Jahresrückblick: Die besten Fantasy-Bücher 2019

Das Jahr geht zu Ende, da ist es an der Zeit auf das Jahr 2019 in der Fantasy-Literatur zurückzublicken. Mit 17 Rezensionen sind es deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Der subjektive Jahresrückblick hat also eine kleinere Grundlage als zuvor, was die Auswahl aber nicht leichter gemacht hat.

2019 war für die Fantasy-Literatur ein schwieriges Jahr. Es fehlte an Bestsellern, die das Genre mitbefeuern. Die Verlage probierten dabei ein wenig mehr aus als in den vergangenen Jahren, doch eine klare Richtung zeichnete sich nicht ab. Es kam zu Verschiebungen, manche Bücher erschienen zunächst nur digital und außerhalb des Frühjahrs und Herbstes wurden die Programme ziemlich schmal. Zu 17 rezensierten Titeln reichte es auf dem Blog schließlich. Für die Statistik vielleicht noch interessant: 12 Bücher davon waren von Autoren, 5 von Autorinnen (2018 war es 18:6).

Bestes Debüt 2019

Könige der Finsternis von Nicholas Eames

Nicholas Eames: Könige der Finsternis

Zum Jahresauftakt blieb es naturgemäß eher ruhig. Doch wie im Vorjahr erschien dafür bereits früh das Debüt des Jahres. Nicholas Eames fand in „Könige der Finsternis“ die richtige Mischung aus Spannung, Originalität und Humor. Seine alternden Söldner sind an alternde Rockstars angelehnt. Auf das zweite Buch der Trilogie, das keine direkte Fortsetzung ist, darf man schon gespannt sein.

Ein weiteres gelungene Debüts war das von Kester Grant mit ihrem „Hof der Wunder“. Diese actionreiche und unterhaltsame Diebesgeschichte rundete das Jahr gut ab. Auch hier sollen weitere Bände folgen.

Fortsetzungen des Jahres

Göttertod - Zeit der Legenden

Michael J. Sullivan: Göttertod – Zeit der Legenden

2019 waren Fortsetzungen nicht so dominant wie im Vorjahr. Dafür begannen zu viele neue Reihen und Trilogien. Zu den Bänden, die eine Geschichte fortspinnen zählt „Göttertod“ von Michael J. Sullivan. Es handelt sich dabei um den bereits dritten Band der First-Empire-Reihe. Dieser steigerte sich eher langsam bis zur Enscheidungsschlacht zwischen Menschen und Fhrey. Sullivan gelingt es in dieser sehr gut, die Schrecken des Krieges aus unterschiedlicher Perspektive zu verdeutlichen.

Weitere gelungene Fortsetzungen gelangen Mark Lawrence und R. J. Barker. In den Werken geht es um junge Assassinen, beim „Buch des Ahnen“ von Lawrence steht eine junge Frau im Mittelpunkt. Barkers Gideon in „Die Rache des Assassinen“ zeigt sich deutlich emotionaler. Ebenfalls gelungen ist der dritte Band der Seidenkrieger-Reihe von Ken Liu. Die „Die Stürme von Dara“ dreht sich um eine Invasion, die die Herrschenden in Dara vor große Herausforderungen stellt.

Jahresrückblick: Beste neue Trilogie/Reihe

Buch des Jahres 2019

Kevin Hearne: Das Spiel des Barden, Auftakt zur besten neuen Reihe 2019

Eine positive Überraschung hielt Kevin Hearne bereit. Nachdem seine Druiden-Reihe zum Ende gekommen ist, wagte er sich auf neues Terrain. „Das Spiel des Barden“ ist dabei durchdacht konstruiert, greift aktuelle Themen wie Krieg und Flucht auf und führt ein originelles Magiesystem ein. Zwei Fortsetzungen sind geplant.

Zwei weitere beeindruckende Werke waren am Ende nicht rund genug, um restlos zu überzeugen. Das waren „Der Untergang der Könige“ von Jenn Lyons, das Leser durch seine komplexe Handlung herausfordert, aber am Ende zu wenig aus den erzählerischen Möglichkeiten macht. „Schwarzer Leopard, roter Wolf“ von Marlon James macht das besser und ist vom Setting origineller. Dafür ist es stellenweise wirr und umständlich geraten.

Ausblick 2019

Nachdem inzwischen die Frühjahrsvorschauen 2020 bekannt sind, ist klar, womit wir in der ersten Jahreshälfte rechnen können. Da sind einige reizvolle Bücher dabei. So geht „Der letzte König von Osten Ard“ von Tad Williams weiter, von N. K. Jemisin erscheinen die beiden weiteren Bände der Broken-Earth-Trilogie und Joe Abercrombie startet eine neue Klingen-Trilogie. Hier hat sich der Start bereits von Januar auf Februar verschoben – hoffen wir, dass sich dieser Trend nicht wieder fortsetzt.

Zum Schluss noch der Dank an die Leser, die dieses Jahr den Blog besucht und Artikel gelesen haben. Vielen Dank für die Likes, Kommentare, das Teilen sowie Verlinken – das zeigt, dass die Arbeit, die in die Texte fließt, geschätzt wird. 2020 geht sie weiter, und es werden voraussichtlich wieder mehr Beiträge.

Ein Gedanke zu „Jahresrückblick: Die besten Fantasy-Bücher 2019

  1. Ich bin bei der Lektüre von „Könige der Finsternis“ noch nicht so wirklich weit fortgeschritten, kann mir aber vorstellen, dass ich bei der abschließenden Beurteilung vor einem großen Problem stehe, insbesondere weil der Humor zwischen wirklich witzig-charmant und absolut peinlich-pubertär changiert. 🙂 Ich bin gespannt, was mich noch erwartet …

    Oh, und: Der Dank ist ganz meinerseits! 😉 Weitermachen!

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