Knaur-Fantasy und Fischer Tor im Frühjahr 2021

Knaur-Fantasy setzt im Frühjahr 2021 vor allem auf bekannte Autoren wie Leigh Bardugo und Markus Heitz, aber nicht nur. Und Fischer Tor? Das Label hat sein Programm zusammengestrichen und und bietet kaum neue Titel an. Welche es sind, verrät die Vorschau.

Los geht’s im März. Von Markus Heitz erscheint ein neues Buch. Darin hat es „Die Meisterin“ in der zeitgeschichtlichen Geschichte mit „Alten Feinden“ zu tun. Sollte die Leipziger Buchmesse zwei Monate nach Erscheinen des Buches stattfinden können, können Leser in der Messestadt auf Suche nach den Schauplätzen der Handlung gehen.

Zuvor, nämlich im April, kommt jedoch erst einmal neuer Lesestoff von Leigh Bardugo heraus. Michelle Gyo übersetzt auch den zweiten Roman der „King of Scars“- Reihe. „Thron aus Nacht und Silber“ handelt von der Entscheidung im Kampf um den Thron von Ravka, vor allem geht es aber wieder um die Grisha.

Kai Meyers Römer, Nora Bendzkos Griechen

Im Mai setzt Boris Koch dem „Dornenthron“ die „Narrenkrone“ auf. Seine Adaption von Dornröschen geht damit in die zweite Runde. Das Buch zum Hörspiel – was bei Markus Heitz klappt, geht auch bei Kai Meyer. Anfang Mai erscheint „Imperator“ von ihm und Lisanne Surborg. Zwischen Urban Fantasy und historischer Fantasy angesiedelt, jedenfalls vom Rom der 1960er-Jahre inspiriert.

Wenn wir rund 4000 Jahre zurück gehen, landen wir in der Zeit des Trojanischen Krieges. Diesen hat sich Nora Bendzko als Hintergrund für ihr Buch „Die Götter müssen sterben“ ausgesucht. Doch nicht die Götter, sondern die Amazonen stehen im Mittelpunkt der Handlung. Im Juni bringt Knaur das Buch heraus.

Kevin Hearne bei Knaur-Fantasy

Im Juli folgt dann österreichischer Steampunk. Jedenfalls ist das Wien um 1900 als Vhindona die Kulisse für „Knochenblumen welken nicht“ von Eleanor Bardilac. Darin wird die junge Aurelia in Ritualmorde verwickelt, entwickelt ihre magischen Fähigkeiten weiter und arbeitet mit einem Nekromanten zusammen. Von Luke Arnold erscheint im Hochsommer zudem der zweite Band seiner Reihe um Privatdetektiv Fetch Philips. „Totengraben“ spielt erneut in Sunder City.

Damit nähern wir uns dem Ende des Frühjahrsprogramms 2021 von Knaur-Fantasy. Im August dürfen sich Leser der Licanius-Saga von James Islington freuen. Denn „Die Schatten der Zeit“, Band 3, kommt in die Buchhandlungen. Doch das Highlight kommt zum Schluss: Kevin Hearne setzt „Fintans Sage“ fort. Der gleichnamige Barde setzt seine Erzählung in „Der Ruf des Kriegers“ fort. Wenn der Band nur ansatzweise an den Vorgänger anknüpfen kann, wird das ein großer Lesegenuss.

Das Kurz-Programm von Fischer Tor

Bei Fischer Tor, dem Label, das zur selben Verlahsgruppe wie Knaur gehört, ist das Frühjahrsprogramm 2021 schnell erzählt. Nimmt man nur die Neuerscheinungen, kommt man auf vier Bücher, davon lediglich ein Fantasy-Roman. „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ von V. E. Schwab kommt Ende Mai heraus. Dabei handelt es sich um eine Geschichte, die im Paris des Jahres 1714 beginnt und nach 300 Jahren zu einer Liebesgeschichte wird.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die zweite Erdsee-Trilogie von Ursula Le Guin in der Neuausgabe im März als Klappenbroschur-Ausgabe erscheint. In der schönen, aber wenig handlichen Prachtausgabe vor ein paar Jahren war sie auch bereits enthalten.

5 Gedanken zu „Knaur-Fantasy und Fischer Tor im Frühjahr 2021

  1. Ich finds immer wieder interessant, dass deutsche Verlage glauben bessere Titel für ihre Übersetzungen zu haben als die Autoren selbst 😂 Bardugo hat sich zwar für Rule of Wolves entschieden, aber Herrschaft der Wölfe war anscheinend keine Option. Ist das ein Hinweis? Hat das Ganze doch nichts mit einer Invasion aus Fjerda zu tun? Man weiß es nicht 🤷🏻‍♂️

    • Derzeit ist es ja vor allem Trend, den englischen Titel zu übernehmen. Manchmal, so wie hier, kommt dann ein deutscher Untertitel dazu. Denn auf dem Cover wird stehen: Rule of Wolves – Thron aus Nacht und Silber.

      • Ah, okay! Mich irritiert diese Praxis nämlich ziemlich. Ich lese aktuell die First Law-Trilogie von Joe Abercrombie und da wurden die Bücher konsequent umbenannt.

  2. Es ist leider ziemlich dürftig, was uns nächstes Jahr an phantastischer Literatur erwartet. Aber vieleicht ist hier und da doch eine kleine Perle dabei. Ansonsten gibt es ja auch noch etliche ältere Werke, die man noch nicht kennt. 🙂

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