Das Leuchten der Magie von Peter V. Brett

Peter V. Brett: Das Leuchten der Magie

Peter V. Brett: Das Leuchten der Magie

Das Vorrücken der Krasianer ist gestoppt. Vor Lakton und Angiers haben sie große Niederlagen erlitten. Doch eine Vereinigung der Menschen gegen die Dämonen ist dadurch nicht näher gerückt. Mit Arlen und Jardir sind zudem die mächtigsten Männer verschwunden. Sie haben sich aus dem Spiel genommen, um einen vernichtenden Schlag gegen die Dämonen vorzubereiten. Mithilfe eines gefangenen Dämonenprinzes wollen sie in den Horc vordringen und die Königin der Dämonen vernichten, deren Brut seit Jahrhunderten die Menschheit bedroht.

Peter V. Brett: Umgekehrtes Tolkien-Syndrom

„Das Leuchten der Magie“ weist erstaunliche Parallelen zum „Herrn der Ringe“ auf. Allerdings läuft es bei Peter Brett umgekehrt. Bei Tolkien mussten sich die Helden nach gewonnener Schlacht und abgeschlossener Ring-Mission von allen Begleitern schrittweise verabschieden. Im Dämonen-Zyklus steht die Mission fest, doch die Heldengruppe kehrt vor ihrem Aufbruch zu ihren Liebsten und Freunden zurück, um sich zu verabschieden. Nur auf diese Weise ist es Peter V. Brett möglich, die Handlungsstränge, die er in „Der Thron der Finsternis“ begonnen hatte, fort- und zum Teil zusammenzuführen.

Außerdem bekommen die Ereignisse über der Erde dank eines erzählerischen Kniffs mehr Bedeutung. Eigentlich sollte der Kampf zwischen Menschen und Dämonen durch Vernichtung der Dämonenkönigin im Horc vorbei und entschieden sein. Doch rechtzeitig vorher wird der Gegenschlag gestartet, durch den nun die Menschheit bedroht ist – unabhängig vom Überleben der Horc-Herrscherin.

Das Leuchten der Magie – erstes Finale

Für diese Schlachten bringt der Fantasy-Autor seine Hauptfiguren in Stellung: Leesha im Tal der Holzfäller, Ragen und Elissa in Miln, Inevera in Everams Füllhorn Füllhorn und Dorn, Abban sowie Ashia rund um Lakton. Sie alle stehen aber zunächst vor der Hürde, mit ihren menschlichen Konkurrenten und Feinden fertig werden zu müssen. Wie dies geschieht, schildert Peter V. Brett in „Das Leuchten der Magie“. Das geschieht wie gewohnt mit einigen Kampfszenen, dieses Mal wieder mehr zwischen Menschen als zwischen Menschen und Dämonen. Auch mit humorvollen Szenen lockert Peter V. Brett das Geschehen auf, sodass die Lektüre der Umwege in der Handlung zum Trotz kurzweilig ist und nur selten langatmig. Auch mit den Abschiedsszenen wirkt „Das Leuchten der Magie“ zielgerichtet und nicht so weitschweifig wie der Vorgänger.

Ob die Menschheit es schafft, sich rechtzeitig zu vereinen und die Dämonen abzuwehren, erfahren deutschsprachige Leser ab dem 10. April. Dann erscheint mit „Die Stimmen des Abgrunds“ der Abschlussband des Dämonen-Zyklus, die Übersetzung der zweiten Hälfte von „The Core“.

„Das Leuchten der Magie“ von Peter V. Brett ist bei Heyne erschienen. Die Paperback-Ausgabe geht über 656 Seiten und kostet 16,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Ingrid Herrmann-Nytko.

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3 Gedanken zu „Das Leuchten der Magie von Peter V. Brett

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