Michael Sullivan: Heldenblut – The First Empire 4

Michael Sullivan Heldenblut The First Empire 4
„Heldenblut“ ist bereits Band 4 der Reihe „The First Empire“ von Michael Sullivan. Foto: Jörn Käsebier

Nach ihrem großen Sieg über die Fhrey rücken die Rhune weiter vor. Doch unweit von Avempartha kommt ihre Offensive zum Stehen. Während der ehrgeizige Nyphron nach militärischen Lösungen sucht, setzen die Fhrey alles auf eine Karte: Sie entführen die Magierin Suri, um von ihr das Geheimnis der Erschaffung von Drachen zu erfahren. Doch einige von Suris Freunden entdecken das Heldenblut in sich und brechen zu einer Befreiungsaktion auf.

„Heldenblut“ ist ein Zwischenband. Nach dem dramatischen und emotionalen „Göttertod“ bekommen die Leser die Möglichkeit durchzuatmen. Das heißt nicht, dass nichts passieren würde. Doch so richtig nimmt die Geschichte erst am Ende Fahrt auf – und bricht ab, bevor klar wird, wie gut der Plan funktionieren kann.

Heldenblut ist ein Zwischenband

Weil es ein Zwischenband ist, spielen auch Persephone und Nyphron nur eine untergeordnete Rolle. Das ist besonders im Falle Persephones schade, ist sie doch eine der spannendsten Figuren in „The First Empire“. Aber ausgerechnet zu ihrer Gefühlslage zu Raithes Verwandlung in einen Drachen, ebenso wie zu ihrer erneuten Mutterschaft, erfahren wir erst spät und dann auch wenig aus ihrer Sicht.

Viel mehr Raum bekommt Tesh eingeräumt, der zum perfekten Krieger wird und seine Rachepläne vorantreibt. Auch die bisherige Nebenfigur Tressa spielt eine größere Rolle, während bisherige Hauptfiguren in den Hintergrund treten. Auf Seiten der Fhrey ist die Perspektive Imalys die wichtigste, auch wenn Mawyndulë weiterhin als verwöhnter Prinz bedeutend bleibt.

Aber so richtig sticht dieses Mal keine Figur heraus. Wie auch sonst wenig herausragt. Wer die Ryria-Reihe kennt, weiß, worauf Michael Sullivan hinauswill und wie der Konflikt enden wird. Allerdings nicht genau, denn Legenden sind ja keine Geschichtsschreibung. Und daraus zieht diese Serie ihren Reiz.

Michael Sullivan spielt die Todesmelodie

Heldenblut Michael Sullivan
Michael Sullivan: Heldenblut

Die auf sechs Bücher angelegte Reihe ist im Original bereits abgeschlossen. Dort heißt sie „Legends of the First Empire“ (in der deutschen Ausgabe mal „Zeit der Legenden“, dann „The First Empire“). Sowohl „Age of Death“ als auch „Age of Empyre“ sind dieses Jahr erschienen. Im Sommer/Herbst 2021 dürfte der nächste deutsche Band herauskommen.

„Heldenblut – The First Empire 4“ von Michael Sullivan ist bei Knaur erschienen. Die Taschenbuchausgabe geht (mit Anhang) über 480 Seiten und kostet 10,99 Euro. Das E-Book kostet reguläre 9,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Carina Schnell.

Ein Gedanke zu „Michael Sullivan: Heldenblut – The First Empire 4

  1. Pingback: Drachenwinter – The First Empire 5 von Michael Sullivan | Der Fantasy Weblog

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