Rezension: Brennender Fels von N.K. Jemisin

Rezension: Brennender Fels von N.K. Jemisin

Band 2 von „Die große Stille“: „Brennender Fels“ von N.K. Jemisin

Die beginnende Fünftzeit hat es Essun unmöglich gemacht, weiter nach ihrer Tochter Nassun zu suchen. In Castrima hat die mächtige Orogene Unterschlupf gefunden. Hier wartete auch ihr ehemaliger Mentor und Liebhaber Alabaster auf sie. Er liegt im Sterben, will Essun vor seinem Tod noch Wichtiges lehren. Lässt sich menschliches Leben auf der Stille etwa doch noch retten? N.K. Jemisin verrät in „Brennender Fels“ die Antwort.

Brennender Fels: Nassun im Mittelpunkt

Mitten in einer Pandemie ein Buch zu lesen, das von einer untergehenden Welt handelt, erzeugt ein seltsames Gefühl. „Brennender Fels“ von N.K. Jemisin ist jedoch nicht ein Buch zur Corono-Krise. Die Fünftzeit genannte Katastrophe im Buch erzeugt nämlich ganz andere Probleme. Ganz konkret: Die Nahrungsmittel in der Gem Castrima, in der Essun lebt, werden knapp.

Nachdem es in „Zerrissene Erde“ noch verschiedene Erzählstränge auf unterschiedlichen Zeitebenen gab, bleiben wir in der Fortsetzung überwiegend in der Fünftzeit. Neben Essun tritt ihre Tochter Nassun als Erzählstimme in den Vordergrund. Ferner bleiben Hoa und Schaffa, der ehemalige Wächter, von größerer Bedeutung. Doch vor allem über Nassun erfahren wir mehr, und sie macht auch die größte Entwicklung durch.

N.K. Jemisin erzählt meisterhaft

Mehr Informationen erhalten wir zudem über den Konflikt um die Stille. So kristallisiert sich etwa heraus, wer die Konfliktparteien sind. „Brennender Fels“ ist also handlungsgetriebener als sein Vorgänger. Rassismus und Umweltschutz spielen aber weiter als überspannende Themen eine Rolle.

Band 2 ist zudem nicht ganz so kunstvoll konstruiert wie der Auftakt-Band. Dennoch erzählt Jemisin erneut meisterhaft und zeigt dabei, dass sie auch längere Geschichten im Griff hat. Ihr „Das Erbe der Götter“ hing zwar bereits eng zusammen, doch die einzelnen Bände waren in sich abgeschlossen. Das ist bei der „Großen Stille“ anders. „Brennender Fels“ ist ein gelungener zweiter Band, eine tolle Fortsetzung, die gut zum Finale überleitet.

Die große Stille vor dem Ende

Brennender Fels von N.K. Jemisin

N.K. Jemisin: Brennender Fels

Die Trilogie „Die große Stille“ kommt planmäßig im Juli zum Abschluss. „Steinerner Himmel“ ist der Titel von Band 3, den Knaur herausbringt. Wie für seine Vorgänger erhielt Jemisin auch für diesen den Hugo-Award.

„Zerrissene Erde“ von N.K. Jemisin ist bei Knaur erschienen. Band 2 der Trilogie „Die große Stille“ geht in der Klappenbroschur-Ausgabe über 432 Seiten und kostet 14,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Susanne Gerold.

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