Maria Semenova: Wolkodav I – Das Schwert des Grauen Hundes

Maria Semenova: Wolkodav I - Das Schwert des Grauen Hundes

Maria Semenova: Wolkodav I – Das Schwert des Grauen Hundes

Nach geglückter Rache fällt es schwer, einen neuen Lebenssinn zu finden. So geht es auch Wolkodav, der sich am Schlächter seines Stammes rächt. In der Fürsorge für eine junge Frau und einen kranken Mann findet er eine Aufgabe. Und seine Rolle als Beschützer weitet er noch aus und gerät dabei immer wieder in neue Konflikte.

Wolkodav ist der letzte Überlebende des Stammes der Grauen Hunde. Er überlebte die Sklavenarbeit in den Minen und bekommt dafür seine Rache. Doch der Preis ist hoch, denn Wolkodav hat sich gegenüber anderen Menschen verschlossen und muss sich daher Stück für Stück öffnen. Seine Wachtsamkeit darf Wolkodav dabei nicht aufgeben. Wie sein Name bereits verrät, jagd er Wölfe und beschützt so die Schafe. Zum Glück ist er ein herausragender Kämpfer, der zudem in Besitz eines Schwertes gelangt, das perfekt zu ihm passt.

Wolkodav: Grauer Hund und Wolfsjäger

„Wolkodav I – Das Schwert des Grauen Hundes“ entstand bereits in den 90er-Jahren. Einem breiteren westeuropäischen Publikum wurde der slawische Fantasy-Stoff durch die Verfilmung „Wolfhound“ vor gut zehn Jahren bekannt. Da das Buch als schwer zu übersetzen galt, wagte sich erst jetzt ein deutscher Verlag an diese Aufgabe. Der Übersetzerin Anna Werle ist es gelungen, eine flüssig und gut zu lesende deutsche Fassung zu erstellen. An Stellen, an denen es etwas sprachlich schwierig wird, liegt es an den kulturellen Unterschieden zwischen den handelnden Personen und dürfte somit beabsichtigt sein. So versteht Wolkodav viele Handlungen und Umschreibungen seiner Mitreisenden zunächst nicht.

Da die Handlung aber aus seiner Perspektive geschildert wird, müssen auch die Leser den Schritt der kulturellen Übersetzung an vielen Stellen mitgehen. Ein Glossar am Ende des Buches erweitert zudem das Verständnis bezüglich slawischer Begriffe und Traditionen. Es kann sinnvoll sein, das Glossar zunächst zu studieren, doch reicht es auch, zwischendurch nachzuschlagen, wenn man einen Begriff nicht versteht.

Wolkodav kämpft weiter

Der Handlung zu folgen fällt leicht. Es braucht jedoch ein wenig Zeit, sich an Wolkodav zu gewöhnen. Zu fremd, zu anders ist er. Seine Traditionen unterscheiden sich stark von denen westlicher Traditionen – seine Werte sind hingegen gar nicht so anders. So ist der Wolfshund eine Figur die Sympathie weckt, auch wenn man sich nur schwer mit ihr identifizieren kann. Und manchmal dominieren das Sagen- und Parabelhafte der Geschichte etwas zu stark. Doch das Lesevergnügen überwiegt. Vor allem Freunde von Helden-Fantasy, die es etwas, aber nicht zu düster mögen, kommen auf ihre Kosten.

Leider umfasst die deutsche Ausgabe nur den ersten Teil des Originalwerks. Auf die Übersetzung der zweiten Hälfte müssen deutschsprachige Leser jedoch nicht mehr lange warten. Der Valkyren- Verlag hat „Wolkodav II“ bereits für September angekündigt.

„Wolkodav I – Das Schwert des Grauen Hundes“ von Maria Semenova ist im Valkyren-Verlag erschienen. Das E-Book geht über rund 325 Seiten und kostet 4,99 Euro. Die Übersetzung stammt von Anna Werle.

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