Das Duell der Bösen – Kurzgeschichten von Anthony Ryan

Anthony Ryan: Das Duell der Bösen

Anthony Ryan: Das Duell der Bösen

Die Rabenschatten-Trilogie gehörte zu den besten Fantasy-Büchern der vergangenen Jahre. In „Das Duell der Bösen“ gibt Anthony Ryan weitere Details aus dieser Welt preis – in drei ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten.

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Hobbitpresse von Klett-Cotta im Frühjahr 2017 mit Tolkien und Tad Williams

Tad Williams und Tolkien, der Mann, mit dem die Hobbitpresse begann, sind die beiden wichtigsten Autoren im Frühjahr 2017 bei der Hobbitpresse von Klett-Cotta. Und von beiden gibt es Neuveröffentlichungen. Auf Bücher deutscher Autoren müssen die Leser hingegen verzichten.

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Die Königin der Flammen – Rabenschatten 3 von Anthony Ryan

Anthony Ryan: Die Königin der Flammen

Anthony Ryan: Die Königin der Flammen – Rabenschatten 3

Lyrna ist die Königin der Flammen – selbst lange gezeichnet durch Brandwunden, brennt in ihr das Feuer der Rache. Sie will nicht nur die Vereinigten Königslande zurückerobern, sondern den Krieg ins Volarianische Kaiserreich tragen, um die Bedrohung durch den Verbündeten und seine Geschöpfe endgültig zu besiegen. Vaelin al Sorna, auch Rabenschatten genannt, unterstützt sie in ihrem Kurs. Insgeheim fürchtet er jedoch, dass der Ehrgeiz der Königin sie dazu treiben wird, ihre Ziele noch höher zu schrauben. Und da er in der Schlacht vor Alltor seines Liedes beraubt wurde, muss sich Vaelin auf seinen Instinkt und seine erlernten Fähigkeiten verlassen sowie auf die Unterstützung seiner Freunde und Kampfgefährten.

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Hobbitpresse von Klett-Cotta im Herbst 2016 – mit Ryan, Sullivan und Illger

Man schreibt viel deutsch – so könnte man das Programm der Hobbitpresse von Klett-Cotta im Herbst 2016 beschreiben. Nicht nur die Skargat-Reihe von Daniel Illger geht weiter, sondern mit A.S. Bottlinger kommt noch eine weitere deutsche Autorin ins Verlagsprogramm. Bei insgesamt fünf Neuerscheinungen ist das eine Quote von 40 Prozent und setzt damit einen Trend der vorherigen Programme der Hobbitpresse fort.

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Der Herr des Turmes von Anthony Ryan – Rezension von Rabenschatten 2

Anthony Ryan: Der Herr des Turmes

Anthony Ryan: Der Herr des Turmes

Vaelin Al Sorna, der berühmteste Schwertkämpfer der Königslande, wird zum Herren des Turms ernannt. In den Nordlanden ist er politisch kaltgestellt und damit keine Gefahr für König Marcellus. Zudem hofft Vaelin in Rabenschatten 2 anfangs noch, dass er sein Schwert nicht mehr ziehen muss. Doch diese Hoffnung erfüllt sich nicht. Der Herr des Turms wird nicht viel Zeit in seinem Turm verbringen.

Vaelin ist der Herr des Turms

Welche Möglichkeiten hat ein Autor, wenn er einen großen Teil seiner Geschichte bereits erzählt hat, aber noch zwei weitere Bände füllen soll, weil nun einmal die Trilogie das dominierende Format in der Fantasy ist? Er muss die Geschichte erweitern, sei durch neue Figuren, Rückblicke auf die Vorgeschichte seiner Figuren oder neue Handlungsstränge. Anthony Ryan hatte in seinem ersten Rabenschatten-Roman allerdings bereits die Lebensgeschichte seiner Hauptfigur Vaelin, dem neuen Herrn des Turms, ausführlich geschildert, von der Kindheit bis zur Gefangennahme im Krieg. Die Grundlage für neue Handlungsstränge hatte er durch die Geschichte rund um das Lied des Blutes bereits gelegt – fehlen neue Figuren. Diesen Weg beschreitet Ryan auf zweierlei Weise: durch Einführung einer neuen Hauptfigur namens Reva und durch „Befördern“ bekannter Figuren, aus deren Sicht nun weite Teile des Buches erzählt werden, nämlich Lyrna und Frentis. Das ist ein gehöriger Bruch, den der schottische Fantasy-Autor seinen Lesern mit dem Wechsel von einer Erzählstimme zu vieren zumutet. Doch die gute Nachricht: Die Konstruktion funktioniert über weite Strecken gut.

Als eine Art Klammer hat Ryan die Figur des Historikers Verniers und die Einteilung des Buches in mehrere Teile behalten. Dieses Mal ist Verniers nicht auf der Seite der Sieger, sondern muss um sein Leben fürchten. Durch ihn erfährt man mehr über die Invasion der Königslande und die Pläne der Invasoren. Eine weitere gewohnte Perspektive in „Der Herr des Turms“ ist die von Vaelin.

Von der kühlen Lyrna hatten sicher viele Leser nicht erwartet, dass sie mehr als kühl, beherrscht und berechnend ist. Als hochintelligente Frau wird sie in den von Männern dominierten Königslanden beständig unterschätzt und macht sich dies zunutze. Ihr Wille und ihre Entschlossenheit kann man gut nachvollziehen und vielleicht sogar bewundern. Eine letzte Strenge bewahrt sie sich aber – gepaart mit der hohen Selbstkontrolle ist sie nicht unbedingt eine Figur, mit der man sich leicht identifiziert.

