Nevernight – Das Spiel von Jay Kristoff

Nevernight – Das Spiel

Jay Kristoff: Nevernight – Das Spiel

Eine Rachegeschichte in einer Welt, angelehnt an die römische und venezianische Republik. Dazu eine Heldin, die sich der Macht der Schatten bedient und zur eiskalten Killerin ausgebildet wurde. Mit „Nevernight – Das Spiel“ setzt Jay Kristoff seine Trilogie um Mia Corvere fort.

Auf die Prüfung folgt das Spiel. Mia Corvere ist als ausgebildete Klinge der Roten Kirche im Einsatz. Ihre Rachepläne hat sie jedoch nicht aufgegeben. Allerdings sind die beiden mächtigsten Männer der Republik gut bewachte Ziele. Mia fasst daher einen verzweifelten Plan: Sie lässt sich versklaven, um als Gladiatorin bei den großen Spielen in Gottesgrab zu siegen. Denn bei der Siegerehrung wären plötzlich die beiden verhassten Männer direkt in ihrer Reichweite sein. Soweit der verzweifelte Plan. Mia muss lernen, dass die Welt der Gladiatoren ganz unerwartete Gefahren bereithält.

Nevernight – Das Spiel: Weniger Sarkasmus

Der erste Teil des Buches orientiert sich vom Aufbau am ersten Band, „Nevernight – Die Prüfung“. Am Anfang eines Kapitels wird zunächst im Rückblick die Geschichte erzählt, die zu Mias Plan führte. Diese kursiv gedruckten und anstrengend zu lesenden Passagen enden aber mit dem ersten Teil. Im zweiten und dritten bleiben wir direkt in der Geschichte.

Die einzigen Sprünge gibt es durch die Fußnoten. Ja, die Fußnoten sind geblieben. Allerdings spielt die Schattenkatze Herr Freundlich insgesamt eine kleinere Rolle. Zum einen, weil Mia mittlerweile ein weiteres Schattenwesen bei sich hat, zum anderen, weil die Protagonistin zwischendurch auf ihre Begleiter verzichten und selbst mit ihrer Angst klarkommen muss. Weniger Herr Freundlich heißt auch, dass der sarkastische Unterton in „Nevernight – Das Spiel“ reduziert ist im Vergleich zum Vorgänger.

Gladiatorenkämpfe und Assassinen

Nevernight 2

Blut und Ruhm: Der Lohn der Gladiatoren in Nevernight 2.

Die Handlung dreht sich vor allem um das Leben der Gladiatoren. Die Beschreibung des Lebens der versklavten Kämpfer, der Rivalitäten und Kameradschaft ist gut gelungen. Auch Mias weitere Entwicklung ist glaubhaft. Sie wird erwachsener, hat aber noch Probleme mit ihrer Unerfahrenheit, etwa in der Liebe, und hadert mit ihrer Rolle als Assassinin. Die Actionszenen sind spannend, manchmal vom Szenario nur etwas übertrieben. Der einzige größere Kritikpunkt: Die Wendung am Ende hätten Mia und ihre Verbündeten besser vorhersehen können. Wenn sie ungeklärten Fragen – Stichwort Karte – früher Beachtung geschenkt hätten.

So bleiben noch viele offene Fragen. Jay Kristoff wird sie im dritten Band der Nevernight-Trilogie beantworten. Für diesen gibt es noch keinen offiziellen Erscheinungstermin. 2019 könnte es soweit sein – vielleicht auch wieder im Frühjahrsprogramm von Fischer Tor.

„Nevernight – Das Spiel“ von Jay Kristoff ist bei Fischer Tor erschienen. Band 2 der Trilogie geht in der gebundenen Ausgabe über 704 Seiten und kostet 22,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Kirsten Borchardt.

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