Affinity Bridge – Steampunk von George Mann

Cover von Affinity Bridge

George Mann: Affinity Bridge

Das Viktorianische Zeitalter erfreut sich nicht nur bei englischen Krimi-Autoren  (etwa Anne Perry und Ann Granger) und bei Autoren historischer Romane großer Beliebtheit, sondern hat im Rahmen der Steampunk-Welle auch die Fantasy erreicht. Bereits 2008 erschien „The Affinity Bridge“ von George Mann – jetzt ist das Fantasy-Buch mit dem Titel „Affinity Bridge“ auch auf Deutsch erschienen.

Affinity Bridge mit Newbury & Hobbes

Die zentralen Charaktere des Romans sind die beiden Ermittler Sir Maurice Newbury  und seine junge Assistentin Veronica Hobbes. Sie untersuchenim Auftrag von Königin Viktoria den Absturz eines Luftschiffes in London, bei dem rund 50 Passagiere ums Leben gekommen sind. Doch zugleich wird London von einer rätselhaften Seuche heimgesucht. Gerüchte von Wiedergängern machen die Runde, die Menschen überfallen und mit einem Virus infizieren sollen. Doch Newbury bezweifelt zunächst, dass es die Zombies gibt. Zudem muss er seinen Freunden von Scotland Yard die Ermittlungen überlassen, da er sich mit dem Luftschiff-Unglück befassen soll. Für den Technik-Narren eine gute Möglichkeit, mehr über die neuesten Maschinen-Erfindungen seiner Zeit herauszufinden.

„Affinity Bridge“ von George Mann ist bei Piper erschienen und geht über 448 großzügig bedruckte Seiten. Jürgen Langowski durfte „The Affinity Bridge“ übersetzen. Warum es laut Piper aus dem Amerikanischen geschah, wo George Mann doch Brite ist, bleibt wohl das Geheimnis des Verlags, der den Preis für das Fantasy-Buch auf stolze 16,99 Euro festlegte. Da Mann bereits drei Newbury & Hobbes-Romane geschrieben hat, dürften weitere deutsche Übersetzungen folgen.

Vorschau auf Piper-Fantasy im Herbst 2011

Das Zugpferd für Piper-Fantasy soll in der zweiten Jahreshälfte sicher „Die Legenden der Albae – Vernichtender Hass“ von Markus Heitz sein. Offizieller Erscheinungstermin von Albae 2 ist am 10. August. Auch Ralf Isau darf seine Saga um „Die zerbrochene Welt“ fortsetzen, „Feueropfer“ ist der Titel von Band 2 (7. Oktober).

Feurig prickelnd soll das Debüt von Karsten Knight werden. „Wildefire – Die Göttin des Vulkans“ hat eine Helding mit sprechendem Namen (Ash), deren feuchte Träume von ihren Lovern das Bett in Brand setzen können, da sie eine Vulkangöttin ist. Ob der Held, der sie erlöst, ein Ritter mit feuerfester Rüstung ist, können deutsche Leser ab dem 29. September erfahren.

Am selben Tag kommt der erste Band der Serie „Der Herr der Unterstadt“ auf den Markt. „Ruchlos“ heißt er und stammt aus der Tastatur von Daniel Polansky, der wie Karsten Knight in Baltimore lebt. Piper verspricht in Polanskys Fall „fesselnde Dark Fantasy“.

Steam-Punk und Endzeitstimmung bei Piper

Deutlich origineller verspricht der Roman „Affinity Bridge“ zu werden, der drei Wochen zuvor auf Deutsch erscheint. George Mann hat eine Steampunk-Reihe um zwei Ermittler entworfen, die sich im London – welche Stadt auch sonst – mit seltsamen Morden herumschlagen müssen. Sir Maurice Newbury hat dabei als Adeliger Zugang zu höchsten Kreisen, kann aber nicht zu versnobt werden, denn seine Assistentin Veronica Hobbes erdet ihn. Ein Schelm, wer dabei an Leviathan denkt.

Im dunklen November 2011, genauer gesagt am 10. November, setzt Tobias O. Meißner seine Dämonen-Saga fort. Die Dämonen stehen „Am Ende der Zeiten“, doch auch den Menschen geht es nicht viel besser. Ebenfalls apocalyptisch geht es bei Lia Habel zu, die ihr „Dark Love“ ins Jahr 2595 gesetzt hat. Piper verspricht eine Liebesgeschichte mit Untoten.

Zuletzt sei noch erwähnt, dass der sechste Band des „Rads der Zeit“ am 7. Oktober in einem Band erscheint und dass Thrillerautor Dan Wells dem Übernatürlichen treu bleibt. „Du stirbst zuerst!“ lautet am 15. September der Befehl, dem sich zumindest Held Michael nur schwer entziehen kann.