Der Zorn der Asirim von Bradley Beaulieu

Zorn der Asirim

Band 2 der Legenden der Bernsteinstadt: Der Zorn der Asirim von Bradley Beaulieu       Foto: Jörn Käsebier

Der Zorn der Asirim war bereits im ersten Band der „Legenden der Bernsteinstadt“ zu spüren. In der Fortsetzung spielen die Asirim nun eine zentrale Rolle. Protagonistin bleibt jedoch Ceda, die sich als Klingentochter bei den Königen von Sharakhai eingeschleust hat. Rezension des Buches von Bradley Beaulieu.

Die Asirim sind die Beschützer der Bernsteinstadt Sharakhai. Dennoch fürchten die Bewohner der Stadt sie. Sie ahnen nicht, welche Opfer die Asirim bringen mussten. Doch Ceda findet es heraus. Sie möchte die Asirim am liebsten befreien, doch alleine kann sie es nicht, denn die Könige kontrollieren die Kämpfer. Und Ceda muss aufpassen, dass sie nicht vom Zorn der Asirim übermannt wird – es könnte ihr Todesurteil sein.

Erzählstimmen in „Der Zorn der Asirim“

Hinzu kommen ihre Aufgaben als Klingentochter. Mit ihren Klingenschwestern versteht sie sich besser, was Ceda innerlich zerreisst, arbeitet sie doch weiter am Sturz der Könige. Ambivalent bleibt auch ihr Verhältnis zur Mondlosen Schar. Aus Sicht von Emre, Cedas Jugendliebe, erfahren wir mehr über die Pläne der Rebellen. Die Erzählstimme von Ishan schließlich bringt Einblicke in die Intrigen zwischen den Königen. Nach 400 Jahren ist der König mit der Honigzunge seine alten Verbündeten leidgeworden.

Die am wenigsten fesselnden Kapitel von „Der Zorn der Asirim“ sind die, die aus Sicht von Ramahd erzählt werden. Seine persönliche Geschicht spielte bereits im ersten Band eine Rolle, und die Wendungen in seinem Handlungsstrang kommen wenig überraschend. Er wirkt wie eine konstruierte Figur, die die Perspektive der Wüstenstämme hineinnehmen und die Blutmagie näher erläutern soll, die in der Fortsetzung eine größere Rolle spielt als im Auftaktband.

Am besten gelungen ist Cedas Geschichte, sie ist die Hauptfigur, der komplexeste und interessanteste Charakter. Beaulieu flechtet weniger Abschnitte ihrer Vergangenheit ein als in „Die Zwölf Könige“, die dafür mehr Aussagekraft haben. Und man darf gespannt sein, wie ihr Kampf um Sharakhai weitergeht. Am Ende von „Der Zorn der Asirim“ überschlagen sich die Ereignisse, und es wird viel weniger abgeschlossen als noch beim ersten Band.

Fortsetzung der Legenden der Bernsteinstadt

Buchcover Der Zorn der Asirim

Bradley Beaulieu: Der Zorn der Asirim

Und „Die Legenden der Bernsteinstadt“ gehen weiter. Auf sechs Bände ist die Fantasy-Reihe angelegt. Im Original ist Band 3 bereits erschienen und trägt den Titel „A Veil of Spears“. Bleibt es beim bisherigen Veröffentlichungsrhythmus, kommt die Übersetzung im Sommer 2019 heraus. Und da es ein Genuss ist, dieser lebendigen Geschichte zu folgen, wird die Wartezeit lang.

„Der Zorn der Asirim“ von Bradley Beaulieu ist bei Knaur erschienen. Die Taschenbuchausgabe geht über 736 Seiten und kostet 16 Euro, das E-Book 13,99 Euro. Die Übersetzung von „Die Legenden der Bernsteinstadt 2“  stammt von Antonia Zauner.

2 Gedanken zu „Der Zorn der Asirim von Bradley Beaulieu

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