Fischer Tor 2018: Voll auf Fantasy

Fischer Tor war angetreten, den deutschen Phantastik-Markt aufzumischen. In den ersten Programmen spielten Science-Fiction und Fantasy noch gleichwertige Rollen. Doch beim Blick auf das erste Programm 2018 fällt auf, dass sich das Gewicht vorerst in Richtung Fantasy verschoben hat. Das dürfte maßgeblich damit zusammen hängen, dass sich Fischer Tor die Werke eines der Schwergewichte der deutschen Fantasy gesichert hat: Bernhard Hennen.

Bernhard Hennen: Verfluchtes Azuhr

Bernhard Hennen hat sich (endlich) von den Elfen verabschiedet und geht neue Wege. Offenbar wollte er diese mit einem neuen Verlag beschreiten und wechselt von Heyne zu Fischer Tor. Mit seinem neuesten Buch wird dann auch das Jahr 2018 eröffnet. Damit erscheint es deutlich vor Ablauf des Vorgänger-Programms und offiziell sogar noch 2017, nämlich am 29. Dezember. Doch zum Inhalt von „Die Chroniken der Azuhr – Der Verfluchte“. Milan Tor(!)meno heißt der Protagonist. Er will nicht Erzpriester werden anstelle seines Vaters, sondern möchte etwas eigenes. Dabei helfen ihm zwei Frauen, eine Diebin und eine Konkubine. Ein Mond und eine Prophezeiung spielen auch eine Rolle, und damit fehlt von der Präsentation her jegliches Neue und Originelle. Zum Glück kommt das Buch in einem azu(h)rblauen Buchschnitt und dürfte so hervorstechen.

Im Februar kommt in Kooperation mit Fischer Sauerländer der zweite Band der „Legende von Shikanoko“. „Fürst des schwarzen Waldes“ ist der Titel, der als gebundene Ausgabe erscheint. Lian Hearn beendet ihre Asia-Fantasy-Geschichte mit diesem Buch bereits wieder. Im März bleiben wir im Wald. Dort wird es tierisch lustig. „Rocking the Forest“ heißt der extra fremdsprachige Titel des deutschen Autors Cornelius Zimmermann. Es handelt sich um ein Debüt und daher natürlich auch um den ersten Müützelwald-Roman.

Nevernight 2, Schwab und Sommerdrachen

Im April dreht Fischer Tor dann richtig auf. „Die Beschwörung des Lichts“ ist der dritte Band der Weltenwanderer-Trilogie von V.E. Schwab. Nach „Vier Farben der Magie“ erscheint übrigens gerade Band 2, „Die Verzauberung der Schatten“. Jay Kristoff ist hingegen erst bei Band 2 angelangt. „Nevernight – Das Spiel“ hat im Gegensatz zu Band 1 einen weißen Buchschnitt, ist aber ebenso eine gebunden Ausgabe und dürfte ähnlich blutig werden. Mehr Farben sind bei Todd Lockwood zu erwarten, der sich bislang vor allem als Illustrator einen Namen gemacht hat. Sein Debütroman heißt „Der Sommerdrache“ und eröffnet die Trilogie „Die ewigen Gezeiten“. Wie der Name bereits verrät, spielen Drachen eine wichtige Rolle sowie eine junge Reiterin, die Tochter eines Brutmeisters ist. Lockwood hat das Buch nicht nur geschrieben, sondern auch illustriert.

Im Mai wird es zum Abschluss noch einmal deutsch. „Der Weltenfinder“ ist bereits das zweite Buch von Bernd Perplies, das bei Fischer Tor erscheint. Wie der Vorgänger spielt er im Weltenmeer. Dieses Mal geht es nicht so sehr um Drachen, sondern um eine Entdeckungsreise. Eine Expedition macht sich auf die Suche nach einer Stadt, die von einem untergegangenen Volk gegründet wurde. Lasst ThaunasRa bloß nicht El Dorado sein! Mehr zu Fischer Tor 2018, wenn im Frühjahr das Programm für das zweite Halbjahr öffentlich wird.

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4 Gedanken zu „Fischer Tor 2018: Voll auf Fantasy

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