Klett-Cotta: Hobbitpresse im Frühjahr 2018

Wenn neue Bücher der Zugpferde noch nicht verfügbar sind, sattelt man um. So dürfte das Kalkül bei Klett-Cotta sein. Denn die Hobbitpresse muss im Frühjahr 2018 ohne weitere Werke von Tad Williams und Anthony Ryan auskommen. Bereits erschienene kommen daher nur im Paperback heraus. Bei den Neuerscheinungen gibt es dafür eine Mischung aus neuen und bekannten Namen.

Bekannt ist natürlich der Vater der Hobbitpresse, mit dem alles anfing. Von J.R.R. Tolkien gibt es noch immer unveröffentlichtes Material. „Die Geschichte von Kullervo“ kommt am 10. Februar 2018 heraus. Der Titelheld ist ein Waisenknabe, der es mit einem dunklen Magier zu tun bekommt, der kein Waisenknabe ist. Die Geschichte erscheint zweisprachig. Auch Peter S. Beagle zählt dank des letzten Einhorns zu den klassischen Autoren des Genres. „In Kalabrien“ taucht nun ein weiteres Einhorn auf. Ab dem 10. Februar ist das Buch in der Übersetzung von Oliver Plaschka im Handel erhältlich.

Frühjahr 2018: Hobbitpresse im März

Einen Monat später wird dann das neue Zugpferd ins Rennen geschickt. Es ist ein Pferd mit feurigen Augen, das uns da auf dem Cover von „Der Mond des Vergessens“ anblickt. Es handelt sich um den ersten Band der „Fünf Kriegerengel“ von Brian Lee Durfee. Der Reihen-Titel lässt bereits vermuten, dass Religion eine große Rolle spielt. Auch die Zahl fünf ist wichtig. Nicht nur sind es so viele Kriegerengel, sondern auch Inseln, um die es geht. Und das Ganze ist auf fünf Bände angelegt. Ach, und nicht wundern, wenn Parallelen zu Brandon Sanderson gezogen werden. Beide stammen aus dem US-Bundesstaat Utah.

Lustig, lustig, aufgespießt

Ebenfalls im März erscheinen noch zwei weitere Fantasy-Titel bei der Hobbitpresse von Klett-Cotta. Zum einen gehen „Die Chroniken des Eisernen Druiden“ von Kevin Hearne weiter. Band 8 heißt „Aufgespießt“. Und zwar soll ein Vampir einen Pflock ins Herz getrieben bekommen, und das auch noch in Rom durch Atticus. Bevor wir nun Parallelen zum Freunde des Cicero ziehen, wechseln wir lieber rasch zum Nikolaus. Denn lustig, lustig, tralalalala, bald ist auch „Der Orkfresser“ da. Mit diesem Werk schlägt Klett-Cotta gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens kommt so auch das Buch eines deutschen Autors ins Programm (wie sonst auch). Zweitens kommt Humor hinein, wie es gerade in Mode zu kommen scheint. Da der Autor Christian von Aster ist, darf man mit Ironie und Selbstironie rechnen. Zudem arbeitet er sich an verschiedenen literarischen Vorlagen ab, und will eine Liebeserklärung an die Literatur abliefern. Was wollen wir Bibliophilen mehr?

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Ein Gedanke zu „Klett-Cotta: Hobbitpresse im Frühjahr 2018

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