Die besten Fantasy-Bücher 2020 im Jahresrückblick

Die besten Fantasy-Bücher 2020 im Jahresrückblick
Jahresrückblick: Nur eine Auswahl der Fantasy-Bücher, die 2020 erschienen sind und hier besprochen wurden. Foto: Jörn Käsebier

Das Jahr geht zu Ende, da ist es an der Zeit, auf die besten Fantasy-Bücher 2020 zurückzublicken. Die Grundlage ist breit: Mit 26 Rezensionen sind es so viele wie nie geworden und neun mehr als vergangenes Jahr. Die große Auswahl machte die Kür der besten Titel nicht immer leicht.

2020 war ein Jahr, in dem verschiedene Trilogien und Reihen zu Ende gingen: „Nevernight“, „Das Buch des Ahnen“ und die „Licht-Saga“ zum Beispiel. Das macht es für die Verlage nicht einfacher, müssen sie doch bei neuen Stoffen genauer überlegen, ob sich diese verkaufen. Und das noch in einer Pandemie. Durch Corona kam es im zurückliegenden Jahr zu Verschiebungen, manche Bücher erschienen zunächst nur digital und die Programme wurden ziemlich schmal. Insgesamt waren aber noch erstaunlich viele interessante Bücher dabei. Zu 26 rezensierten Titeln reichte es auf dem Blog. Für die Statistik vielleicht noch interessant: 17 Bücher davon waren von Autoren, 9 von Autorinnen (2019 war es 12:5). Wobei von zwei Autoren und einer Autorin jeweils zwei Titel dabei waren.

Bestes Debüt 2020

Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep von H G Parry
H. G. Parry: Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep

Es gab 2020 nicht so viele Veröffentlichungen von Erstlingen. Dennoch soll es ein Debüt des Jahres geben. „Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep“ ist sicherlich nicht der klassischen Fantasy zuzurechnen. Doch das Spiel mit literarischen Schöpfungen, die zum Leben erwachen enthält viele phantastische Elemente. Und bei aller Literaturwissenschaft, die hier hinein spielt, ist es auch eine Abenteuergeschichte und ein Plädoyer für die Phantasie, und von dieser konnten wir alle in diesem schrecklichen Jahr viel gebrauchen. Dieses machte übrigens auch vor Uriah Heep nicht Halt.

Ein weiteres interessantes Debüt war das von R. F. Kuang mit „Die Schamanin“, Band 1 von „Im Zeichen der Mohnblume“. Es überzeugt vor allem durch sein Setting und den historischen Hintergrund. Die Fortsetzung „Die Kaiserin“ ist zudem im November erschienen.

Fortsetzungen des Jahres

Brennender Fels von N.K. Jemisin
N.K. Jemisin: Brennender Fels

2020 waren wieder viele Fortsetzungen in den großen Verlagsprogrammen zu finden. Eine Verschiebung führte dazu, dass von N. K. Jemisin gleich zwei Bücher erschienen. „Brennender Fels“ war dabei eine grandiose Fortsetzung von „Zerrissene Erde“, mit der der Abschlussband „Steinerner Himmel“ leider nicht mithalten konnte. Insgesamt ist die Trilogie „Die große Stille“ der amerikanischen Autorin eine der besten der vergangenen Jahre.

Weitere spannende Fortsetzungen gelangen Tad Williams und Jenn Lyons. Der amerikanische Altmeister überzeute vor allem mit „Im Reich der Grasländer 2“, in dem die Handlung deutlich an Fahrt aufnimmt. Jenny Lyons bekam in „Drachengesänge 2“, ihre komplexe Rahmenhandlung besser in den Griff, weshalb „Der Name aller Dinge“ mehr überzeugte als der Vorgänger.

Jahresrückblick: Beste neue Trilogie/Reihe

Zauberklingen von Joe Abercrombie
Mit „Zauberklingen“ von Joe Abercrombie beginnt eine neue Trilogie. Es ist bereits Band 8 der Klingen-Saga. Foto: Jörn Käsebier

Die Rückkehr zum Gewohnten gepaart mit einem Aufbruch in neue Gefilde machen den Reiz von „Zauberklingen“ aus. Joe Abercrombie startete damit seine lang erwartete neue Trilogie. Hier trifft der zügellose Manchesterkapitalismus auf den Zynismus der Nordmänner. Und hier dominieren mit Savine und Rikke zwei tolle weibliche Figuren. Dieses Buch macht Appetit auf die beiden Nachfolger und zeigt, dass die Geschichte der Union noch lange nicht auserzählt ist.

Einen gelungenen Auftakt zu mehr Geschichten mit Royce und Hadrian stellte „Im Schatten des Kronturms“ dar, Band 1 der Riyria-Chroniken von Michael J. Sullivan. In ihm wird enthüllt, wie sich die beiden kennenlernen. Fortsetzung und Neuanfang zugleich versprach „Das Lied des Wolfes“ von Anthony Ryan. Auch wenn Rabenklinge 1 mit der Rabenschatten-Trilogie nicht mithalten kann, zeigte sich der Brite Ryan einmal mehr als Meister der Schlachtbeschreibung.

Ausblick 2021

Nachdem inzwischen die Frühjahrsvorschauen 2021 bekannt sind, und hier vorgestellt, ist klar, wie es in den kommenden Monaten weitergeht. In der ersten Jahreshälfte wird es etwas dünn, doch immerhin kommt der nächste Abercrombie und geht „Das Spiel der Götter“ weiter. In der zweiten Jahreshälfte erscheint zudem zumindest schon einmal Zwerge 6 in zwei Bänden.

Zum Schluss noch Danke für die Seitenbesuche, das Lesen, Liken und Kommentieren der Artikel. Das ist wichtiges Feedback, das motiviert weiter zu rezensieren und hier zu veröffentlichen. Auch das Verlinken und Teilen auf anderen Kanälen ist toll, danke auch dafür. 2021 geht es hier weiter, auch wenn es voraussichtlich weniger Beiträge werden, wobei der diesjährige Schnitt von drei Beiträgen im Monat auch nicht wenig war.

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