Licht-Saga 6: Brennende Spiegel von Brent Weeks

Licht-Saga 6: Brennende Spiegel von Brent Weeks

Licht-Saga 6: Brennende Spiegel von Brent Weeks Foto: Jörn Käsebier

Vorhang auf zum vorletzten Akt: In „Brennende Spiegel“ von Brent Weeks wird das Ende der Licht-Saga vorbereitet. Die entscheidenden Weichen werden gestellt, sowohl was die Entscheidungsschlacht mit dem Weißen König angeht, als auch der Mission Teias gegen den Orden des Gebrochenen Auges und Gavin Guiles Auftrag, die Magie aus der Welt zu schaffen.

Eines vorab: Bei diesem Buch kann man in der Printausgabe froh sein, dass es sich um die erste Hälfte des Originalbandes „The Burning White“ handelt, denn es sind auch so bereits knapp über 800 Seiten geworden. Wobei eine rund 20 Seiten lange Zusammenfassung der Vorgeschichte eingerechnet ist.

Viele innere Konflikte in Brennende Spiegel

Die großen Schlachten und Kämpfe fehlen in „Brennende Spiegel“. Das bedeutet jedoch weder, dass die Action mit Farbmagie völlig fehlt, die zur Licht-Saga gehört, noch, dass es nicht spannend würde. Das beste Beispiel dafür ist der Handlungsstrang um Kip. Nach seinen militärischen Erfolgen im Blutwald steht er vor der Frage, was sein nächster Schritt sein soll. Will er die gesamte Satrapie befreien, dem Weißen König einen Schlag versetzen oder seine Fühler in Richtung Chromeria ausstrecken?

Und über all seinen Handlungen schwebt weiterhin die Frage, ob Kip der sagenumwobene Lichtbringer ist. Allerdings könnte dies auch sein Großvater Andross sein oder sein Vater Gavin. Dieser ist jedoch vor allem damit beschäftigt, mit sich selbst und seiner Machtlosigkeit fertig zu werden. Und er sucht nach einem Ausweg, wie er Karris schützen kann und zugleich nicht die Blendende Klinge gegen seinen Gott richten muss. Einen Gott, an den er zudem nicht glaubt.

Brent Weeks stellt Figuren in den Mittelpunkt

Auch Teia ist viel mit sich und ihrem Gewissen beschäftigt. Denn sie soll für den Orden morden, den sie zugleich im Auftrag von Karris unterwandert, wofür sie ebenfalls über Leichen geht. Karris wiederum hat Zweifel daran, ob sie Wandler erlösen soll, die zu Wichten zu werden drohen oder ob es sich dabei nicht auch um Mord handelt. In Licht-Saga 6 sind die Figuren viel mit sich und ihrem Gewissen beschäftigt. Zudem gewährt Brent Weeks Einblicke in die Gedanken und Gefühle von Andross Guile, der dadurch auch neue Facetten bekommt.

Die Hauptfiguren mögen sich in diesem Band nicht groß weiterentwickeln, doch sie bekommen noch mehr Tiefe, weshalb man möchte, dass sie alle die entscheidenden Auseinandersetzungen überleben werden. Besonders Kips Handlungsstrang hätte jedoch ein wenig Raffung vertragen.

Das Finale der Licht-Saga

Brennende Spiegel von Brent Weeks

Brent Weeks: Brennende Spiegel

Denn wie eingangs erwähnt: Licht-Saga 6 bereitet den Weg für das Ende der Reihe. Es bleibt aber noch viel zu erzählen. Im November kommt mit „Lichtbringer“ der Abschlussband heraus. Dann werden wir erfahren, wie es Gavin, Kip, Karris und den anderen ergeht.

„Brennende Spiegel“ von Brent Weeks ist bei Blanvalet erschienen. Licht-Saga 6 geht in der Klappenbroschur-Ausgabe über 816 Seiten und kostet 16 Euro. Die Übersetzung stammt von Michaela Link.

Ein Gedanke zu „Licht-Saga 6: Brennende Spiegel von Brent Weeks

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