Jay Kristoff: Nevernight 3 – Die Rache

Jay_Kristoff Nevernight 3 Die Rache

Mit „Nevernight 3 – Die Rache“ endet die Nevernight-Trilogie von Jay Kristoff. Foto: Jörn Käsebier

Mias Rache ist geglückt und zugleich gescheitert. Zwei der drei mächtigsten Männer der Republik, die für den Tod ihres Vaters verantwortlich sind, hat die Attentäterin ermordet. Doch einer ist ihr erneut entkommen. So steht Mia zu Beginn von „Nevernight 3 – Die Rache“ vor einem Trümmerhaufen. Doch Jay Kristoff hat sich verschiedene Optionen für sie überlegt.

Nevernight 3 schließt nahtlos an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Damit alle Leser da mithalten können, ist dem dritten Band eine kurze Zusammenfassung von „Nevernight – Das Spiel“ vorangestellt, geordnet nach den wichtigsten Personen. So ist man schnell wieder in der Geschichte, die zudem so actionlastig weitergeht, wie der Übergang von „Casino Royale“ zu „Ein Quantum Trost“.

Die Rache der Piraten

Für die ruhigeren Abschnitte sind zumeist andere Figuren als Mira zuständig. Dann, wenn etwa aus der Perspektive von Mercurio erzählt wird, bekommen Leser einen anderen Blick auf die Ereignisse. Zumeist folgt man aber Mia auf ihrem Pfad der Rache, der sie quer durch das Herrschaftsgebiet der Republik Itreya führt.

Neben bekannten Schauplätzen wie Gottesgrab und der Festung der Roten Kirche zeigt Jay Kristoff einen neuen großen Schauplatz. In Nevernight 3 spielt ein Teil in Amai, der Stadt der Piraten. Dieser Handlungsstrang ist selbstredend mit Abenteuern auf See verbunden.

Welchen Weg wählt Mia?

Wie es sich für einen Abschlussband gehört, kommt es in Nevernight 3 zu einer finalen Konfrontation. Genau genommen kommt es sogar zu mehreren, denn Jay Kristoff unterläuft gern die Leser-Erwartungen und Genre-Konventionen. Deshalb ist es ein wenig enttäuschend, dass das Ende dann doch recht konventionell ausfällt – nur so viel sei verraten.

Ansonsten unterstreicht der Band noch einmal die Qualitäten von Jay Kristoff. Eine davon: Er spielt gern, zum Beispiel mit der Rolle des Autors und Erzählers. So wird enthüllt, wer der Erzähler ist, von dem die Fußnoten stammen. Auch das Motiv des Buches im Buch füllt er weiter aus. Und schließlich setzt er sich mit der zentralen Frage auseinander: Reicht Mia die einfache Rache? Und: Fügt sie sich in ihr Schicksal oder nimmt sie es in die eigene Hand?

Jay Kristoff: Von Nevernight 3 zu Vampiren

Jay Kristoff: Nevernight 3 - Die Rache

Jay Kristoff: Nevernight 3 – Die Rache

Wer die Antwort kennt, hat mehrere Stunden mit Mia Corvere verbracht. Einer zwiespältigen Heldin, die starrköpfig und rachsüchtig sein kann, sich aber am Ende zumeist für Treue, Freundschaft und Liebe entscheidet. Eine Protagonistin, mit der man leidet und mitfiebert. Und die ein wenig zu jung für manche Dinge ist, die sie durchlebt.

Jay Kristoff bleibt den Schatten und der Dunkelheit treu. Derzeit schreibt der australische Autor an „Empire of the Vampire“. Darin geht es neben Vampiren auch um einen Orden, ein Gassenkind und den Heiligen Gral.

„Nevernight 3 – Die Rache“ von Jay Kristoff ist bei Fischer Tor erschienen. Die gebundene Ausgabe geht über 784 Seiten und kostet 24,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Kirsten Borchardt.

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