund der Illusionisten den Kindern gewidmet, deren Eltern während der Militärdiktatur in Argentinien verschwanden sowie den jungen Aborigines, die vom australischen Staat ihren Eltern entrissen wurden. Larkes Ligea ist so entwurzeltes Kind, das in eine fremde Kultur gepresst wurde. Das Imperium von Tyr ist dem Römischen Reich nachempfunden. So gibt es eine klare Rechtskultur, öffentliche Bäder und Bibliotheken. Legionen stellen die öffentliche Sicherheit her, wenn es notwendig ist. Doch vor allem eine Instituiton, die es auch bei den Römern gab, spielt in Tyrans und in „Flüsternder Sand“ eine wichtige Rolle: die Sklaverei. Erst in Kardiastan erkennt Ligea, was es bedeutet ein Sklave zu sein. Denn die Bewohner ihres Geburtslandes haben sich nicht unterworfen und wehren sich gegen die Institution und gegen ihre Besatzer, die die Kultur der Karden unterdrücken wollen.

Flüsternder Sand in der Illusion

In Kardiastan lernt Ligea nicht nur mehr über ihre Wurzeln, sondern auch über ihre magischen Fähigkeiten. Auch gelangt sie durch den „Flüsternden Sand“ in die Illusion. Das Magiesystem wird bei Glenda Larke eher oberflächlich gehalten. Die Magie spielt zwar eine wichtige Rolle, doch löst sie nicht die Probleme der Menschen. Auch ist ihrer Macht Grenzen gesetzt, sodass die Illusionisten zwar mächtig, aber nicht übermenschlich sind.

„Der Bund der Illusionisten 1 – Flüsternder Sand“ von Glenda Larke ist eine als Fantasy-Erzählung verpackte Imperialismuskritik. Wie schon in der Vorgänger-Trilogie „Die Inseln des Ruhms“  setzt sich Larke mit den Themen Unterdrückung von Kulturen durch andere auseinander. Auch die Unterdrückung von Frauen spielt erneut eine wichtige Rolle (Parallelen gibt es zudem bei den Vaterfiguren der Protagonistinnen). Zu den großen Stärken von Glenda Larke zählt es dabei, die inneren Konflikte ihrer Heldin darzustellen. Da Larke eine Ich-Erzählerin gewählt hat, bleibt man als Leser dicht an Ligea und erfährt ihre Gedanken, sieht die anderen Figuren aber nur aus ihrer Perspektive.

Große Schlachten sucht man in „Flüsternder Sand“ vergeblich, auch kann die Schilderung der Kämpfe nicht mit denen vieler Kollegen Larkes mithalten. Die von ihr entworfene Welt beschreibt sie gut und lebendig, ohne bis ins letzte Detail der Geschichte, Politik, Religion und Alltagskultur zu gehen. Einige Erzählstränge bringt Larke bereits im ersten Band des „Bundes der Illusionisten“ zum Abschluss, doch mit ihrer Erzählung ist sie noch nicht am Ende. Die Wartezeit bis zum zweiten Teil ist nicht sehr lang: Bereits im Februar 2013 erscheint „Der Bund der Illusionisten 2 – Trügerisches Licht“ (The Shadow of Tyr).

„Der Bund der Illusionisten 1 – Flüsternder Sand“ von Glenda Larke ist bei Blanvalet erschienen. Die Taschenbuchausgabe hat 608 Seiten und kostet 9,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Susanne Gerold.

Trudi Canavan liest aus Sonea – Die Heilerin

Trudi Canavan ist sehr erfolgreich mit ihren Fantasy-Romanen. Besonders in Deutschland ist ihre Fan-Gemeinde groß, daher freute sich ihr Verlag – Penhaligon -, sie für eine Lesereise durch mehrere deutsche Städte gewinnen zu können. Canavan stellte auf der Tour ihr aktuelles Buch „Sonea – Die Heilerin“ vor.

Bei der Lesung im Berliner Babylon verriet Canavan, dass sie über Star Wars und den Herrn der Ringe zur Fantasy gefunden habe. Zunächst habe sie Filme machen wollen, doch da ein Regisseur seine Leute im Griff haben und sie auch einmal zusammenstauchen muss, entschied sie sich als schüchterner Teenager für das Zeichnen und Schreiben im stillen Kämmerlein.