Rabenschatten-Trilogie endet mit einer Königin

Das fällt bei Reva leichter. Zum einen ist sie jünger und ziemlich impulsiv, zum anderen bedient die Beschreibung ihrer Kindheit mehr Klischees und profitiert Reva davon, dass sich Vaelin für sie stark macht. Die junge Frau hält zudem noch einige Überraschungen parat, die ihren Handlungsstrang interessant halten.

Bruder Frentis hingegen verspielt einige Sympathien. War er in „Das Lied des Blutes“ noch der Junge, um den sich Vaelin kümmert und den er fördert und beschützt, so wird er in „Der Herr des Turms“ zu einer Mordmaschine, die nur schrittweise ihre Menschlichkeit wiederfindet. An sich eine spannende Entwicklung, doch bleibt Frentis so distanziert, dass man auch mit ihm kaum mitleidet. Seine Geschichte ist zudem ein Beispiel dafür, wie wenig Anthony Ryan in seinen Rabenschatten-Büchern der Magie Grenzen setzt. Ob dies die größte Schwäche der RabenschattenTrilogie ist, wird Band 3 zeigen. Er trägt den Originaltitel „Queen of Fire“ („Die Königin der Flammen„) und dürfte 2016 in der deutschen Übersetzung erscheinen.

Bis dahin bleibt also Zeit, die ersten beiden Bände zu lesen. Hatte „Das Lied des Blutes“ in den letzten Abschnitten ein paar Schwächen, so ist dies in der Fortsetzung anders. Spätestens nach einem Drittel möchte man „Der Herr des Turms“ nicht mehr aus der Hand legen – wenn die Handlung sich verdichtet und die Geschichte immer packender wird.

„Der Herr des Turms“ von Anthony Ryan ist bei Klett-Cotta erschienen. Rabenschatten 2 geht in der gebundenen Ausgabe über 859 Seiten und kostet 24,95 Euro. Die Übersetzung stammt von Hannes Riffel und Birgit Maria Pfaffinger.

Hobbitpresse im Herbst 2015 mit Anthony Ryan, Tad Williams und Michael J. Sullivan

Der September hat es in sich: Gleich drei Fantasy-Bücher bringt allein die Hobbitpresse im Rahmen ihres Herbstprogramms 2015 heraus. Dabei handelt es sich um den zweiten Rabenschatten-Roman von Anthony Ryan, den dritten Bobby-Dollar-Band von Tad Williams und Riyria 4 von Michael J. Sullivan.

Hobbitpresse im Herbst 2015

Doch der Reihe nach. Am 25. Juli erscheint in der Hobbitpresse zunächst „Der Räuberbräutigam“ von Eudora Welty. Nicht gerade klassische Fantasy, sondern mehr eine Erzählung, die an Mythen der amerikanischen Südstaaten und Märchenvorbilder anknüpft. Bereits der Titel ist Grimms Märchen entnommen. Dass Weltys Version von 1942 es überhaupt noch einmal zur Veröffentlichung bringt, ist der Library of America zu verdanken. Und nun wird es auch eine deutsche Fassung geben.

Winterlich wird es im Spätsommer mit Hyddenworld 4. Am 22. August erscheint „Der Winter“ von William Horwood. Am selben Tag kommt zudem das Fantasy-Buch eines deutschen Autos heraus – ein Werk dieser Art findet sich in den meisten Programmen der Hobbitpresse. Christian von Aster erzählt in „Das Eherne Buch“ eine Geschichte vom Ende allen Krieges. Dass dazu ein letzter Krieg gehört, versteht sich fast von selbst. In den Schlachten dürfte der die besten Chancen haben, der das aus Geschichten geschmiedete Schwert „Das Eherne Buch“ führt. Mit dieser Konstellation hätte das Fantasy-Buch auch zu Feder & Schwert gepasst.

Der Herr des Turms und ein Smaragdsturm

Und damit kommen wir zum Herzstück des Herbstprogramms 2015 der Hobbitpresse. Sicherlich auch im Hinblick auf die Frankfurter Buchmesse erscheinen am 26. September gleich drei Werke. Mit „Der Herr des Turms“ setzt Anthony Ryan „Das Lied des Blutes“ fort. Rabenschatten 2 erzählt, wie es im Leben von Vaelin al Sorna weitergeht, als er in seine Heimat zurückkehrt. Weit weg von ihrer Heimat sind hingegen Royce und Hadrian, die sich in Ryria 4 „An Bord der Smaragdsturm“ befinden. Auch dort lauern Gefahren, vor allem von der Kirche und dem Reich Nyphrons. Doch das Diebesduo nimmt es mit den Gegnern auf, geht es doch darum, den wahren Erben Nyphrons zu finden.

Chronisch zu spät kommt Bobby Dollar, vor allem, wenn seine Vorgesetzten ihn sehen wollen. Da verwundert es nicht, dass es der Engel mit menschlichen Seiten auch am Jüngsten Tag nicht schafft, pünktlich zu kommen. Mit „Spät dran am Jüngsten Tag“ soll Tad Williams die Trilogie abschließen, die laut seiner Website mal als Serie geplant war. Vielleicht war die Geschichte zwischen Himmel und Hölle nicht so erfolgreich wie erhofft. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Hobbitpresse im Herbst 2015 mit Band 6 die Chronik zur Hobbit-Verfilmung abschließt.