Das Gold der Krähen von Leigh Bardugo

Das Gold der Krähen von Leigh Bardugo

Leigh Bardugo: Das Gold der Krähen  Foto: Jörn Käsebier

Für Kraz und seine Bande scheint alles verloren – das Gold der Krähen ist in weite Ferne gerückt. Schlimmer noch, Inej, das Phantom, wurde entführt. Zunächst gilt es also sie zu befreien. Für einen genialen Dieb wie Kaz ist dies aber nur der erste Schritt auf dem Weg zum Erfolg. Er plant gleich mehrere Coups auf einmal. Allerdings lässt ihn sein Wunsch nach Rache blind werden für die Pläne von Pakka Rollins, seinem Erzfeind.

Alles für den Kaz

In „Das Gold der Krähen“ von Leigh Bardugo dreht sich vieles um Kaz, seine Genialität und seiner Verletzlichkeit hinter der Fassade. Er schafft es, das meiste aus seinen Krähen herauszuholen. Von der Gewichtung her werden die Figuren aber ziemlich gleich behandelt. Jesper, Nina, Matthias, Inej und Wylan bekommen alle eigene Kapitel, die aus ihrer Sicht erzählt sind. Leigh Bardugo lässt zudem bei jedem von ihnen die persönliche Vorgeschichte einfließen. Dies allerdings wohl dosiert und zielführender als in Band 1. Der Blick von außen fehlt allerdings noch immer.

Die Handlung spielt dieses Mal komplett in Ketterdam, das stark an Amsterdam angelehnt ist. Die Krähen sind also auf ihrem ureigenen Territorium aktiv, dafür jedoch deutlich in der Minderheit. Schließlich haben sie sich mit dem mächtigsten Kaufmann und dem mächtigsten Bandenchef angelegt. Ein solcher Kampf ist ohne Rückschläge nicht zu gewinnen. Da sich diese mit den Erfolgen abwechseln, gelingt es Bardugo, die Spannung hochzuhalten.

Auch das Tempo ist wie schon in „Das Lied der Krähen“ hoch, ebenso die Ereignisdichte. Kampf folgt auf Kampf, folgt auf Wortgefecht und überraschende Wendung. Das funktioniert in diesem Fantasy-Buch gut, auch weil die Handlung nicht so komplex ist wie bei den Gentlemen-Ganoven von Scott Lynch und weil Bardugo so nah an ihren Figuren bleibt. Technologie spielt übrigens eine kleinere Rolle als im ersten Teil, Magie eine kleinere als der Beginn von „Das Gold der Krähen“ vermuten lässt.

Das Gold der Krähen ist das Ende

Bardugo-Leigh-Das-Gold-der-KraehenMit „Das Gold der Krähen“ kommt die Dilogie zum Abschluss. Leigh Bardugo selbst hat nicht ausgeschlossen, dass sie in die Welt der Krähen und Grischas zurückkehrt. Für die nähere Zukunft plant sie jedoch nicht eine Fortsetzung zu schreiben. Für Fans von Kaz und seiner Bande erscheint jedoch im Oktober eine Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel „Die Sprache der Dornen“.

„Das Gold der Krähen“ von Leigh Bardugo ist bei Knaur erschienen. Die Klappenbroschur-Ausgabe geht über 592 Seiten und kostet 16,99 Euro, das E-Book 14,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Michelle Gyo.

Advertisements

2 Gedanken zu „Das Gold der Krähen von Leigh Bardugo

  1. Pingback: Das Gold der Krähen von Leigh Bardugo (Rezension) – Lieblingsleseplatz

  2. Pingback: Leigh Bardugo: Die Sprache der Dornen | Der Fantasy Weblog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.