Trudi Canavan las aus „Sonea – Die Heilerin“

Die 42-Jährige Autorin ist auch heute noch ein wenig zurückhaltend, zugleich sehr zuvorkommend gegenüber ihren Fans und signierte in Ruhe die mitgebrachten Bücher. Auch zeigte sie sich gewitzt und schlagfertig in ihren Antworten auf Fragen der Besucher. Man konnte jedoch froh sein, dass sie über Mikrofon las und Antworten gab, da Canavan doch eher leise spricht. Beim Leserhythmus, Tempo und Betonung konnte sie nicht mit Hans Werner Meyer konkurrieren – der Schauspieler las gekonnt aus der deutschen Übersetzung. Dabei brachte er zum Vorschein, welch feiner Humor in Canavans Buch versteckt ist. Der Witz kam beim lauten Lesen deutlich besser heraus als bei der stillen Lektüre.

In der längeren Fragerunde gegen Ende der Lesung offenbarte die australische Fantasy-Autorin auch, welchem Projekt sie sich nach Abschluss der Sonea-Trilogie widmen möchte. Erneut werde sie eine Trilogie schreiben, sich für diese aber in ganz neue Welten begeben – Einzelheiten dazu gibt es im Interview mit Trudi Canavann.

Lara Morgan: Die Herrin der Drachen

Lara Morgan: Der Herr der Drachen

Australien wird immer mehr zu einem Fanatsy-Kontinent. Nach Trudi Canavan, Jennifer Fallon und anderen schafft Lara Morgan den Sprung nach Deutschland. „Der Herr der Drachen“ ist der Titel ihres ersten Romans, bei dem es sich um den Auftakt zu einer Trilogie handelt. Deren Originaltitel lautet „The Twins of Saranthium“. Wer die Zwillinge sind,  erschließt sich dem Leser im ersten Band.

Lara Morgan erzählt die Geschichte von einem Gott mit Namen Azoth, der aus der Verbannung zurückkehrt. Bei Azoth handelt es sich um den Herrn der Drachen, der über die Drachen gebietet und mit ihrer Hilfe über die Menschen herrschen will. Doch diese haben ihn bereits einmal besiegt und sich auf eine mögliche Rückkehr vorbereitet. Die beiden Hauptpersonen Shaan, die sich als Helferin im Drachenturm und als Schankmädchen duchschlägt, und Tallis, ein junger Krieger, der in den Clanlanden lebt, geraten in den Konflikt zwischen Menschen und Drachen.

Vermarktet wird der von Marianne Schmidt übersetzte Roman als All-Age-Fantasy, bei Brettspielen würde man schreiben: von 12-99 Jahre. 512 Seiten lang ist die deutsche Ausgabe, die in gebundener Form bei Penhaligon erschienen ist. Das Buch kostet 19,95 Euro.

Edit: Eine ausführliche Rezension ist inzwischen online.

Die Magie der Trudi Canavan

Trudi Canavan: Magie

Trudi Canavan: Magie

Wenn die Leser nach mehr schreien, die neue Trilogie aber noch keine Gestalt gewonnen hat, braucht es eine Zwischenmahlzeit. Bernhard Hennen hat das „Elfenlied“ eingeschoben, um sich Zeit für den nächsten Elfen-Roman zu kaufen. Trudi Canavan hat sich für ein Prequel ihrer Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier“ entschieden, bevor sie sich an das Sequel macht. Termiten am Haus in Australien verzögerten immer wieder das Erscheinen, wodurch auch die Erwartungen der Leser weiter gestiegen sind.

Nun ist die Geschichte um die junge Heilerin und Magierin Tessia bei Penhaligon auf Deutsch erschienen. „Magie“ lautet der Titel. Wie viel Magie sich allerdings auf den 736 Seiten wirklich entfaltet, muss jeder Leser für sich entscheiden. Warum es das Prequel inhaltlich brauchte, wird jedenfalls nicht klar. Wer für die gebundene Ausgabe bereit ist, 19,95 Euro hinzulegen, bekommt wenigstens zwei schöne Karten mit dazu. Alle anderen können getrost auf die Fortsetzung der Trilogie warten, die Trudi Canavan bekannt gemacht hat.

Edit: Eine Rezension steht inzwischen auch online.