Herz aus Blut und Asche von Amélie Wen Zhao

Herz aus Blut und Asche von Amelie Wen Zhao

Das Debüt von Amélie Wen Zhao heißt „Herz aus Blut“ und Asche und spielt in der eisigen Tundra eines Kaiserreichs. Foto: Jörn Käsebier

Amélie Wen Zhao wurde in Paris geboren, wuchs in Peking auf und lebt seit ihrem 19. Lebensjahr in New York. Ihr Buch „Herz aus Blut und Asche“ spielt jedoch in einem Land, dem Kyrillischen Kaiserreich, das sich an einem ganz anderen Vorbild orientiert: dem russischen Zarenreich.

In diesem Reich werden Menschen, die Magie wirken können, unterdrückt, versklavt und ausgebeutet. Als herauskommt, dass die Kronprinzessin zu diesen Affiniten gehört, verschwindet sie aus dem offiziellen Hofleben. Wir Leser lernen Ana jedoch erst kennen, als sie bereits ihre Rache plant, nachdem sie des Mordes an ihrem Vater beschuldigt, eingekerkert wurde und geflohen ist.

Vorbild Leigh Bardugo

Die zweite Hauptfigur ist ein junger Mann. Ramson Schnellzunge gehört zu den Königen der Unterwelt. Hinter seinem rauen Charme verbirgt sich jedoch ein verletzlicher Junge, für den das Schicksal einige Rückschläge parat hielt. Überflüssig zu erwähnen, dass Ana und Ramson nicht den besten Start miteinander haben, aber schnell Gefühle füreinander entwickeln.

Wer bei diesem Plot und diesem Setting an die Grisha-Bücher von Leigh Bardugo sowie ihre Romane um die Krähen denkt, liegt richtig. Es gibt hier einige Parallelen, auch wenn wir es hier nicht mit einem Prinzen, sondern einer Prinzessin zu tun haben, die zudem noch zu den magisch Begabten zählt.

Magiesystem von Herz aus Blut und Asche

Im Original heißt das Buch dann auch „Blood Heir“, was damit spielt, dass Ana Thronerbin ist, zugleich aber eine Blutaffinite. Damit gehört sie zu den mächtigsten Magiern, deren Macht allerdings durch verschiedene Faktoren eingeschränkt werden: bestimmte Materialien, ein Giftstoff und Magier, die andere Magie neutralisieren können. Ein guter Weg, um zu mächtige Helden zu verhindern.

Amélie Wen Zhao erzählt die Handlung ziemlich gradlinig und verkompliziert die Dinge nicht. Das mag zum einen daran liegen, dass es sich bei „Herz aus Blut und Asche“ um ihr Debüt handelt, zum anderen aber auch, dass das Zielpublikum Jugendliche und junge Erwachsene sind. Ein wenig mehr Raffinesse und weniger Klischees hätten dem Buch dennoch gut getan.

Amélie Wen Zhao schreibt weiter

Rezension: Herz aus Blut und Asche

Amélie Wen Zhao: Herz aus Blut und Asche

Die Geschichte endet etwas seltsam und nicht ganz logisch. Dies ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass es eine Fortsetzung geben soll. Eine ganze Trilogie ist geplant, deren zweiter Band voraussichtlich 2021 im Original erscheint. Ob und wann es eine übersetzte Fassung geben wird, ist noch nicht bekannt.

„Herz aus Blut und Asche“ von Amélie Wen Zhao ist bei Heyne erschienen. Die Paperback-Ausgabe geht über 464 Seiten und kostet 14,99 Euro. Die Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch stammt von Ute Brammertz.

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