Der Ruf der Knochenschiffe von RJ Barker

Der Ruf der Knochenschiffe von RJ Barker
Der Ruf der Knochenschiffe hat die Menschen ereilt, die von Frieden träumen. Doch zunächst lauern viele Gefahren auf sie. Foto: Jörn Käsebier

Die Drachen sind zurück. Doch Frieden ist damit längst noch nicht auf den Hundertinseln eingekehrt. Die „Gezeitenkind“ hat jedoch Verbündete gewonnen und Schiffsfrau Meas hofft, dass sie immer zahlreicher werden. Doch ihre Mutter hat bereits weitere finstere Pläne geschmiedet, der viele Menschen zum Opfer fallen könnten.

RJ Barker lässt seine Hauptfigur leiden

Die Entwicklung der Hauptfigur steht im Mittelpunkt des Buches. Joron Twiner durchlebt eine Leidensgeschichte, bei der immer wieder Hoffnung aufkommt; Hoffnung für ihn, die Besatzung der „Gezeitenkind“, aber auch den Menschen auf den Hundertinseln insgesamt. Es ist Jorons Zähigkeit, die ihn auszeichnet, weniger seine Intelligenz. Und ein guter Spion wird er wohl nie werden, dazu fehlt ihm die Raffinesse. Aber er hält eben durch, lässt sich von Rückschlägen nicht entmutigen.

Von diesen gibt es einige (sonst wäre es auch nicht ein zweiter Band). Doch immer wieder gelingen Meas, Joron und ihrer Mannschaft Erfolge. Weil sie zusammenhalten, aber manchmal auch mit Hilfe mächtiger Wesen …

Der Ruf der Knochenschiffe – ein guter Roman

RJ Barker ist nach dem starken Auftakt in „Die Knochenschiffe“ eine gute Fortsetzung gelungen. Sie enthält wieder viele Elemente eines Seekriegsromans – wenn auch weniger Seegefechte. Vielmehr geht es um die Kunst, den Wind richtig zu erwischen, den Kurs zu berechnen und Stürme zu überstehen. Zu Kämpfen kommt es dennoch häufig genug, dass sich nicht ein Besatzungsmitglied sicher sein kann zu überleben. Doch was sollte man auch sonst von einem Totenschiff erwarten?

Einen größere Kritikpunkt gibt es dann aber doch: Weder Joron noch sonst jemand geht den Hinweisen auf die Mythen richtig nach. Und dies, obwohl die alte Garriya immer wieder Andeutungen macht. Doch nie versucht Joron, seinem Schicksal auf den Grund zu gehen, obwohl er damit seiner Besatzung und seiner Schiffsfrau helfen würde. Das weckt den Verdacht, dass Barker sich hier bewusst zurückhält und die überspannende Geschichte nicht so groß ist, wie es die Andeutungen erscheinen lassen.

Gezeitenkind-Trilogie vor dem Ende

Der Ruf der Knochenschiffe
RJ Barker: Der Ruf der Knochenschiffe

Was aus dem „Gezeitenkind“ und seiner Crew wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Doch im Mai 2023 erscheint der Abschlussband – „Im Sog der Knochenschiffe“ wird er heißen und enthüllen, wie es mit Drachen, Gullaime und Menschen weitergeht.

„Der Ruf der Knochenschiffe“ von R. J. Barker ist bei Panini erschienen. Im Paperback geht der zweite Band der Gezeitenkind-Trilogie über 640 Seiten und kostet 19 Euro. Die Übersetzung stammt von Michaela Link.

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